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Armut macht krank

Gesundheitsbericht Berlin 2003/2004 vorgestellt - Prävention steht im Zentrum

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Basisbericht 2003/2004 - Kurzfassung
(Download der PDF-Datei, ab Acrobat Reader 5.0, ca. 0,9 MB)

Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz - Pressemitteilung vom 26.01.2005, 11:30 Uhr - auch hier zu lesen

VORSTELLUNG DES GESUNDHEITSBERICHTES 2003/2004: BERLINER GESUNDHEITS- UND SOZIALPOLITIK STELLT ZIELGERICHTETE PRÄVENTIONSARBEIT INS ZENTRUM

Die Daten des Gesundheitsberichts 2003/2004 belegen es erneut - Berlin verfügt über eine ambulante und stationäre Versorgungsstruktur auf hohem Niveau. Das geht aus dem Basisbericht zur gesundheitlichen und sozialen Lage der Hauptstädter hervor, den die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner heute vorstellte.

Die Berliner Bevölkerung wird älter. Dieser demografische Wandel als Ergebnis von Bevölkerungsrückgang und steigender Lebenserwartung wird in vielen Wirtschaftsbereichen zu weitreichenden Veränderungen führen. Auch im Gesundheitsbereich sind entsprechend veränderte Strukturen und Leistungsressourcen zu planen.
Die Daten des Gesundheitsberichts zeigen gleichzeitig, dass die soziale und die gesundheitliche Lage der Berliner Bevölkerung wechselseitig zusammenhängen und einander beeinflussen.

Eine schlechte soziale Lage und eine geringe Bildung führen - statistisch betrachtet - zu einem schlechteren Gesundheitszustand. Insbesondere vermeidbare Todesfälle z. B. als Folge von Übergewicht, Rauchen und Alkoholmissbrauch werden in Bezirken mit niedrigem Sozialindex häufiger registriert. Auch die Lebenserwartung in ärmeren Stadtquartieren unterscheidet sich klar von denen in bessergestellten.

Deutlich wird damit gleichzeitig das hohe präventive Interventionspotenzial. Denn auch die bestehenden Vorsorgeangebote werden hauptsächlich von besser gebildeten bzw. im Arbeitsprozess stehenden Menschen genutzt.

Die Senatorin betont: "Ins Zentrum unserer Gesundheits- und Sozialpolitik rücken wir deshalb die sozialkompensatorische Präventionsarbeit. Wir brauchen in Berlin keine Ausweitung der Behandlungskapazitäten, sondern Angebote und Hilfestellungen, die die Betroffenen wirklich erreichen. Das Präventionsgesetz auf Bundesebene bietet dafür gute Ansätze und nicht zuletzt Mittel, die für Setting-Ansätze auf landes- und kommunaler Ebene zur Verfügung gestellt werden. Damit können Maßnahmen gefördert werden, die von der Lebenslage Betroffener ausgehen und versuchen, ihr ganzes Lebensumfeld in den Blick zu nehmen. Auch bei der Modernisierung und Umgestaltung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes werden wir uns auf seine sozialkompensatorische Ausrichtung konzentrieren. Der evidente Zusammenhang von sozialer und gesundheitlicher Lage spiegelt sich wider in einer integrierten Gesundheits- und Sozialpolitik, die sich an verabredeten Gesundheits- und Sozialzielen orientiert.

Mit der Berliner Landesgesundheitskonferenz hat sich Berlin eine Plattform geschaffen, auf der sich die unterschiedlichen Akteure der Stadt zu Problemen der Gesundheitspolitik verständigen und Lösungsstrategien entwickeln werden. Hier werden wir gemeinsam qualitätsgesicherte Aktivitäten zur Gesundheitsförderung und Prävention initiieren, koordinieren und publizieren sowie vorrangige Gesundheitsziele für Berlin definieren. Durch die Beteiligung verschiedener Senatsverwaltungen, der Bezirke, der Krankenkassen, des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Stadtteilzentren, des Quartiersmanagements, der Verbände der freien Wohlfahrtspflege sowie weiterer Akteure wird das große Ziel einer integrierten Versorgung besser erreicht", erklärt Senatorin Dr. Knake-Werner.

Der Basisbericht 2003/2004 der Gesundheitsberichterstattung Berlin steht in Kurz- und Langfassung im Internet unter http://www.berlin.de/sengsv

Rückfragen: Roswitha Steinbrenner, Telefon: 9028-2743

http://www.berlin.de/sengessozv/statistik/index.html

Basisbericht 2003/2004
Der Basisbericht stellt eine breite Datengrundlage sowie kommentierende Texte zum Gesundheitszustand der Bevölkerung und zum Gesundheitswesen in Berlin zur Verfügung. Der Aufbau des Berichts entspricht dem Indikatorensatz für die Gesundheitsberichterstattung der Länder, der von der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden im Mai 2003 in überarbeiteter Fassung beschlossen wurde. Zu den Themenfeldern gehören u. a. bevölkerungsspezifische Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems, Morbidität und Mortalität, gesundheitsrelevante Verhaltensweisen, Inanspruchnahme von Leistungen der Gesundheitsförderung und versorgung sowie Einrichtungen, Beschäftigte, Finanzierung und Kosten im Gesundheitswesen. Der Bericht erlaubt nicht nur die Bewertung der Berliner Situation und der Bezirke seit 1991, sondern bietet mit Daten anderer Länder und Großstädte auch nationale und internationale Vergleichsmöglichkeiten. Der Auftrag zur jährlichen Gesundheitsberichterstattung ist in Berlin gesetzlich geregelt

Basisbericht 2003/2004 (PDF-Datei, ab Acrobat Reader 5.0, ca. 5 MB) per Mail nach Anforderung

Basisbericht 2003/2004 - Kurzfassung
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Weitere Infos: Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz
Oranienstr. 106, 10969 Berlin
Ansprechpartner: Hr. Prof. Dr. Meinlschmidt
Tel.: (030) 9028 2660, Fax: (030) 9028 2067


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