Innovationsforum in Rathenow
Neue Perspektiven der Optikindustrie in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
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OpTecBB Presseinformation - Berlin - Rathenow, 17.05.2004
Senator Wolf und die Staatssekretäre Vogel und Helm sichern Ihre volle Unterstützung für die Zukunftstechnologie Optische Technologien in Berlin und Brandenburg zu

Das Kulturzentrum Rathenow hat sich nach längerer Sanierung schön gemacht für das Innovationsforum zu Optischen Technologien der Länder Berlin und Brandenburg. Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen des Landes Berlin, eröffnete die zweitägige Veranstaltung mit der Feststellung, dass Innovationen der Schlüssel zu mehr Wachstum und Beschäftigung sind. Die Zukunft Ostdeutschlands liege nicht darin, Niedriglohnland zu sein. Spitzentechnologien wie die Optischen Technologien sichern Exportfähigkeit und Innovationen in zukünftigen Wachstumsfeldern. Aus Wissen Arbeit schaffen, das sei der Weg für die Region.
Die moderne Medizin, die Biotechnolgien, die Informations- und Kommunikationstechnologien wie auch die Verkehrstechnik beispielsweise kommen ohne diese Technologie nicht mehr aus. In der Öffentlichkeit wird dieser gemeinsame Faktor für Innovationen zu wenig wahrgenommen. Deshalb, so Wolf, komme der Politik eine Schlüsselfunktion dabei zu, die Eigenständigkeit der Optischen Technologien und Ihre Bedeutung für Beschäftigung und Wachstum bei künftigen Entscheidungen zu beachten. Dies wolle er in einer unmittelbar bevorstehenden Zusammenkunft der Länder zur Technologiepolitik thematisieren. Der Staatssekretär Vogel im Wirtschaftsminister Brandenburgs und der Staatssekretär Dr. Helm im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburgs sicherten Ihre künftige volle Unterstützung zu, wenn es darum gehe, die Zusammenarbeit der Länder auf dem Gebiet der Optischen Technologien voranzubringen. Dies soll vor allem durch eine noch engere Zusammenarbeit der Unternehmen mit den Universitäten und Fachhochschulen bewirkt werden. Die Staatssekretäre sprachen sich dafür aus, die identifizierten vorhandenen Potenziale wirkungsvoll zu nutzen.
Das Innovationsforum wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Ziel, "Neue Perspektiven der Optikindustrie in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg - Technologie am Markt" zu schaffen, gefördert.
Herr Schröter, Bundesministerium für Bildung und Forschung, erklärte in Rathenow, wie Innovationen durch das Bundesministerium gefördert wurden und dass künftig Zentren für Innovationskompetenz entstehen sollen. Das seien international wettbewerbsfähige Zentren, in denen Nachwuchsförderung eine große Rolle spielen.
In Berlin und Brandenburg zählt OpTecBB in einer Studie zum regionalen Potenzial der Optischen Technologien rund 270 Firmen mit einer Beschäftigtenzahl zwischen 8.000 und 12.000. Mit Zulieferern wird der regionale Gesamtumsatz durch die Optischen Technologien auf rund 2 Mrd. Euro jährlich geschätzt.
Landrat Schröter und Bürgermeister Seeger verwiesen am traditionellen Optikstandort Rathenow auf die zur Verfügung stehenden Kräfte, denn mit der Wende und der Konkurrenz der Billiglohnländer hatte Rathenow einen erheblichen Strukturwandel zu verkraften: jetzt sind dort 25 Unternehmen der Optik, darunter 9 aus der engeren Augenoptik, 2 Bildungseinrichtungen ansässig, 250 Azubis, 74 Augenoptiker und -meister stehen in Ausbildung. Im Jahre 2003 ging keines dieser Unternehmensgruppe in Konkurs, dennoch ist dringend zu klären, welche Perspektiven Feinoptiker und Feintechniker haben. Die Rathenower wollen Arbeit aus Bulgarien, China und anderen Ländern zurückholen. Bei den Rahmenbedingungen Deutschlands muss der Weg ein anderer als der bisher gegangene sein.
Welchen Weg sollte man gehen, was scheint aus heutiger Sicht aussichtsreich?
Prof. Sandner, Geschäftsführender Direktor des Max-Born-Institut und Mitglied im Lenkungskreis optische Technologien für das 21. Jahrhundert, ging auf national erkannte Traditionen, Anwendungsgebiete, weltweite Marktchancen ein, auf Trends und nationale Förderstrategien und auf das Erfordernis, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Die Vorhersage aus dem Jahr 1998 zum weltweiten Umsatz auf dem Gebiet der Optischen Technologien, sei im Gegensatz zu traditionellen Technologiefeldern heute deutlich nach oben zu korrigieren. Die bisherigen Förderstrategien seien ab 2002 verstärkt auf KMU, Aus- und Weiterbildung und Ressourcenmanagement durch Vernetzung geprägt, also auf die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen. Im 6. EU-Rahmenprogramm seien Optische Technologien nicht explizit als Förderfeld genannt, was sich als hinderlich erweise.
Aus der Sicht des Unternehmens erläuterte F. Bayer, Geschäftsführer der Essilor GmbH, Marktchancen, die Essilor bewegen, in Rathenow zu produzieren. Er sieht Bedarfswachstum, wenngleich der Umsatz der Branche im Jahr 2004 rückläufig ist, v. a. durch Komfort-Entwicklung und veränderten Materialeinsatz.
Immer wieder wurde von den Teilnehmern des Forums betont, dass die Zusammenarbeit von Berlin und Brandenburg beim Einsatz der neuen Technologie für sinnvoll erachtet wird. Prof. Langhoff (IfG GmbH), Dr. Wedell (IAP), Dr. Schneider (BESSY GmbH) kamen von Berlin. Sie haben angeboten, einige Felder zu analysieren, wo sich Brillen-Optik, Mikroskopietechnik, dazugehöriger Gerätebau und Materialien sowie UV- und Röntgentechnik technologisch ergänzen können. Prof. Langhoff ermunterte die Rathenower auf Grund eigener Betriebserfahrung, Roadmaps zu erstellen mit denen Handlungsempfehlungen für einen Zeithorizont von fünf Jahren festgeschrieben werden. Herr Mertens (Optotec GmbH) und Herr Poschmann (Kompetenznetz Optik Rathenow) stellten fest, dass hartnäckige Geduld aufgebracht werden muss und viele kleine Schritte notwendig sind, um Innovationen in Produkten und in Leistungen der Rathenower umzusetzen.
http://www.innovationsforum-optik-rathenow.de
Reden:
Staatssekretär Dr. C. Wolfgang Vogel, Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg
Märkische Allgemeine: Optische Industrie tagt in Rathenow
Maerkische Allgemeine.de: Forum "Perspektiven der Optik"
Maerkische Allgemeine: OpTecBB bringt sich ein – Zum Innovationsforum „ Neue Perspektiven der Optikindustrie“
Es gibt ihn: den Aufschwung Ost
Rathenows optische Industrie lag am Boden - heute kommt jede zweite Brillevon dort
Der Tagesspiegel, 16.4.2004
Komponenten für Glasfaserkommunikationsnetze
Berliner Verbundprojekt von HHI mit MergeOptics GmbH, u2t photonics AG und Lumics GmbH
BerliNews, 15. 3. 2004 - IP8723
"Jahrhundert des Photons"
Interview mit Prof. Thomas Elsässer (MBI) über Forschung und Anwendung optischer Technologien
BerliNews, 6. 3. 2004 - WN1894
Wie Forschung in den Markt kommt
Das Beispiel der Adlershofer Laserfirma Eagleyard Photonics
BerliNews, 4. 3. 2004 - WN1886b
"Berlin leuchtet"
OptecBB mit einem neuen Schwerpunkt im Bereich der Lichttechnik
BerliNews, 12. 12. 2003 - ON169
Berichte in BerliNews zum Thema Optische Technologien
ON227a
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