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26. September 2000 Hochschulpolitik
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Marketing für den Bildungs- und Forschungstandort Deutschland

Stifterverband fördert Gründung des Kompetenzzentrums "Competo"

Pressemitteilung BMBF

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Auswärtige Amt hatten am Montag (25.09.) zu einem strategischen Dialog über das Internationale Marketing für den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland eingeladen. Ministerin Bulmahn und Minister Fischer führten dazu im Bundeskanzleramt ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Bürgermeister Scherf, sowie hochrangigen Vertretern aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft.

Der strategische Dialog zur stärkeren Internationalisierung von Bildung und Forschung in Deutschland verfolgt drei Ziele:

1. Der Austausch von Spitzenkräften in Bildung und Forschung mit dem Ausland soll erheblich intensiviert werden. Die besten Köpfe aus der ganzen Welt sollen für Ausbildung, Studium und Forschung in Deutschland gewonnen werden. Umgekehrt sollen mehr Deutsche im Ausland studieren, forschen und an Ausbildungen teilnehmen.

2. Die Präsenz deutscher Bildungs- und Forschungseinrichtungen im Ausland soll deutlich verbessert werden – sowohl real als auch virtuell über das Internet.

3. Deutschland muss sich als gastfreundliches und tolerantes Land im Ausland präsentieren. Dazu gehört die Öffnung arbeits- und aufenthaltsrechtlicher Bedingungen für ausländische Spitzenkräfte genauso wie die Schaffung politischer, gesellschaftlicher und beruflicher Rahmenbedingungen, die Deutschland für ausländische Interessenten beruflich und persönlich attraktiver werden lassen.

Zur Erreichung dieser Ziele müssen Bund, Länder, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten. In den kommenden Monaten müssen in einer konzertierten Aktion gemeinsam die notwendigen Instrumente geschaffen werden, um diese Ziele zu erreichen und Deutschland im Ausland als Bildungs- und Forschungsstandort von Spitzenqualität sichtbarer zu machen.

Am Dialog nahmen teil: der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Bürgermeister Dr. Henning Scherf, der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Hubert Markl, DAAD-Präsident Prof. Theodor Berchem, der Präsident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, Prof. Wolfgang Frühwald, der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Klaus Landfried, der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Ernst-Ludwig Winnacker sowie der Vorsitzende des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Dr. Arend Oetker.

Der Stifterverband in Person seines Präsidenten Dr. Arend Oetker, wurde eingeladen, weil er sich seit Mitte der 90er Jahre intensiv dafür einsetzt, das Thema Marketing in die Hochschulen zu tragen und vorbildliche Initiativen durch Förderung zu unterstützen.

Dr. Arend Oetker betonte bei dem Treffen, dass die deutschen Hochschulen sich erst dann flächendeckend und offensiv um Studierende aus dem In- und Ausland bemühen werden, wenn es einen echten Anreiz für dieses Engagement gibt. Diesen Anreiz würden sozialverträgliche Studiengebühren setzen. Ein entsprechendes Modell hat der Stifterverband vorgelegt. Ob und in welcher Höhe Studiengebühren eingeführt würden, müsste den Hochschulen freigestellt werden. Ein Verbot dagegen würde die gesamten Reformanstrengungen der Hochschulen und damit ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit hemmen .

"Competo" - das erste Kompetenzzentrum für strategisches Hochschulmarketing in Deutschland

Ein Beispiel für die Aktivitäten des Stifterverbandes: Bei der Auswahl der sechs reformfreudigsten Universitäten Deutschlands im Jahr 1997 war ein entscheidendes Kriterium, ob sie sich um eine Verstärkung von Marketing und Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Gleich drei der sechs Universitäten haben mit ihrem Preisgeld von jeweils 600.000 DM ihre bereits beachtlichen Marketingaktivitäten in den drei folgenden Jahren der Förderung ausgeweitet. Es waren die Technischen Universitäten Hamburg-Harburg und Dresden sowie die Universität Dortmund.

Erfolg dieser Aktivitäten ist nun die Gründung des Kompetenzzentrums "Competo". Es ist der Zusammenschluss der genannten drei Universitäten mit der FH Potsdam und der HdK Berlin, ebenfalls auf diesem Feld kompetenten Hochschulen, mit dem Zweck, andere Hochschulen in allen Fragen von Marketing zu unterstützen. Der Stifterverband wird "Competo" mit 150.000 DM anfinanzieren, in den Folgejahren wird sich das Zentrum über die Beratungsgebühren tragen.

Den Kooperationsvertrag zur Gründung von "Competo" unterzeichnen die fünf Hochschulen am 27. September 2000 im Wissenschaftsforum Berlin. Teilnehmen werden die Rektoren und Präsidenten der fünf beteiligten Hochschulen: sowie Vertreter des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 150.000 Mark die Einrichtung von "Competo" ermöglichte.

Ansprechpartner:
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft : Dr. Angela Lindner (a.lindner@stifterverband.de),
TU-Dresden: Dr. Lutz Thieme (lutz.thieme@mailbox.tu-dresden.de),
Universität Dortmund: Michael Asche (asche@verwaltung.uni-dortmund.de),
TU-Hamburg-Harburg: Rüdiger Bendlin (bendlin@tu-harburg.de),
Fachhochschule Potsdam, Ulrike Fischer (ufischer@fh-postdam.de)
Hochschule der Künste Berlin: Christine Faber(faber@hdk-berlin.de)
Kontakttelefonnummer:
TU Hamburg-Harburg, Pressestelle, 21071 Hamburg, Tel.:(040) 42878-3330/-3458, Fax-2070

Der Tagesspiegel, 26.9.2000
Ausländische Wissenschaftler
Spitzengespräch zwischen Bulmahn und Fischer über Einreiseerleichterungen

Berliner Zeitung, 25.9.2000
Marketing-Gespräch im Bundeskanzleramt

Berliner Zeitung, 25.9.2000
Fünf Hochschulen gründen "Competo"-Zentrum

PE BMBF 22.09.2000
Strategischer Dialog zum Internationalen Marketing für den Bildungs- und Forschungstandort Deutschland

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Wissenschaftspolitik der Bundesländer
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HN- 508 /501

Autor: Manfred Ronzheimer


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