Brandanschlag auf das DIW Berlin
Bekennerschreiben einer "Militanten Gruppe"
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DIW Pressemitteilung | 2.1.2004
In den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2004 wurde auf das DIW Berlin ein Brandanschlag verübt. Dabei wurde ein Büroraum vollständig zerstört und die Fassade des Gebäudes leicht beschädigt. Der Sachschaden wird auf ca. 40.000 Euro geschätzt. Zur Zeit des Anschlags befand sich niemand im Gebäude.
Am Nachmittag des gleichen Tages ging bei vier Berliner Zeitungs- bzw. Fernsehredaktionen ein Bekennerschreiben der "Militante Gruppe" ein. Das LKA Berlin geht zunächst davon aus, dass das Selbstbezichtigungsschreiben echt ist, will aber weitere Ermittlungen abwarten. Im Bekennerschreiben wird das Institut als "Denkfabrik und Schulungsschmiede des Kapitals" sowie als "Sprachrohr des deutschen Arbeitgeberverbandes" bezeichnet, das es "anzugreifen und zu zerschlagen" gelte. Das DIW Berlin sei lediglich als "Forschungseinrichtung, die sich der Wertefreiheit der Wissenschaft verpflichtet" fühlt, getarnt. Der Präsident des DIW Berlin, Prof. Dr. Klaus F. Zimmermann, wird in der Erklärung mehrfach als Urheber dieser Entwicklung namentlich genannt.
Der Vorstand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DIW Berlin sind über das Geschehen zutiefst entsetzt. Erstmalig wurde die wirtschaftswissenschaftliche Forschung in Deutschland damit Ziel eines Brandanschlags. "Wir hoffen, dass der Fall schnell aufgeklärt wird und die Täter zur Verantwortung gezogen werden", kommentiert Prof. Zimmermann die Ereignisse der Neujahrsnacht. "Für uns steht fest, dass wir uns in unserer Forschungstätigkeit nicht einschüchtern lassen und weiterhin unseren öffentlichen Auftrag erfüllen werden."
Kontakt: Doerte Hoeppner, Pressereferentin
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung - DIW Berlin
Tel. 030-897 89-249, mobil 0174-31 9 31 31
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