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"Keine Akzeptanzkampagne"
Forschungsministerin Bulmahn zum "Jahr der Lebenswissenschaften"
Bulmahn: "Wir wollen keine Akzeptanzkampagne, sondern eine kontroverse gesellschaftliche Diskussion" Pressemitteilung BMBF 07.02.2001 Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, hat bei der heutigen Kabinettsitzung über die Aktivitäten im laufenden "Jahr der Lebenswissenschaften" informiert. "Kein anderes Forschungsfeld bewegt die Menschen emotional, rational und intellektuell derzeit so sehr wie die Lebenswissenschaften", sagte Bulmahn. Es gehe in der Bio- und Gentechnologie darum, die großen Chancen zu nutzen und die Risiken abzuwägen. Dafür bräuchten wir eine ausführliche, engagierte und vor allem kontroverse gesellschaftliche Diskussion. "Wir wollen ausdrücklich die Veranstaltung zum ‚Jahr der Lebenswissenschaften‘ nicht als Akzeptanzkampagne missverstanden wissen", erklärte die Ministerin. "Ganz im Gegenteil, es ist eine Aufforderung an alle, sich mit diesen wichtigen, auch ethischen Fragen auseinander zu setzen und mit zu diskutieren." Bundesforschungsministerin Bulmahn hat vor anderthalb Jahren mit dem Stifterverband und den großen Wissenschaftsorganisationen die Initiative "Wissenschaft im Dialog" ins Leben gerufen. Diese Initiative soll Wissenschaft und Forschung den Menschen näher bringen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen aus dem Elfenbeinturm kommen und vor Ort auf dem Marktplatz oder in Kaufhäusern, wie im letzten Jahr bereits geschehen, den Menschen erklären, woran sie forschen und warum Forschung für die Menschen von großer Bedeutung ist. Um diese Initiative erfolgreich umsetzen zu können, wird jedes Jahr ein Bereich der Wissenschaft in den Vordergrund gestellt. Im Jahr 2000 war das "Jahr der Physik", das Jahr 2001 ist das "Jahr der Lebenswissenschaften" und im kommenden Jahr 2002 werden die Geowissenschaften im Vordergrund stehen. Die nächste große Veranstaltung im "Jahr der Lebenswissenschaften" findet vom 19. bis 28. April 2001 in Leipzig statt unter dem Thema "Brennpunkt Körper: Eigenes und Fremdes". Dort geht es im Wesentlichen um die Entwicklung der Immunologie und Krebsforschung, um Genetik, Hirnforschung und die Verhaltensbiologie. Bei den geplanten Großveranstaltungen des BMBF wird dem Publikum die Möglichkeit gegeben, auf einer "science street" über die gelungenste Präsentation von Forschungsergebnissen zu entscheiden. Denn die Kunst der Vermittlung, das Verständlichmachen von dem, was Forschung bedeutet und woran die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten, steht bei diesen Aktionen im Vordergrund. Die besten Präsentationen werden prämiert. Wettbewerbsunterlagen stehen auf der Homepage www.lebenswissen.de zum Abruf bereit. Darüber hinaus sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Universitäten und Forschungseinrichtungen aus der Industrie, aber auch die Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen gefordert, sich an dem "Jahr der Lebenswissenschaften" mit eigenen Veranstaltungen aktiv zu beteiligen. "Überall in Deutschland soll deutlich werden, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die Menschen zugehen und die Auseinandersetzung suchen", erklärte Bulmahn. Beim "Jahr der Physik" im letzten Jahr haben gerade die Veranstaltungen, die vor Ort organisiert worden sind, großen Erfolg gehabt. Es gab im letzten Jahr über 200 Veranstaltungen, die zum "Jahr der Physik" organisiert wurden. Bulmahn: "Ich gehe davon aus, dass wir diese Anzahl in diesem ‚Jahr der Lebenswissenschaften‘ noch übertreffen werden. Wir wollen, dass möglichst viele Menschen die Chance haben, sich eine eigene Meinung zu bilden."
Die Termine der zentralen Veranstaltungen Der Gen-Dschungel: Lexikon des Lebens Brennpunkt Körper: Eigenes und Fremdes Biotechnologietage Grenzenlos forschen? Kosmos Gehirn 2001 Wissenschaftstage Life Science Wissenschaftssommer 2001 Lebenslinien: Natur in Bewegung Leben ist Vielfalt
BerliNews, 3. 2. 2001
BerliNews, 2. 2. 2001
BerliNews, 1. 2. 2001
BerliNews, 20. 1. 2001 Autor: Manfred Ronzheimer
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