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IuK-Technik

Kommunikations-Boomtown Berlin

Neue Zahlen zum Cluster IuK-Technik und Kreativwirtschaft in der Hauptstadt

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Die Berliner Kommunikationsbranche wächst und gedeiht. Nach den jüngsten Zahlen, die gestern Wirtschaftssenator Harald Wolf präsentierte, sogar besser als im Bundesdurchschnitt. Erhebungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge hat sich die Zahl der zum Wirtschaftscluster "Kommunikation" gehörenden Unternehmen in Berlin in den Jahren 2000 bis 2005 um 19 Prozent auf 24.367 erhöht. Bundesweit lag der Anstieg im gleichen Zeitraum nur bei drei Prozent. Auch die Umsätze (2005: 20,7 Mrd Euro) entwickelten in Berlin mit einem Plus von 22 Prozent deutlich besser als der Bundesdurchschnitt von zehn Prozent. "Dies ist ein Zeichen der Stärke die Berlins Unternehmen in den letzten Jahren gewonnen haben", kommentierte Senator Wolf.

Zum Cluster "Kommunikation" zählen die Informations- und Kommunikationstechnik (mit 3600 Unternehmen und einem Umsatz von 7,8 Mrd Euro in 2005) sowie die so genannte Kreativwirtschaft, wozu des gesamte künstlerische Bereich (Film, Musik, Malerei) bis hin zum Presse, Verlagen und Werbung gerechnet wird (22.500 Unternehmen, 18,5 Mrd Euro Umsatz). Ein drittes Segment ist die Marktforschung und private Kuriedienste (940 Unternehmen, 930 Mio Euro Umsatz 2005). Einige Unternehmen werden mehreren Branchen zugerechnet.

Schwieriger als Unternehmenszahl und Umsatz ist die statistische Erfassung der Beschäftigung. Nach den DIW-Untersuchungen hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 2000 und 2005 in Berlin zwar um 10,9 Prozent auf 101.750 Arbeitskräfte verringert. Dies sei aber nicht mit einem Arbeitsplatzabbau gleichzusetzen, betonte Wolf. Vielmehr sei gerade in der Kommunikationsbranche der Wandel von Vollzeitarbeitsplätzen in abhängiger Beschäftigung zu Teilzeitjob und selbständiger Beschäftigung stärker als anderswo im Gange. So haben in der Berliner Kommunikationsbranche nur noch 54 Prozent der Beschäftigten einen sozialversicherungspflichtigen Job, während 39 Prozent als Selbständige und Freie Mitarbeiter tätig sind und sieben Prozent als "geringfügig Beschäftigte" (Mini-Jobs) gelten. "Gerade in Berlin verzeichnen wir einen starken Anstieg der Selbständigkeit", bemerkte der Senator, weshalb er unter dem Strich von einer wachsenden Beschäftigtenzahl ausgehe.

Beim Dynamik-Ranking der führenden deutschen Kommunikations-Standorte ist Berlin unangefochtene Nummer 1 bei Wachstum von Unternehmen und Umsatz. Mit einigem Abstand folgt Köln auf Platz zwei, während Hamburg und München in den Jahren 2000 bis 2005 sogar entgegen dem Bundestrend negative Wachstumszahlen schrieben. Zwar hält München im Bestand noch immer den Spitzenplatz als Stadt mit den meisten Kommunikationsunternehmen und Beschäftigten sowie den stärksten Umsätzen. Aber Berlin holt auf, betonte Wolf. Rechne man Berlin und Brandenburg zusammen, so sei man den Bayern schon dicht auf den Fersen.

Für eine bessere Transparenz der Kulturwirtschaft im Internet will die neue Online-Plattform Creative.City.Berlin sorgen, die auf der gleichen Veranstaltung von Kulturstaatssekretär André Schmitz vorgestellt wurde (http://www.kulturprojekte-berlin.de).

Manfred Ronzheimer

PE Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen - 18. Juni 2007 - auch hier zu lesen

Aktuelle Wirtschaftsdaten für das Cluster Kommunikation:

Positive Entwicklung von Umsatz und der Anzahl der Unternehmen bei anhaltendem Trend zu Minijobs und freien Mitarbeitern

Wirtschaftssenator Harald Wolf hat heute aktuelle Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung des Clusters Kommunikation vorgestellt. Das Wirtschaftscluster Kommunikation ist eines der vom Senat und Abgeordnetenhaus definierten Schwerpunktfelder der Berliner Wirtschaftspolitik und setzt sich zusammen aus den sich teilweise überlappenden Feldern Kreativwirtschaft, Medien und IT/ Telekommunikation.

Die Wirtschaftsverwaltung stellt seit langem Daten zur Verfügung, die einen regionalen und sektoralen Vergleich der Branche ermöglichen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat im Auftrag der Wirtschaftsverwaltung für die bisherige "Medienstatistik" nun eine neue Datenbasis erarbeitet. Grundlage hierfür sind die amtlichen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit und die Umsatzsteuerstatistik sowie eine im Dezember 2006 in Berlin durchgeführte Umfrage bei 25.000 Unternehmen aus den Kreativ- und IT-Branchen.

Wie sich zeigt, haben sich die Branchen der Kreativwirtschaft und der Informations- und Kommunikationswirtschaft in den letzten Jahren positiv entwickelt. So hat sich die Anzahl der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen im gesamten Cluster Kommunikation von 2000 bis 2005 um 19% erhöht. Bundesweit lag der Anstieg dagegen nur bei 3%. Auch die Umsätze haben sich in diesem Zeitraum in Berlin mit einem Plus von 22% deutlich besser entwickelt als im Bundesdurchschnitt (+10%).

Dagegen hat sich die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse verringert. Von 2000 bis 2005 sank die Zahl der SV-pflichtig Beschäftigten in Berlin und bundesweit um 11%. Der Beschäftigungsanteil der Frauen ist im Cluster Kommunikation besonders hoch. 47% der SV-pflichtig Beschäftigten sind Frauen.

Der Trend zu der zunehmenden Beschäftigung von Minijobbern und freien Mitarbeitern hat sich bestätigt: Das DIW hat auf der Grundlage seiner Umfrage im Dezember vergangenen Jahres für die einzelnen Kreativ- und IT-Branchen festgestellt, dass es im Jahr 2005 101.750 SV-pflichtig Beschäftigte gab, während die Zahl der Beschäftigten insgesamt (also SV-pflichtig und geringfügig Beschäftigte, freie Mitarbeiter und Selbständige) bei 188.569 lag. Das Verhältnis SV-pflichtig Beschäftigter zu Erwerbstätigen ist in den verschiedenen Branchen sehr unterschiedlich, besonders hoch ist es bei den Rundfunkveranstaltern und Programmherstellern mit 1:4. Auch der Anteil der Minijobs ist in Berlin vergleichsweise hoch.

Senator Wolf sieht in diesen Zahlen einen Trend, der von der Wirtschaftspolitik in Bund und Ländern stärker berücksichtigt werden müsse. Er kündigte an, gemeinsam mit seinem Kollegen in Brandenburg, Wirtschaftsminister Junghanns, und den für Arbeit und Soziales zuständigen Kolleginnen und Kollegen über Konsequenzen zu beraten.

Kontakt: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen - Projekt Zukunft - Ingrid Walther - Tel.: 030 / 9013 - 74 77 - Fax: 030 / 9013 - 74 78 - E-Mail ingrid.walther@senwtf.verwalt-berlin.de

http://www.berlin.de/SenWiArbFrau/ProjektZukunft

Informationen zum Cluster Kommunikation aus der Pressekonferenz pdf

Weitere Zahlen, Daten, Fakten zum Cluster Kommunikation aus der Erhebung des DIW (2000-2005) pdf

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Kreative arbeiten immer freier
taz, 19.6.2007

Berlin wächst deutlich schneller
Im Dynamik-Ranking liegt die Kommunikations-Branche vorn
Berliner Morgenpost, 19.6.2007

Kommunikation ist alles
Harald Wolf präsentiert Zahlen zur Berliner Kreativwirtschaft - und ein Internetportal zur Vernetzung von Kunst und Unternehmen
Der Tagesspiegel, 19.6.2007


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