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Medizin

Die Schlacht um Schering

Merck KGaA gibt Übernahmeangebot für Schering AG bekannt - Transaktionswert von 14,6 Mrd. Euro

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Das Milliardenangebot und der Abwehrkampf
Der Berliner Pharmakonzern Schering will sich gegen den Angreifer aus Darmstadt wehren. Investoren warten derweil auf eine höhere Offerte.
Der Tagesspiegel, 14.3.2006

"Die Zentrale muss in Berlin bleiben"
Bürgermeister Klaus Wowereit fürchtet negative Folgen für die Hauptstadt
Der Tagesspiegel, 14.3.2006

"Die Kombination macht keinen Sinn"
Während Merck die Synergieeffekte betont, sind viele Analysten skeptisch
Der Tagesspiegel, 14.3.2006

MERCK-CHRONIK: Reine Familiensache
Der Tagesspiegel, 14.3.2006

"Wir verhandeln nicht"
Der Berliner Pharmakonzern Schering hofft in seinem Kampf gegen den feindlichen Übernahmeversuch durch den Konkurrenten Merck auf Unterstützung der Allianz-Gruppe.
Berliner Zeitung, 14.3.2006

Konzerne mit langer Tradition
Schering: Der Berliner Pharmakonzern wurde 1851 von Ernst Schering gegründet. Heute ist Schering mit 24 600 Mitarbeitern, davon 6 000 in Berlin, der drittgrößte deutsche Pharmakonzer
Berliner Zeitung, 14.3.2006

Wie sich Schering wehren kann
Berliner Zeitung, 14.3.2006

Wowereit: Schering muss bleiben
Merck hält an Übernahme fest / Berlins Bürgermeister ist mit beiden Unternehmen im Gespräch
Der Tagesspiegel, 14.3.2006

Kampf um Schering - Berlin darf nicht verlieren (Kommentar)
Der Tagesspiegel, 14.3.2006

Bittere Pille für Berlin
Das Darmstädter Unternehmen Merck will den Pharmakonzern Schering schlucken. Grüne kritisieren den Übernahmeversuch. Beim einzigen DAX-Unternehmen der Stadt arbeiten 6.000 BerlinerInnen
taz, 14.3.2006

Die Schlacht um Schering: Feindliche Übernahme (Kommentar)
taz, 14.3.2006

Merck beharrt auf Übernahme
- Berliner Aufsichtsrat will Angebot ablehnen - Konkurrenten Novartis und Sanofi gelten auch als Interessenten
Berliner Morgenpost, 14.3.2006

"Es kann jeden treffen ..."
Mitarbeiter in Berlin befürchten Stellenabbau, wenn Merck zum Zuge kommt
Berliner Morgenpost, 14.3.2006

Wolf: Sitz von Schering muß in Berlin bleiben
Berlins Politiker reagierten mit mahnenden Appellen zugunsten der Bundeshauptstadt nach Bekanntwerden der Merck-Übernahmepläne.
Berliner Morgenpost, 14.3.2006

Schering-Aktie steigt um mehr als 26 Prozent und stützt den Dax
Berliner Morgenpost, 14.3.2006


Pressemitteilung Merck KGaA zum öffentlichen Übernahmeangebot - 13.03.2006 - auch hier zu lesen

Merck KGaA gibt Übernahmeangebot für Schering AG bekannt

- Die Transaktion soll ein bedeutendes globales Pharma- und Chemieunternehmen schaffen
- Barangebot in Höhe von 77 Euro pro Schering-Aktie entspricht einem Transaktionswert von 14,6 Mrd. Euro

Darmstadt, 13. März 2006 - Die Merck KGaA hat heute die Entscheidung bekannt gegeben, den Aktionären der Schering AG ein öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten, um die beiden Unternehmen zusammenzuschließen und so ein bedeutendes globales Pharma- und Chemieunternehmen mit einem Pro-forma- Jahresumsatz 2005 von 11,2 Mrd. Euro zu schaffen.

Merck wird 77 Euro pro Schering-Aktie oder ADS (American Depositary Share) in bar anbieten, was einen Transaktionswert von 14,6 Mrd. darstellt. Dieses Angebot entspricht einer Prämie von 35 Prozent bezogen auf den unbeeinflussten durchschnittlichen Aktienkurs der letzten 3 Monate und 24 Prozent gegenüber dem letzten unbeeinflussten Aktienkurs.

"Dies ist ein idealer Zusammenschluss für beide Unternehmen", sagte Michael Römer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA. "Er ermöglicht beiden Unternehmen einen Quantensprung, noch wettbewerbsfähiger zu werden und sich in der weltweit konsolidierenden Pharmabranche weiterhin erfolgreich zu entwickeln. Wir möchten auf den sich ergänzenden Stärken beider Unternehmen aufbauen und glauben, dass wir durch den Zusammenschluss der Unternehmen eine wettbewerbsfähigere globale Plattform für weiteres nachhaltiges und profitables Wachstum schaffen werden - durch Bündelung der Ressourcen und stärkeren Fokus auf Forschung und Entwicklung, durch ein größeres und ausgewogeneres Portfolio in den Therapiegebieten und durch eine größere geographische Reichweite."

Michael Römer weiter: "Wir haben den Vorstandsvorsitzenden und den Aufsichtsratsvorsitzenden von Schering über unsere Absicht informiert und hoffen, dass Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären die Annahme unseres Angebots empfehlen werden. Unabhängig von der Empfehlung des Vorstands liegt die Entscheidung zur Annahme des Angebots bei den Aktionären von Schering. Wir sind überzeugt, dass die Aktionäre dieses Angebot, das ihnen eine signifikante Prämie mit Preissicherheit bietet, als attraktiv ansehen werden."

E. Merck OHG plant 1 Mrd. Euro zu investieren
Jon Baumhauer, Vorsitzender des Merck Familienrates, erläutert: "Wir stehen voll und ganz hinter dieser Transaktion. Sie ist der richtige Schritt zur richtigen Zeit, weil sie auf dem bisher Erreichten aufbaut und die Wachstumsaussichten beider Unternehmen verbessert. Deshalb beabsichtigt die E. Merck OHG, sich mit einem zusätzlichen Eigenkapitalbeitrag von 1 Mrd. Euro zu beteiligen."

Deutlicher Zuwachs und optimale Größe im ethischen Pharmageschäft verbessern die Wettbewerbsposition
Mit einem kombinierten Umsatz von 5,6 Mrd. Euro im Geschäft mit innovativen patentgeschützten Arzneimitteln 2005 und einem kombinierten Forschungs- und Entwicklungs-Budget von 1,3 Mrd. Euro würde das zusammengeschlossene Unternehmen über größere Ressourcen zur Verbesserung der Wettbewerbsposition verfügen und sich gleichzeitig auf Nischen- bzw. spezialisierte Märkte konzentrieren können. Die gestärkte F&E-Pipeline der beiden Unternehmen wird zusammen mehr als 30 Projekte in der klinischen Entwicklung umfassen, 15 davon befinden sich im Entwicklungsstadium Phase III oder sind eingereicht. Es wird erwartet, dass das höhere Budget für F&E und die erweiterte Produkt-Pipeline die Wahrscheinlichkeit für die Zulassung der Arzneimittel erhöhen wird und sie dadurch schneller auf den Markt bringen zu können. Gemeinsam verfügen die beiden Unternehmen auch über die Vertriebsreichweite, um diese neuen Produkte erfolgreich in den zwei größten Märkten der Welt, USA und Japan, einzuführen. Schließlich wäre das neue gemeinsame ethische Geschäft ein attraktiverer Entwicklung- und Vermarktungspartner, wodurch sich die Position im Wettbewerb um attraktive Lizenzprodukte verbessert.

Onkologie wird künftig bedeutender Wachstumstreiber des ethischen Geschäfts
Der Zusammenschluss wird zwei Onkologie-Geschäfte zusammenbringen, die sich sehr gut ergänzen und aufgrund von Mercks erfolgreichem Produkt Erbitux® kurzfristig erhebliches Wachstumspotenzial besitzen. Die Einführung von neuen Produkten aus der starken kombinierten Onkologie-Pipeline können von der erweiterten globalen Vertriebs- und Marketingplattform profitieren. Scherings führender Bereich Gynäkologie und Andrologie, zu dem auch das weltweit führende Verhütungsmittel Yasmin® gehört, wird dem kombinierten Pharmageschäft ein beständiges Umsatzwachstum und die Einführung neuer Produkte ermöglichen. Die beiden Unternehmen werden zusammen auch in der Lage sein, einen neuen Therapiebereich Zentrales Nervensystem aufzubauen. Basis dafür sind Scherings Spitzen-Produkt Betaferon® zur Behandlung von Multipler Sklerose und die mögliche Markteinführung des in Phase III befindlichen Merck-Präparats zur Behandlung von Parkinson-Patienten, Sarizotan.

Strategie der "fokussierten Diversifikation" bleibt ein Wettbewerbsvorteil
Mercks erfolgreiches Geschäftsmodell, in beiden Märkten - Pharma und Chemie - aktiv zu sein, wird durch den Zusammenschluss gestärkt. Die Konzentration auf Innovationen in Nischenmärkten/spezialisierten Märkten und die Bereitschaft, kontinuierlich in Bereiche mit hohen Wachstumsaussichten zu investieren, ermöglicht den zusammengeschlossenen Unternehmen nachhaltiges Wachstum. Durch das sehr erfolgreiche Flüssigkristall-Geschäft und ein Portfolio von weiteren Geschäftsbereichen mit stabilem Cashflow sollte das zusammengeschlossene Unternehmen in der Lage sein, in eine viel versprechende Pipeline zu investieren, die schließlich Gewinne von Erbitux und anderen innovativen Pharma-Produkten erwirtschaften.

Deutliche Wertsteigerung erwartet; 500 Millionen Euro Synergiepotential
Der Zusammenschluss wird voraussichtlich zu einer deutlichen Wertsteigerung für die Aktionäre führen, da er die Möglichkeiten für beschleunigtes Wachstum durch eine verstärkte F&E-Plattform sowie Marketing- und Sales-Kapazitäten schafft. Darüber hinaus rechnet Merck nach ersten, vorläufigen Schätzungen mit einem Synergiepotential rund 500 Millionen Euro pro Jahr, die ab 2009 in voller Höhe erreicht werden sollen.
Merck erwartet, dass sich die Transaktion positiv auf den adjustierten Gewinn pro Aktie (vor transaktionsbezogenen Kosten und einmaligen Restrukturierungskosten) auswirken wird; bezogen auf das Jahr 2005 erhöht sich das pro-forma adjustierte Ergebnis je Aktie durch die Transaktion um mehr als 10%, noch vor Berücksichtigung von Synergien.

Solide Finanzsituation
Das Übernahmeangebot wird zunächst durch bestehende Barmittel sowie eine durch Bear Stearns, Deutsche Bank und Goldman Sachs zur Verfügung gestellte Kreditlinie zwischenfinanziert. Der Gesamtbetrag in Höhe von 14,6 Mrd. Euro wird später durch eine Kombination von Eigen- und Fremdkapital- bzw. Hybridkapitalinstrumenten refinanziert. Die Kapitalerhöhung soll nach dem Abschluss des Übernahmeangebots erfolgen und kann sich in Abhängigkeit von der Annahmequote (51% bis 100%) des Übernahmeangebots auf 0,5 Mrd. Euro bis 4,0 Mrd. Euro belaufen kann. Darüber hinaus haben die Familiengesellschafter der Merck KGaA sich zu einem Eigenkapitalbeitrag in Höhe von 1 Mrd. Euro verpflichtet. Merck strebt auch nach Durchführung der Transaktion an, ein Investment-Grade-Rating beizubehalten, und geht davon aus, die Transaktionsverbindlichkeiten aufgrund seiner cash-flow-starken Geschäfte zügig zurückführen zu können. Zudem wird das Unternehmen sorgfältig prüfen, ob und in welcher Höhe den Investoren, die in der 3,75 Prozent 500 Mio. Euro Anleihe der Merck-Finanz AG investiert sind, ein Ausgleich gewährt wird, um eine Verschlechterung ihrer Investmentposition zu vermeiden.

Angebotsdetails
Das Angebot steht unter Vorbehalt üblicher Bedingungen, unter anderem dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen und einer Mindestannahmequote von 51% Prozent des Grundkapitals der Schering AG zum Ende der Annahmefrist. Die Einzelheiten zu den Bedingungen werden in der Angebotsunterlage Anfang April 2006 veröffentlicht.
Merck wurde bei der Transaktion von Bear Stearns, Deutsche Bank und Goldman Sachs beraten. Die geplante Kapitalerhöhung nach Abschluss der Transaktion wird von Goldman Sachs und der Deutschen Bank durchgeführt.

Merck ist ein weltweit tätiges Pharma- und Chemieunternehmen mit einem Umsatz von 5,9 Mrd Euro in 2005, einer Geschichte, die 1668 begann, und einer Zukunft, die 29.133 Mitarbeiter in 54 Ländern gestalten. Innovationen unternehmerisch denkender und handelnder Mitarbeiter charakterisieren den Erfolg. Merck bündelt die operativen Tätigkeiten unter dem Dach der Merck KGaA, an der die Familie Merck mittelbar zu 73% und freie Aktionäre zu 27% beteiligt sind. Die einstige US-Tochtergesellschaft Merck & Co. ist seit 1917 ein von der Merck-Gruppe vollständig unabhängiges Unternehmen.

Ansprechpartner: Pressemitteilung Steffen Müller, Tel. +49 6151-72 2386

Merck KGaA
Frankfurter Straße 250 Leitung Externe Kommunikation -2386 Standortpresse -2579 / -7109 64293 Darmstadt Presse International -2578 / -7144 Fax +49 (0) 6151 72-3138 Hotline +49 (0) 6151 72-5000 Fax +49 (0) 6151 72-7707 - pressestelle@merck.de
www.merck.de

HP deutsch - Pressemitteilungen Merck

19.01.2006 Merck KGaA und TU Darmstadt gründen Forschungslabor

Innovation Highlights: Cetuximab - Onkologie


Schering Konzern Presse & Medien - Berlin, 12. März 2006, 18:00 - auch hier zu lesen

Schering AG kommentiert Übernahmeversuch

Die Schering AG (FSE: SCH, NYSE: SHR) wurde am Wochenende von Repräsentanten der Merck KGaA über die Absicht unterrichtet, ein Bar-Angebot für Schering in Höhe von 77 Euro je Aktie abzugeben.

Nachdem die Information öffentlich geworden ist, betont der Vorstand von Schering seine Überzeugung, dass dieses Angebot die Gesellschaft und ihre Zukunftsaussichten als unabhängiger Pharmaspezialist erheblich unterbewertet.
Schering bestätigt, dass dieses Angebot unaufgefordert abgegeben wurde und Schering nicht in Verhandlungen mit der Merck KGaA steht.

Die Schering AG ist ein forschendes Pharma-Unternehmen, das seine Aktivitäten auf vier Geschäftsfelder konzentriert: Gynäkologie&Andrologie, Onkologie, Diagnostische Bildgebung sowie Spezial-Therapeutika für schwere Krankheiten. Schering setzt auf Innovationen und will mit neuartigen Produkten als Global Player in speziellen Märkten weltweit führend sein. Mit eigener F&E-Infrastruktur, verstärkt durch ein weltweites Netzwerk von externen Partnern, wird eine Erfolg versprechende Produkt-Pipeline sichergestellt. Mit neuen Ideen leistet Schering einen anerkannten Beitrag zum medizinischen Fortschritt und will die Lebensqualität der Menschen verbessern: making medicine work

Ansprechpartner bei Corporate Communication, Schering AG: Media Relations: Oliver Renner , T: +49-30-468 124 31, oliver.renner@schering.de

http://www.schering.de


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