BerliNews
Institut für Personalmanagement
Onlinemagazin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft
Chemie

Kann denn Liebe chemisch sein?

Das Jahr der Chemie 2003: Der Kuss, der Stoff, die Quelle

--------------------------------------------------------------------------------------------

PE Berlin, 2002-12-30

Start ins "Jahr der Chemie 2003"

Wissenschaftsjahr fördert Dialog der Wissenschaft mit Öffentlichkeit

Mit einem Kusswettbewerb am Brandenburger Tor in Berlin startet zur Silvesterparty am Dienstag das "Jahr der Chemie 2003". Dabei erfahren Millionen Zuschauer vor Ort und an den Bildschirmen, was ein Kuss mit Chemie zu tun hat. Der TV-Sender 3sat beginnt bereits am Montag seine sechsteilige Reihe "Die molekulare Schöpfung" zum "Jahr der Chemie", die bis zum 5. Januar jeweils um 15.20 Uhr das ganze Spektrum der Chemie beleuchtet.

Initiatoren des "Jahres der Chemie" sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der Initiative "Wissenschaft im Dialog" und die deutschen Chemieorganisationen. Damit soll das Interesse der breiten Öffentlichkeit an der Chemie geweckt, Einblicke ermöglicht und die Chemie für jeden erlebbar gemacht werden. Beteiligt sind zahlreiche Institutionen, Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen.

Im Vordergrund steht der Spaß am Entdecken einer komplexen und faszinierenden Welt der Reaktionen und Prozesse. Im ganzen Bundesgebiet sind zahlreiche Events, Ausstellungen, Konzerte, der Wissenschaftssommer und eine Truck-Tour geplant.
Eine Übersicht über die Aktionen findet sich auf dem Veranstaltungskalender im Internet unter http://www.jahr-der-chemie.de

Chemie-Truck-Tour

JdCh-Pressemitteilungen

Wissenschaft kommt an
"Jahr der Geowissenschaften" geht erfolgreich zu Ende - Start des "Jahres der Chemie 2003"
BerliNews, 13. 12. 2002 - HeN-776

Berlins Beitrag zum Jahr der Chemie: Ruinierung des Adlershofer Chemie-Insituts ACA
Wer rettet das ACA ? (2)
Wer rettet das ACA? (1)

Chemie-Seiten in BerliNews

Aktueller Programmhinweis: Molekulare Schöpfung - Sechsteilige Wissenschaftsreihe zum Jahr der Chemie 2003
In 3Sat wird vom 30.12.2002 bis zum 5.1.2003 täglich (außer Silvester) um 15.30 Uhr eine 30-minütige Sendung zu den spannenden Entwicklungen der modernen Chemie ausgestrahlt. Die Titel der einzelnen Sendungen lauten:
1. Alles nur Chemie? Montag, 30. Dezember 2002, 15:30 Uhr
2. Chemielabor Erde Mittwoch, 1. Januar 2003, 15:30 Uhr
3. Vorbild Natur Donnerstag, 2. Januar 2003, 15:30 Uhr
4. Gen-Geflüster Freitag, 3. Januar 2003, 15:30 Uhr
5. Magische Werkstoffe Samstag, 4. Januar 2003, 15:30 Uhr
6. Die Zukunftsmacher Sonntag, 5. Januar 2003, 15:30 Uhr
Wenn Sie mehr zu den Sendungen erfahren wollen: www.3sat.de

Aktueller Programmhinweis: Campus & Karriere
Am 4.1. 2002 wird im Deutschlandfunk in fünf Einzelbeitragen über die Wissenschaft Chemie berichtet. Mit von der Partie ist Dr. Holger Bengs, Koordinator Jahr der Chemie.
Die für Ihre Region richtige Frequenz finden Sie hier: http://www.dradio.de/dlf/freq/index.html


Das "Jahr der Chemie 2003" präsentiert eine oft unverstandene Wissenschaft einem breiten Publikum auf populäre Weise

PE BMBF, JdCH, Berlin,13.12.2002 -

Ein Kuss? Hat der etwas mit Chemie zu tun? Oder Gefühle? Medikamente, ja, die haben ganz sicher etwas mit Chemie zu tun. Aber auch die Liebe? Formeln haben mit Chemie zu tun, Elemente, und Moleküle, und Reaktionen. Chemie, das heißt für viele unselige Schulstunden, in denen Sie mit kryptischen Formeln gequält wurden. Oder geheimnisvolle Prozesse, die nicht nachvollziehbare Veränderungen bewirken. Und Chemiker, die gehören für manchen zu den Meistern einer fast geheimen Wissenschaft. Aber ein Kuss, Gefühle, die Liebe? Was haben die denn mit Chemie zu tun? Sehr viel, schließlich ist unser Körper ein hochkomplexes Labor, in dem chemische Prozesse Gefühle, Emotionen und viele Funktionen steuern. Auch aus unserem Alltag ist die Chemie nicht wegzudenken. Sie ist Grundlage für Hightech-Materialien, die inzwischen wie selbstverständlich Teil unserer Alltagskultur sind. Und wenn die Frage nach der Chemie im Essen aufkommt, fällt es zunächst schwer, zu akzeptieren, dass jeder einzelne Bissen genau genommen pure Chemie ist. Dazu gehören Zucker, Stärke, Eiweiße genauso wie gesättigte und ungesättigte Fettsäuren oder Mineralien sowie Konservierungsstoffe.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung veranstaltet gemeinsam mit der Initiative "Wissenschaft im Dialog" und den Chemieorganisationen in Deutschland das "Jahr der Chemie 2003". Ziel der Aktion ist es, das Interesse, gerade auch einer breiten Öffentlichkeit - jung wie alt - an der Chemie zu wecken und zu fördern, Einblicke zu verschaffen, zu informieren und die Chemie für jeden erlebbar zu machen. Damit das gelingt, beteiligen sich zahlreiche Institutionen, Wissenschaftseinrichtungen und auch Unternehmen am "Jahr der Chemie". Insgesamt rechnen die Veranstalter mit mehr als 2.000 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet, die die Lehre von den Stoffen öffentlich und anschaulich präsentieren werden.

Der offizielle Startschuss fällt am 29. Januar 2003. Dann wird die Ausstellung "Der Kuss" in Berlin eröffnet. Rund zwei Wochen lang präsentieren hier Forschungseinrichtungen Exponate rund um das Thema "Magie und Chemie: Unser Körper, Gesundheit und Ernährung". Besucher erfahren hier, warum es heißt, dass die Chemie stimmt, wenn sich zwei Menschen verstehen, was in uns vorgeht, wenn wir uns verlieben, und wie die Chemie in unser Essen kommt. Darüber hinaus stehen auch Themen der Gesundheit sowie die chemische Struktur der DNA im Mittelpunkt der Ausstellung.

"Der Kuss" ist die erste von drei Ausstellungen, die in der "Trilogie Chemie" zusammengefasst sind. Die zweite Ausstellung, "Der Stoff", präsentiert die Chemie als Grundlage vieler Hightech-Materialien, die von vielen Menschen ganz selbstverständlich täglich benutzt werden. Das Spektrum reicht hier vom Autoreifen über die Funktionskleidung bis hin zum Beton und zur Babywindel, die ohne Chemie nicht funktionieren würden. Der dritte Teil der Trilogie, "Die Quelle", präsentiert den Beitrag der Chemie zur Lösung zentraler Zukunftsfragen, wie die Welternährung, das globale Klima sowie die Entwicklung nachwachsender Rohstoffe.

Wie bei vielen Aktionen des Wissenschaftsjahres geht es auch bei der "Trilogie Chemie" um eine möglichst anschauliche Präsentation des für viele zunächst schwer zugänglich erscheinenden Themas. Schließlich sollen vor allen Dingen Menschen angesprochen werden, die in punkto Chemie Laien sind. Diese sollen die Chemie erleben können. So versteht es sich von selbst, dass es bei den Aktionen und Veranstaltungen wiederholt heißt: "Anfassen und mitmachen erwünscht".

Beispiel Wissenschaftssommer: Vom 16. - 22. September können sich Besucherinnen und Besucher rund um das Thema Chemie in Wissenschaft und Forschung informieren. Die Veranstalter, die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) und das Max-Planck-Institut für Polymerforschung, wollen dabei vor allen Dingen auch Kinder und Jugendliche ansprechen. Neben Workshops, Mitmach-Ausstellungen und Schulprojekten wird auch ein Ausstellungsschiff mit von der Partie sein, das die Initiative Wissenschaft im Dialog realisiert und auf eine Ausstellungsreise durch Deutschland schickt.

Beispiel Chemie-Truck: Der tourt ein ganzes Jahr lang durch die Republik und verwandelt sich vor Ort in ein Chemie-Labor, das Besuchern die Möglichkeit gibt, spannende Experimente und umfassende Informationen zur Chemie zu erleben. Dabei sind diese herzlich eingeladen, selbst Hand anzulegen und Experimente - natürlich unter fachkundiger Anleitung - durchzuführen. Zum Einsatz kommt der 19 Meter lange und 20 Tonnen schwere Show-Truck im Rahmen der vielen Veranstaltungen, die Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen in ganz Deutschland zum "Jahr der Chemie" beitragen.

Wer wissen möchte, wann genau der Chemie-Truck in der Nähe ist, erfährt dies über die eigens eingerichtete Internet-Seite www.jahr-der-chemie.de. Der ständig aktualisierte Veranstaltungskalender der Seite informiert darüber hinaus, wo welche Veranstaltungen stattfinden und was die Besucher dort erwartet. Außerdem bietet die Seite zahlreiche Infos und Unterhaltung rund um die Chemie. Und wer sich so für die Chemie begeistert, dass er sie zu seinem Beruf machen möchte, kann sich über das Berufslexikon informieren, welche Möglichkeiten es gibt.

Bereits im vierten Jahr initiiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Wissenschaftsjahr, das jeweils eine Naturwissenschaft in den Mittelpunkt stellt. Begonnen hat alles im Jahr 2000 mit der Physik, auf die die Lebenswissenschaft und die Geowissenschaft folgte. Und auch 2004, also nach dem "Jahr der Chemie", soll es wieder ein Wissenschaftsjahr geben. Damit verfolgt das Ministerium das Ziel, zunächst abstrakt und unzugänglich erscheinende Naturwissenschaften einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren und diese für die Themen Forschung und Wissenschaft zu interessieren. Gerade bei jungen Menschen soll das Interesse an diesen Wissenschaften und an einer wissenschaftlichen Karriere geweckt werden.

Trilogie Chemie

Es gibt nahezu keinen Bereich im Leben, in dem die Chemie keine Rolle spielt: Angefangen beim Menschen selber, über die Materie bis hin zur großen Herausforderung der Zukunft, Lebensqualität und Umwelt im Gleichgewicht zu halten. Deshalb zieht die Reihe Trilogie Chemie einen roten Faden entlang dieser beispiellosen Vielfalt. Die Leitthemen bilden: "Der Kuss - Magie und Chemie", "Der Stoff - Materie und Chemie" und "Die Quelle - Energie und Chemie".

Mensch - Materie - Ressourcen
Der Mensch und seine körpereigene Chemie stehen im Mittelpunkt von "Der Kuss", der ersten Ausstellung in Berlin. Sie zeigt anschaulich, was alles an chemischen Reaktionen und Prozessen in uns abläuft, wenn wir uns verlieben, das erste Mal küssen usw. Warum geht z.B. Liebe durch den Magen, machen Küsse schlank und gesund und was hat das alles mit Chemie zu tun? Die Besucher werden dabei zunächst durch einen spektakulären Multimedia-Tunnel geführt, bevor sie dann in einem Ausstellungsraum zahlreiche Informationen und Experimente zu sehen bekommen.

Der Einfluss von Hightech auf unsere Alltagskultur und die Bedeutung innovativer Verfahrenstechniken für die neuen Werkstoffe ist Thema der zweiten Ausstellung "Der Stoff" in Bochum. Hier wird deutlich, wieso gerade mobile Kommunikation und Computertechnologie von den modernen Stoffen profitieren, dass Freizeit- und Profisportler Höchstleistungen mittels neuartigen Materials erreichen oder welche Substanzen revolutionäre Veränderungen fördern.

"Die Quelle" in Halle bildet den Abschluss der Trilogie Chemie. Sie widmet sich den Themen Ressourcen, Visionen und Verantwortung der Chemie: Wie die Belastung des Ökosystems begrenzen oder den Energieverbrauch reduzieren? An welchen Lösungen arbeiten die Forscherinnen und Forscher und welche entscheidenden Impulse für das 21. Jahrhunderts gehen von der Chemie aus? Die drei Zentral-Events soll nach ihrer jeweiligen Auftaktveranstaltung auf Wanderschaft durch Deutschland gehen. Der Multimedia-Tunnel und die Ausstellungsmodule und -tafeln sind zur Nachnutzung vorgesehen.

Für die Auftaktveranstaltungen und die Wanderorte sind zur Zeit folgende Orte und Termine angedacht:
Trilogie-Teil 1: Der Kuss - Magie und Chemie (Thema Mensch)
Auftakt-Event: Berlin, 29.1. - 9.2.03, (1.2.03: Lange Nacht der Museen in Berlin)
Wander-Orte: Leipzig, 22.03.-23.3.03, Messegelände (Buchmesse Leipzig)
Stuttgart, 27.-30.3.03, Breuninger-Kaufhaus, Passage in der Stuttgarter Innenstadt
(28.-30.3.03: Chemietruck auf der Jugendmesse YOU, 29.3.03: Lange Nacht der Museen in Stuttgart)

Trilogie-Teil 2: Der Stoff - Materie und Chemie (Thema Materie)
Auftakt-Event: Bochum, 24.4.-1.5.03, Ruhr-Park Bochum, überdachte Einkaufs-Mall
Wander-Orte: Darmstadt, Ende Mai 03, (Mai 2003: Eröffnung zweier Ausstellungen im Rahmen der Justus-Liebig-Jubiläumsveranstaltungen)
Rostock, 7.-10.8.03, (7.-10.8.03: 13. Hanse Sail in Rostock)

Trilogie-Teil 3: Die Quelle - Energie und Chemie (Thema Zukunft/Ressourcen)
Auftakt-Event: Halle, Anfang September (in Zusammenarbeit mit Chemiemuseum Merseburg)
Wander-Orte: München, Anfang Okt. 03 (6.-11.10.03 GDCh-Jahrestagung, Liebig-Festwoche der TU München, Liebig-Gedenkausstellung im DMM)
Dresden, Ende Okt. 03, (z.B. im Hygienemuseum, ggw. in der Klärung)
Köln, November 2003 (Nov. 2003 Lange Nacht der Museen in Köln, Projekt "Restauration zum Anfassen" der FH Köln)


Geoforschung begeistert Öffentlichkeit
"Jahr der Geowissenschaften 2002" verspricht erfolgreichstes Wissenschaftsjahr zu werden
BerliNews, 21. 8. 2002 - HeN-731

System Erde
Auftaktveranstaltung zum Jahr der Geowissenschaften in Berlin
BerliNews, 19. 1. 2002 - UN-733

Naturwissenschaft im Dialog
Das Jahr 2002 ist das "Jahr der Geowissenschaften"
BerliNews, 14. 12. 2001 - UN-705

Lebenslinien: Natur in Bewegung
Das Jahr der Lebenswissenschaften in Köln
BerliNews, 31. 10. 2001 - WD-134

Flanieren auf der Science Street
Leipzig Hbf: Es fährt ein Zug nach Wissenschaft - Das Jahr der Lebenswissenschaften in Leipzig
BerliNews, 30. 4. 2001 - BTN 635

BerliNews, 7.2.2001
"Keine Akzeptanzkampagne"
Forschungsministerin Bulmahn zum "Jahr der Lebenswissenschaften"

"Der Gen-Dschungel"
Auftaktveranstaltung zum Jahr der Lebenswissenschaften
BerliNews, 1. 2. 2001 - BTN-588

BerliNews 2. 2. 2001
Biomedizinische Meinungsbildung
Rede von Bundesforschungsministerin Bulmahn zur Eröffnung des Jahres der Lebenswissenschaften

Wahnsinns-Interesse
"Jahr der Lebenswissenschaften": Kommunizieren die Forscher am Bürger vorbei?
BerliNews, 20. 1. 2001 - editor33

2001: Jahr der Lebenswissenschaften
Forschungsministerin Bulmahn präsentiert Veranstaltungs-Programm
BerliNews, 8. 12. 2000 - BTN-536

Die Physik ist quicklebendig
Großes Interesse an der Denkschrift zum "Jahr der Physik" BerliNews, 8. 12. 2000 - HeN 501

Silizium: der "Stein der Weisen"
Vierte zentrale Veranstaltung zum Jahr der Physik: Festkörperphysik
BerliNews, 16. 9. 2000 - HeN-410

HeN-788

3209 Seitenabrufe seit dem 09.08.2007