EXIST-SEED in Berlin
TCC-Interview mit Madeleine Krauss vom Projektträger Jülich über Existenzgründungen aus Hochschulen
--------------------------------------------------------------------------------------------
Aus TCC Report Nr. 20 - 1/2005 - auch hier zu lesen
Startschuss für das bundesweite EXIST-SEED-Programm

Am 1. Januar 2005 fiel der Startschuss für die bundesweite Ausweitung des EXIST-SEEDProgramms zur direkten Unterstützung von Gründungen aus Hochschulen. Ziel des durch das BMBF und aus ESF-Mitteln finanzierten Programms ist es, eine "Kultur unternehmerischer Selbstständigkeit" an Hochschulen zu etablieren und wissenschaftliche Forschungsergebnisse in die wirtschaftliche Wertschöpfung zu überführen. Die EXIST-Förderung basiert dabei auf einem exklusiven Netzwerk aus Hochschulen und verschiedenen Förder- und Beratungsinstitutionen, von denen das TCC (wie auch die IPAL) ein Partner dieses Fördernetzwerkes in Berlin ist.
Frage: Welche Voraussetzungen müssen
für eine EXIST-SEED-Förderung
erfüllt werden und wer wird gefördert?
Frau Krauss: Gefördert werden
innovative technologieorientierte
Produkt- bzw. Dienstleistungsentwicklungen,
die auf wissenschaftlich-
technischen Ideen oder Forschungsergebnissen
basieren. Die
Bewerber/innen können sowohl
Studierende, Absolventen (bis drei
Jahre nach Abschluss bzw. Ausscheiden
an der Hochschule) und
wissenschaftliche Mitarbeiter sein.
Foto: V.l.n.r.: Madeleine Krauss (Projektträger Jülich) und Gabriele Gruber (TCC)
stärken mit EXIST-SEED die Hochschulgründungen aus Berlin!
Fotoquelle: Sylvia Schießer / TCC
Was ist das Besondere an der
EXIST-SEED-Förderung?
Frau Krauss: Gründungswillige
erhalten die Förderung bereits in
der Vorgründungsphase, in der es
keine externen Kapitalgeber gibt,
so dass persönliche und finanzielle
Risiken gemindert werden.
EXIST-SEED sichert für maximal
ein Jahr den Lebensunterhalt der werdenden Gründer/innen, so
dass sich diese ganz der Ausarbeitung
ihrer Geschäftsidee widmen
können. Außerdem ist es
verpflichtend, an Coaching-Angeboten
teilzunehmen, bei denen
v. a. Fragen der Vermarktung im
Zentrum stehen. Nach ca. einem
halben Jahr Förderung wird in einem
Gruppen-Assessment-Center
präsentiert, wo die Gründer/innen
ihre Ideen "verkaufen" und ein
Feedback zu ihrer Unternehmerpersönlichkeit
bekommen.
Wie läuft die Förderung ab?
Frau Krauss: EXIST-SEED wird
als Projektförderung durch den
Projektträger Jülich (PTJ) / BMBF
gewährt. Wir helfen bei der Beratung
zur Antragstellung und bewerten
die Ideenskizzen. Die Erstberatung
leisten die Ansprechpartner
der jeweiligen Hochschule,
die Antragsteller und Empfänger
der Fördermittel ist. Mit der
Hochschule wird ein befristeter
SEED-bezogener Arbeitsvertrag
für 1 Jahr geschlossen. Auf dieser Grundlage stellt die Hochschule
dem Gründer/der Gründerin
einen Mentor, einen Arbeitsplatz
und die kostenfreie Nutzung
der Infrastruktur zur Verfügung.
Außerdem fördert EXIST-SEED
die Entwicklung unternehmerischer
Fähigkeiten, indem zusätzliche
Mittel für Coaching und Beratung
sowie Sachmittel zur Verfügung
gestellt werden.
Welchen Part übernimmt hierbei
das Technologie Coaching Center?
Frau Krauss: Das TCC offeriert
allen EXIST-SEED-Geförderten
das vollständige Beratungs- und
Seminarangebot zur erfolgreichen
Entwicklung ihrer Geschäftsidee.
Zur Verfügung steht das qualifizierte
Know-How von 40 TCC-Coaches
zu allen Fragen der Unternehmensgründung:
Dazu stellt
das TCC den Gründungswilligen
einen Coach zur Seite, der bei betriebswirtschaftlichen
Fragen, wie
z.B. Marketing, Finanzierung und
Vertrieb sowie bei organisatorischen
und technologischen Überlegungen
unterstützend zur Seite
steht. Zusätzlich zum Coaching
können die Geförderten das umfangreiche
Seminar- und Workshop-
Programm des TCC in den
Bereichen Betriebswirtschaft, Organisation,
Recht und Softskills
nutzen.
Informationen erhalten Sie unter:
www.exist.de
oder Forschungszentrum Jülich GmbH, Projektträger Jülich (PTJ) , m.krauss@fz-juelich.de - www.fz-juelich.de/ptj
oder beim Technologie Coaching Center: info@tcc-berlin.de - www.tcc-berlin.de
Beachten Sie auch diese Seiten auf BerliNews:
Silicon Radar, Mediber, Cube Seven
Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) 2005: Die Besten der ersten Stufe im Filmpark Babelsberg in Potsdam gekürt
BerliNews, 25.2.2005 - GN2566
WIR EMPFEHLEN:
GN2567b
1956 Seitenabrufe seit dem 09.08.2007







