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Verkehrsforschung im Stau
Erste Informationen über die neue Bonner ForschungspolitikStaatssekretär Uwe Thomas auf der HGF-Jahrestagung in Berlin Große Defizite gibt es nach Aussage des neuen Staatssekretärs im Bundesforschungsministeriums, Uwe Thomas, in der verkehrstechnischen Forschung in Deutschland. Generell seien die großen Verkehrsprobleme in der Bundesrepublik nicht gelöst, sagte Thomas auf der Jahrestagung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) in der Humboldt-Universität. „Riesige Infrastrukturprobleme“ kämen auf das Land zu, die mit Hilfe der Wissenschaft bewältigt werden müßten. Mit Thomas sprach erstmals nach der Regierungsbildung ein Mitglieder der neuen Bundesregierung vor einer der großen deutschen Wissenschaftsorganisationen und skizzierte die Grundlinien der künftigen Forschungspolitik. Uwe Thomas war bis Ende der 80er Jahre lange Jahre als Fachbeamter im Bonner Forschungsministerium tätig, wurde dann Wirtschaftsminister in Kiel und war führte in den letzten Jahren eine verkehrstechnische Forschungsfirma. Jurassic Rail So führt nach Aussage des Staatssekretärs der geltende Bundesverkehrswegeplan „in eine Sackgasse“. Leider gebe es kein Institut in Deutschland, daß sich mit diesen Fragen wissenschaftliche auseinandersetze. Dazu gehöre auch die Modernisierung des Schienentechnik der gegenwärtig noch überwiegend mit der „Technik der Vergangenheit“ betrieben werde. Diese Fragen seien auch eine Herausforderung für die HGF, die sie etwa in ihrem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit bearbeiten konnte. Als auffälligstes Ergebnis der Koalitionsvereinbarung für sein Ressort führte Thomas an, daß entgegen der vorherigen Ankündigungen die Zuständigkeiten für Bildung und Forschung nicht geteilt worden seien. Dies sei eine wesentliche Forderung von Forschungsministerin Edelgard Bulmahn gewesen. Unter der neuen Führung des BMBF werde künftig eine stärkere Annäherung an andere Politikfelder und Ministerien gesucht. Hier erwähnte Thomas die Bereich Wirtschaft, Gesundheit und Umwelt. Vorfahrt für Existenzgründer und Computerlernen Zusammen mit Wirtschaftminister Müller werde man besonders intensiv das Thema Existenzgründungen angehen. Auch werde ein großes Programm für computergestütztes Lernen in Vorbereitung, das gemeinsam mit den Bundeländern innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre gestartet werden solle. Für den Hochschulbereich konstatierte Thomas eine „weitgehende Unterfinanzierung“. An strukturellen Neuorientierungen in der Forschungspolitik führte Thomas an erster Stelle eine stärkere Flexibilisierung und Entbürokratisierung an. „Wir wollen in der deutschen Forschung keine rechnungshofbestimmten, sondern von den Forschungsinhalten her bestimmte Strukturen“, sagte der Politiker unter dem Applaus der HGF-Wissenschaftler. Unter den großen Leitthemen. die wissenschaftlich bearbeitet werden müßten, hob Thomas die „Nachhaltige Entwicklung“ hervor, auf die im Rahmen der HGF-Versammlung auch der frühere Umweltminister und heutige Leiter des UN-Umweltprogramms, Klaus Töpfer, als Festredner einging. (Bericht folgt)
Manfred Ronzheimer
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