BerliNews
Institut für Personalmanagement
Onlinemagazin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft
Innovatives Bauen

Vom Parkhaus bis zur Schlossanlage

Der Liegenschaftsfonds Berlin verkaufte 2004 erfolgreich Immobilien

--------------------------------------------------------------------------------------------

Liegenschaftsfonds Berlin - Pressemitteilung vom 12.01.2005, 12:10 Uhr - auch hier zu lesen

ERLÖSERWARTUNG FÜR 2004 WEIT ÜBERTROFFEN

Neuausrichtung des Liegenschaftsfonds Berlin tritt 2005 in Kraft

Im vergangenen Jahr konnte der Liegenschaftsfonds Berlin die Einnahmeerwartungen des Landes Berlin übertreffen und führte an den Landeshaushalt eine Gesamtsumme von 189 Mio. EUR ab. Damit überschritt das Unternehmen das geplante Jahresergebnis um 34 Mio. EUR.

Unternehmensergebnisse des Jahres 2004
"Seit seiner Gründung im Jahr 2001 hat der Liegenschaftsfonds Berlin schon 630 Mio. EUR abgeführt", hielt Holger Lippmann, Geschäftsführer des Unternehmens, fest. Dazu trugen im vergangenen Jahr auch die 581 Grundstücke, mit einer Gesamtfläche von rd. 954.000 m² bei, für die der Liegenschaftsfonds Berlin neue Besitzer finden konnte. Insgesamt wurden ca. 189 Mio. EUR an den Landeshaushalt abgeführt. Portfolio reagiert auf den Markt Das Immobilienangebot des Liegenschaftsfonds hat sich über die letzten Jahre erheblich verändert. Kurzfristig vermarktbare Immobilien in innerstädtischer 1a Lage sind nur noch ein geringer Bestandteil des Angebotes. Im vergangenen Jahr konnten ausgefallene Immobilien, wie das ehemalige Schwimmbad in der Rudolf-Seiffert-Straße, die Townhouses - ein neues innerstädtisches Wohnprojekt auf dem Friedrichswerder in Berlin Mitte - oder auch das lange Zeit leer stehende, traditionsreiche Berliner Ausflugslokal "Eierschale" in Dahlem, erfolgreich veräußert werden. Für den Müggelturm wurde eine Option vergeben.

Erwartungen für das Geschäftsjahr 2005
Dem sich wandelnden Portfolio und dem Berliner Immobilienmarkt geschuldet ist die konservative Erlösprognose für 2005. So wird für das kommende Jahr mit einem Beurkundungsvolumen von rd. 84 Mio. EUR gerechnet, die Nettoerlöse aus Bewirtschaftung werden mit ca. 25 Mio. EUR eingeplant. Insgesamt werden Abführungen in Höhe von 109 Mio. EUR an den Landeshaushalt Berlin erwartet. Neuausrichtung des Liegenschaftsfonds Berlin Um dauerhaft erfolgreich arbeiten zu können und für den Landeshaushalt entsprechende Verkaufserlöse zu realisieren, wird der Aktionsradius des Liegenschaftsfonds Berlin mit Beginn des neuen Jahres erheblich vergrößert. Diese Kompetenzerweiterung wurde durch das Abgeordnetenhaus von Berlin im November 2004 in einem breiten parlamentarischen Konsens beschlossen. Schwerpunkte sind Verfahrensbeschleunigung bei der Übertragung vermarktungsfähiger Immobilien auf den Liegenschaftsfonds Berlin, die Ermöglichung einer Zwischennutzung leer stehender Objekte durch gemeinnützige oder förderungswürdige Vorhaben sowie die marktgerechte Preisfindung über ein offenes Bieterverfahren.

Ausblick auf das Vermarktungsgeschäft 2005
"Durch die Neuausrichtung wird der Liegenschaftsfonds endgültig der umfassendste Immobilienbesitzer und Vermarkter Berlins", so Susanne Klabe, Vertriebsleiterin. Wie Klabe weiter festhielt, wird sich das Angebot des Liegenschaftsfonds Berlin bis zum Ende des Jahres auf ca. 8 000 bebaute und unbebaute Flächen aller Preiskategorien in und um Berlin erweitern. Den Verkaufsauftakt bildet 2005 das Ende Januar beginnende Ausschreibungs- und Bieterverfahren für das Oskar-Helene-Heim, ein städtischer Klinikkomplex mit fast 100-jähriger Geschichte. Besonders erwähnenswert sind auch die Objekte in Berlin-Buch, die derzeit zum Verkauf stehen. Dieser Standort genießt international einen hervorragenden Ruf, z.B. im Bereich Biotechnologie. Auch das Schloss Lanke und die Schlossanlage Bogensee nördlich von Berlin, beide mit vielfältiger und interessanter Geschichte, sollen in diesem Jahr neue Besitzer finden.

LIEGENSCHAFTSFONDS BERLIN ERHÄLT DURCH KOMPETENZERWEITERUNG GRÖßEREN VERMARKTUNGSSPIELRAUM

Immobilienangebot des landeseigenen Unternehmens wird sich bis Ende 2005 von aktuell 5 015 auf rund 8 000 Liegenschaften vergrößern

Im Jahr 2005 wird sich der Handlungsspielraum des Liegenschaftsfonds Berlin beim Verkauf und der Bewirtschaftung landeseigener Immobilien erheblich erweitern. Schwerpunkte der durch den Senat überarbeiteten Rahmenbedingungen für das Unternehmen sind dabei die Übertragung aller vermarktbaren Grundstücke aus dem Besitz der Bezirke bzw. des Landes an den Liegenschaftsfonds Berlin, die flexiblere Wertermittlung, die Grundstücksqualifizierung sowie die Zwischennutzung der Immobilien, die nicht kurzfristig vermarktbar sind. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 hat sich sowohl der Berliner Immobilienmarkt als auch das Portfolio des Liegenschaftsfonds Berlin erheblich verändert.

Kurzfristig vermarktbare Objekte stehen in den nächsten Jahren immer seltener zur Verfügung, entsprechend geringer drohen die Abführungen aus den Verkaufserlösen an den Landeshaushalt zu werden. Das Land Berlin hat deshalb in einem breiten parlamentarischen Konsens den Aktionsradius des Liegenschaftsfonds Berlin erweitert. "Der Liegenschaftsfonds Berlin hat immer wieder erfolgreich unter Beweis gestellt, dass er nicht nur Rosinen, sondern auch schwer vermarktbare Immobilien erfolgreich im Auftrag des Landes Berlin veräußern kann, wie die Anzahl von 581 verkauften Grundstücken im letzten Jahr eindrucksvoll beweist", so Hubert Schulte, Staatssekretär für Finanzen, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens ist.

"Mit der Neuausrichtung können wir den Interessenten jetzt ein großes Potential von zusätzlichen Grundstücken anbieten und noch flexibler auf die Anforderungen des Marktes reagieren." Übertragung aller vermarktbaren Grundstücke aus dem Finanz- und Fachvermögen Das Immobilienvolumen des Liegenschaftsfonds Berlin wird sich durch die Umsetzung der Neukonzeption bis Ende des Jahres von derzeit 5 015 Grundstücken um rund 3 000 Objekte auf ca. 8 000 erheblich erweitern. Übertragen werden alle vermarktbaren Grundstücke, die Berlin nicht mehr für die Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben benötigt, wie leer stehende Kindertagesstätten, Schulen oder Freiflächen.

Flexible Wertermittlung
Eine wesentliche Neuerung ist der Entwicklung des Immobilienmarktes geschuldet. Die bisherige Wertermittlung eines Grundstückes durch ein Sachverständigengutachten entspricht nur noch bedingt der Angebots- und Nachfragesituation des Marktes. Deshalb wird der Liegenschaftsfonds Berlin verstärkt Grundstückswerte durch Bieterverfahren - national wie international - ermitteln. Dadurch wird eine marktgerechte Korrektur in der Wertermittlung vorgenommen, die u.a. das veränderte Investitionsklima seit Basel II berücksichtigt.

Grundstücksqualifizierung
Eine wesentliche Dienstleistungserweiterung in Richtung potenzieller Investoren und Bezirke zugleich ist, dass der Liegenschaftsfonds Berlin als kommunaler Immobilienanbieter nachfrageorientiert vorbereitende Grundstücksqualifizierungen unterstützt. Hierzu der Geschäftsführer Holger Lippmann: "Wenn es eine konkrete Flächennachfrage am Markt gibt oder sich ein Investor für ein bestimmtes Objekt aus unserem Angebot interessiert, leisten wir gezielt und abgestimmt planerische Vorarbeiten, um dadurch den Bezirk zu unterstützen, schneller Baurecht zu gewähren und einen potenziellen Verkauf zu beschleunigen."

Zwischennutzung
Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, mittelfristig vermarktbare Immobilien bis zum Verkaufszeitpunkt förderungswürdigen oder gemeinnützigen Vorhaben zur Zwischennutzung anzubieten. Susanne Klabe, Vertriebsleiterin beim Liegenschaftsfonds Berlin, hierzu: "Zwischennutzungen haben für den Liegenschaftsfonds deutlich wirtschaftliche Effekte. Sie verhindern Vandalismus und Wertverlust einer Immobilie und verbessern unser wirtschaftliches Ergebnis, da der Zwischennutzer die Betriebs- und Unterhaltskosten trägt."

Erlösperspektiven für die nächsten Jahre
Die Umsetzung dieser vier Schwerpunkte wird die Hauptaufgabe des Liegenschaftsfonds Berlin in 2005 sein. In den nächsten Wochen werden die ermittelten Grundstücke bei den einzelnen Bezirken angemeldet und mit ihnen abgestimmt. Ende des ersten Halbjahres rechnet das Unternehmen mit der Nachbestückung der ersten Grundstückstranchen nach den neuen Kriterien. Bei reibungsloser Übertragung ist davon auszugehen, dass sich das bisherige Immobilienvolumen des Liegenschaftsfonds Berlin auf ca. 8 000 Liegenschaften erheblich vergrößern wird. Durch die Neukonzeption erwartet das Land bis 2009 ein zusätzliches Beurkundungsvolumen von rund 400 Mio. EUR.

Vielfältige Aufgaben
Der Liegenschaftsfonds Berlin offeriert sukzessive das komplette Immobilienangebot des Landes Berlin - aktuell rund 5.015 bebaute und unbebaute Objekte - schafft klare Rahmenbedingungen, beseitigt Vermarktungshemmnisse und prüft kontinuierlich neue Immobilien auf ihre Vermarktungsfähigkeit. Der direkte Draht des Liegenschaftsfonds zur Berliner Verwaltung hält zudem die Genehmigungsverfahren kurz. Ein Service, von dem vor allem komplexe Investitionsvorhaben profitieren. Der Fonds übernimmt als Dienstleistung auch die Bewertung der Grundstücke, klärt Anfragen zum Baurecht, zu Nutzungsmöglichkeiten und Standortfragen und öffnet die Türen zu den Planungsämtern der Bezirke und den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung oder Wirtschaft.

Das umfangreiche Angebot des Liegenschaftsfonds und seiner Dienstleistungen ist unter www.liegenschaftsfonds.de online abrufbar. Verantwortung in und für Berlin Der Liegenschaftsfonds ist nicht nur zentraler Ansprechpartner für Investoren, seine Aufgaben gehen noch weiter. Die treuhänderische Verantwortung gegenüber dem Land und den Einwohnern Berlins bestimmen sein Handeln. Bei der Vergabe von Immobilien ist daher die Stimmigkeit des Finanzierungskonzeptes der Investoren nur ein Kriterium. Kritisch und konstruktiv setzt sich der Liegenschaftsfonds Berlin mit den Nutzungskonzepten und der Verträglichkeit für das gewachsene Umfeld auseinander. Er vollzieht somit den Spagat zwischen seiner wirtschaftlichen Verantwortung für den monetären Zufluss in die Haushaltskasse des Landes und der Einhaltung stadtentwicklungspolitischer und wirtschaftspolitischer Verpflichtungen.

Was ist Basel II

Basel II steht für die überarbeiteten Eigenkapitalrichtlinien, die den geltenden Baseler Akkord von 1988 (Basel I) im Jahr 2005 ersetzen sollen. Dieses Regelwerk, das vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht erarbeitet wurde, setzt die Mindestkapitalausstattung eines Kreditinstituts mit acht Prozent fest. Hintergrund der Neuregelung: Ökonomische Risiken - Kreditausfallrisiko - der Banken werden nur ungenau abgebildet. Die internationalen Finanzkrisen in jüngster Vergangenheit haben die Notwendigkeit solider bankenaufsichtlicher Regelungen verdeutlicht.

Weitere Informationen unter www.deutscher-verband.org

Rückfragen: Anette Mischler, Telefon: 22 33 66 93

http://www.liegenschaftsfonds.de

Berlin verkauft erfolgreich Grundstücke
Finanzsenator nahm 189 Millionen Euro ein
Der Tagesspiegel, 13.1.2005

Berlin verkauft seine Schlösser
Liegenschaftsfonds erwirtschaftete im vergangenen Jahr 189 Millionen Euro für die Landeskasse
Berliner Zeitung, 13.1.2005

Neuordnung des Liegenschaftsfonds
CDU: Senat beschließt ein Déjà vu - oder: BLEG, die zweite
BerliNews, 17. 9. 2003 - UN-1115

Seiten in BerliNews zum Thema Innovatives Bauen und Architektur

WIR EMPFEHLEN:

UN1551

2986 Seitenabrufe seit dem 09.08.2007