Effizientere Vernetzung
Beirat "Wissens- und Technologietransfer" berät die Brandenburger Landesregierung
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Presseinformation vom 22.04.2005 - auch hier zu lesen
Ministerpräsident Matthias Platzeck hat heute einen hochkarätig besetzten Beirat "Wissens- und Technologietransfer" berufen. Dieser wird die Landesregierung künftig in den für Brandenburg wichtigen Fragen der Innovationspolitik beraten.
Hintergrund der Initiative ist die Überzeugung, dass der Wissens- und Technologietransfer das wichtigste Feld ist, auf dem Brandenburg sich den Herausforderungen hoher Arbeitslosigkeit, der demografischen Entwicklung und sinkender finanzieller Transferleistungen zu stellen hat. Platzeck will dabei die Bereiche Schule/Erstausbildung; Aus-, Fort- und Weiterbildung, Hochschule/Wissenschaft und Wirtschaft/Unternehmen sowie deren effizientere Vernetzung miteinander als Schwerpunktthemen behandelt wissen. Entscheidend seien die Schnittstellen dieser Bereiche, sagte er vor den Beiratsmitgliedern.
Als Beispielfragen, denen der Beirat nachgehen müsse, nannte er die Vorbereitung von Schülern und Azubis auf das, was in den Firmen gebraucht wird; das Problem der Profilierung der brandenburgischen Hochschulen, die sich dem internationalen Wettbewerb stellen müssen oder die Frage der praxisnahen Lehre. Weiter verwies er auf die Anstrengungen in den Verwaltungen für verbesserte Rahmenbedingungen der Wirtschaft. Platzeck erhofft sich neue Impulse für den angeschobenen Bürokratieabbau im Land. Auch das Problem einer stärkeren Unterstützung der Brandenburg prägenden Klein- und Mittelunternehmen will Platzeck zum Thema im Beirat machen.
Dem Beirat gehören an der Rektor der Potsdamer Universität, Prof. Wolfgang Loschelder; der Wissenschaftliche Vorstand des Geoforschungszentrums Potsdam, Prof. Rolf Emmermann, Prof. Andrea Gröppel-Klein von der Europa-Universität Frankfurt (Oder), der Vorsitzende des Brandenburgischen Landeshochschulrates, Prof. Johannes Schneider, der Direktor des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung, Dr. Ulrich Buller, Prof. Christoph Egbers vom Institut für Verkehrstechnik der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, Berater Prof. Roland Berger; der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg, Klaus-Dieter Teufel, der Geschäftsführer von PCK Schwedt, Dr. Klaus Niemann, das Vorstandsmitglied von Vattenfall Europe Mining, Cottbus, Reinhardt Hassa,Dr. Helmut Richter von Rolls Royce Deutschland, Dahlewitz, und Dr. Kai Desinger, Vorstandsvorsitzender der Celon AG.
Lausitzer Rundschau, 23. April 2005
Platzeck beruft Beirat für Wissenstransfer
Land befördert Praxisbezug von Bildung
Die Landesregierung strebt einen stärkeren Praxisbezug der Bildung und eine bessere Nutzung wissenschaftlicher Potenziale durch die Wirtschaft an.
Dafür hat Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) jetzt einen zwölfköpfigen Beirat "Wissen- und Technologietransfer" berufen. Die Wissenschaftler und Unternehmen sollen sich drei bis vier Mal jährlich treffen, sagte Platzeck gestern nach einer ersten Zusammenkunft mit den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. In die Diskussion mit dem Beirat seien die Ministerin Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft ständig eingebunden.
Die Abwanderung von jährlich etwa 20 000 jungen Menschen und eine Arbeitslosigkeit von annähernd 20 Prozent zeigten, "dass man noch nicht in allen Fragen den Stein der Weisen gefunden hat", betonte Platzeck. So werde zum Beispiel erörtert, ob die Vorbereitung von Schülern und Auszubildenden den Ansprüchen der Wirtschaft genügten.
Bei den brandenburgischen Hochschulen stelle sich die Frage nach einer praxisnahen Lehre. Auch müsse das wissenschaftliche Potenzial von Unternehmen vor Ort mehr genutzt werden. Es dürfe nicht sein, dass vom Land Innovationspreise verliehen werden, Unternehmen dann aber mit ihrem Wissen in andere Länder abwandern.
Märkische Oder Zeitung, 23. April 2005
Platzeck beruft Beirat zum Wissens- und Technologietransfer ein Potsdam
Auszug:
Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) unterstrich, der Beirat habe das Ziel, das Land weiter zu profilieren. Seine Mitglieder stünden für den bisherigen Erfolgsweg Brandenburgs.
Laut Platzeck muss zum Beispiel aber "noch klarer" herausgefunden werden, wie die Bildungsinhalte den Anforderungen moderner Unternehmen besser entsprechen können. Zudem müssten sich Forschungsergebnisse von Hochschulen "mehr als bisher" in Wertschöpfung und neuen Arbeitsplätzen niederschlagen. Auch die demografische Entwicklung und die sinkenden finanziellen Transferleistungen stellten die Politik vor neue Herausforderungen. Das Bildungs-, Wirtschafts- und das Wissenschaftsministerium würden daher besonders eng mit dem Beirat kooperieren.
Platzeck betonte, die Expertenrunde komme bis zum Ende der Legislaturperiode 2009 drei bis vier Mal im Jahr zusammen. Für den 8. September sei das nächste Treffen ausgemacht worden. Dann gehe es um "Bildung in allen Facetten".
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Dr. Dr. h. c. Klaus-Heinrich Standke, Honorarprofessor an der Wirtschaftsuniversität Posen; Direktor für Wissenschaft und Technologie bei den Vereinten Nationen a.D., New York; ehem. Beigeordneter Generaldirektor der UNESCO, Paris; Mitglied des President's Council, New York Academy of Sciences; Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Wien.
Manfred Ronzheimer, Wissenschaftsjournalist, Herausgeber "BerliNews - Onlinemagazin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft"
Das komplette Papier hier zum Download:
Standke/Ronzheimer, Der Innovationsstandort Berlin (PDF)
(941 KB, 36 S.)
Teil I: Stärken und Schwächen des Wissenschaftsstandortes Berlin
Teil II Wirtschaftsstandort Berlin
Teil III Der Innovationsstandort Berlin
Teil IV Die internationale Dimension Berlins
Teil V Die Antwort auf die neuen Herausforderungen
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