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Die besten deutschen Biotech-Firmen
Im Ranking der "Wirtschaftswoche" schneidet Berlin nicht so günstig abIn ihrer Ausgabe 36-2000 veröffentlichte die Wirtschaftswoche eine exklusive Umfrage unter Experten, wer ihrer Meinung nach zu den besten der Biotechnik-Branche in Deutschland gehört. 64 Vertreter von Biotechnikfirmen, Wagniskapitalgebern und Pharmakonzernen bewerteten die jungen deutschen Biotechnikunternehmen danach, wer am innovativsten ist und das beste Management besitzt. Gleichzeitig lässt sich aus den Antworten schließen, was die Branche derzeit für die wirtschaftlich wichtigsten Themen in der Biotechnologie hält. Mit weitem Abstand zu den nächsten Firmen wurden in der Wertung „Deutschlands beliebteste Biotech-Unternehmen“ die Unternehmen Qiagen (Punktzahl: 237), Lion (206) und Evotec (200) an die Spitze gesetzt. Drei Firmen aus dem deutschen Biotech-Zentrum Martinsried bei München folgen in der Rangliste der Besten. Beste Berliner Firma wurde die Noxxon Pharma AG mit 20 Punkten auf Rang 10. Zwei weitere Berliner Firmen finden weiter hinten auf der Tabelle: Atugen mit 10 Punkten auf Rang 16 und Mologen mit 6 Punkten auf Rang 19. In der Disziplin Innovation („Welches andere deutsche Biotechnik-Unternehmen ist in Ihren Augen das innovativste?“) - Platz 1 Evotec mit 63 Punkten, gefolgt von Lion (53) - schaffte es als einzige Berliner Firma die Noxxon Pharma AG, in die Wertung zu kommen: mit 8 Punkten auf Platz 7. Hier zu den Wertunglisten:
Wirtschaftswoche 36-2000 Sie sind die Stars der deutschen Biotechnikbranche: Qiagen, Lion, Evotec, MediGene, GPC und Morphosys. Die sechs börsennotierten Unternehmen bekamen in der exklusiven Wirtschaftswoche-Umfrage die besten Noten. Sie sind innovativ, haben ein gutes Management und wenn es die eigene Firma nicht gäbe, würden die Befragten dort gern arbeiten . Nur in der Reihenfolge der Nennung wechseln die Sechs sich ab.
Einzelergebnisse: Welches Teilgebiet der Biotechnologie halten Sie für das
wirtschaftlich interessanteste?
Wirtschaftswoche 36-00
Wirtschaftswoche 36-00 Wirtschaftswoche 36-00 Die US-Investmentbank Merrill Lynch schätzt, dass die amerikanischen Biotech-Unternehmen – rund 200 davon sind an der Nasdaq notiert – schon rund 350 Produkte in den klinischen Testphasen haben. Auch wenn nicht alle zu Produkten werden: Das Wachstum ist dynamisch. In den vergangenen 13 Jahren kamen lediglich knapp 40 Medikamente aus den Biotechniklabors auf den Markt.
Wirtschaftswoche 36-00
Auszug:
„Nach einer
zähen Aufholjagd haben wir im Europacup Anschluss gefunden und
kämpfen uns jetzt an die Spitze“, ist Dieter Wißler sicher,
Vorsitzender der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie
(DIB). Die Zahlen geben ihm recht: • Immer mehr Biotech-Firmen fusionieren oder übernehmen Konkurrenten. Einer bisher unveröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Arthur Andersen zufolge gab es im Zeitraum 1. Juli 1999 bis zum 31. Juli 2000 insgesamt 16 Firmenübernahmen und - zusammenschlüsse mit einem veröffentlichten Transaktionsvolumen von 685,1 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 13 mit einem veröffentlichten Volumen von gerade einmal xy Millionen Dollar. „So entstehen Biotech-Unternehmen mit einer breiten Technologie- und Produktpalette, die sich auf Dauer am Markt behaupten werden können“, begrüßt Marcus Bracklo, bei Arthur Andersen für die Studie verantwortlich, den Trend. Der Anteil Deutschlands an den Patentanmeldungen für Biotechnikarzneimittel steigt von zehn Prozent 1995 auf 14 Prozent 1999.
Auszug: Die Suche nach neuen Biotechnik-Medikamenten ist wichtig, weil der Pharmamarkt besonders lukrativ ist. Die Teilnehmer der Wirtschaftswoche-Umfrage halten die klassische Arzneimittelentwicklung ebenfalls für den wirtschaftlich erfolgversprechendsten Bereich. Auf diesen Zug sind auch die Unternehmen aus der zweiten Reihe aufgesprungen. So etwa die Berliner Noxxon Pharma AG, die in der Wirtschaftswoche-Rangliste auf Platz 10 landete. Das 1997 gegründete Unternehmen hat die sogenannte Spiegelmer-Technik entwickelt und weltweit zum Patent angemeldet. Mit diesem Verfahren lassen sich biotechnische Präparate herstellen, die den körpereigenen Wirkstoffen nicht genau entsprechen, aber ebensogut funktionieren. Der Vorteil: Die modifizierten Präparate werden, anders als die Originale, vom Körper des Patienten nicht gleich abgebaut. Mit derartigen Medikamenten lässt sich beispielsweise die Schmerzleitung von einer Nervenzelle zur nächsten blockieren. Zusammen mit dem Aachener Pharmaunternehmen Grünenthal entwickelt Noxxon bereits solche Schmerzmittel. Mit der Berliner Schering AG arbeit Noxxon an künstlichen Gegenspielern zu Hormonen, um bestimmte Krebserkrankungen heilen zu können. BerliNews hat die Wirtschaftswoche abonnniert und empfiehlt sie weiter! Hier zur Abo-Bestellung
Lesen Sie auch: BioNews Nr. 11 BerliNews, 27.9.2000 BerlinNews, 24. 9. 2000
BTN-428Autor: Manfred Ronzheimer
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