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6. Oktober 2001 Medizin
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Der Weg der aap Implantate AG

Fragen an den Vorstandsvorsitzenden Uwe Ahrens

Auf der Grundlage der Rede des Vorstandsvorsitzenden Uwe Ahrens auf der Hauptversammlung 2001 der aap Implantate AG am 29. Mai 2001

Frage: Wo steht aap heute ?

Ahrens: Das Geschäftsjahr 2000 war geprägt durch ein überproportionales Wachstum. 72% Umsatzwachstum und 1,2 Millionen DM Profit bzw. 165% plus im DVFA/SG-Ergebnis sind trotz erheblicher Marketing-, Vertriebs-, F&E- und M&A-Aufwendungen ein vorzeigbares Resultat.

Wir haben Kernkompetenzen in der Osteosynthese, der Endoprothetik und der Orthobiologie. In diesen Bereichen verfügen wir über eine sehr ausgewogene Produktmischung. Eine exzellente Ausgangsbasis für unsere weitere Entwicklung.

Welche Hauptanforderungen stellt uns der Markt heute und wie sind unsere Schlussfolgerungen jetzt und für die Zukunft?

Ahrens: Auf der Kundenseite verlangt der Orthopädie- und Traumatologiemarkt Komplettanbieter. Deshalb benötigen wir eine kritische Menge an Produktlinien. Darüber hinaus sollten die Produkte biokompatibel, minimal-invasiv und kosteneffektiv sein. Der Paradigmenwechsel von reinen Metallimplantaten zu biologisch angepaßten Artikeln ist nicht aufzuhalten.

Wir haben frühzeitig diesen Trend erkannt und haben uns von jeher nicht zu Produktbereinigungen hinreißen lassen, die uns zum Spezialitätenanbieter hätten werden lassen. Die größten Wachstumsraten oberhalb der 50% Grenze sind auf dem Gebiet der orthobiologischen Produkte zu erwarten. Aber wir haben auch frühzeitig den Trend zur biologischen Skelettheilung erkannt. Die Entdeckung von Knochenwachstumsfaktoren sowie die großen Fortschritte bei Implantatmaterialien werden zu einem fundamentalen Wandel in der Orthopädie führen. Speziell die Kombination von osteoinduktiven (Anreiz zum Wachsen von Knochenzellen) und osteokonduktiven Materialien (Überbrückung von Knochendefekten) wird zukünftig konventionelle aus Metall gefertigte Implantate ablösen bzw. in Kombination zum Einsatz bringen.

Eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Forschungsinstituten betreiben wir seit vielen Jahren. Die logische und konsequente Folge war deshalb auch die Akquisition einer Unternehmensgruppe aus dem Bereich der Orthobiologie. aap verfügt jetzt über ein Produktportfolio, welches auch im wichtigsten Wachstumssegment ein nahezu komplettes Angebot aufweist. Wir haben jetzt neben unserem Standardprogramm der Osteosynthese und Endoprothetik ein nahezu vollständiges Portfolio im orthobiologischen Bereich in der Produktpipeline. Neben Knochenzement wird aap nun auch über Knochenersatzwerkstoffe und - noch bedeutsamer - über Knochenwachstumsfaktoren verfügen. Entwickelt von den namhaftesten Forschern auf diesem Gebiet mit über 200 Veröffentlichungen und deshalb auch in der Anwendergruppe hoch angesehen und wissenschaftlich akzeptiert.

Unsere Equitystory ist um ein weiteres und zudem sehr logisches Kapitel gewachsen. Inzwischen verfügt aap über 12 Produktsysteme am Anfang ihrer Lebenszyklen, über 31 verwertete Patente bzw. Gebrauchsmuster. 16 Marken sind in unserem Besitz. Bereits 30% des Umsatzes werden mit hochprofitablen, innovationsführenden Produkten erzielt. Nach unseren Schätzungen wartet ein Absatzpotential von mehr als 3 Mrd. DM auf uns. Besonders unter der Berücksichtigung der Lebenszykluszeiten unserer Produkte von oberhalb 20 Jahren wird deutlich, das aap über ein sehr werthaltiges Produktportfolie verfügt. Zum einen erzeugen Produkte wie die neue Traumaschulter eigene Märkte, da die bisherigen Behandlungsmethoden so unbefriedigend waren, daß zum Teil konventionelle Verfahren angewandt wurden. Zum anderen haben die Produkte im orthobiologischen Sektor außerordentlich hohe Deckungsbeiträge und sind begleitet von einem weit überproportionalem Wachstum. Durch die Akquisition der Mebio/Coripharm-Gruppe verfügen wir nicht nur über ein inzwischen nahezu einzigartiges Produktspektrum, sondern sind auch noch in der Lage durch Synergieeffekte aus den Erfahrungen der unterschiedlichen Forschergruppen zu profitieren. Aus unserer Sicht werden nicht nur reine Metallimplatate oder orthobiologische Implantate eine Zukunft haben, sondern in vielen Fällen wird erst die Kombination beider Erfahrungswelten die optimalen Produkte zur Skelettheilung schaffen.

Was erwartet der Anleger?

Ahrens: Auf der Kapitalmarktseite hat sich nach unserer Auffassung die signifikante Wahrnehmungsgrenze vor allem der institutionellen Anleger auf eine Marktkapitalisierung von mindestens 200-300 Millionen Euro verschoben. Und: Man erwartet Unternehmen mit exquisiten Fundamentaldaten (das "Prinzip Hoffnung" wird etwas gedämpfter betrachtet).

Deshalb arbeiten wir bei aap noch stärker an einem gesunden Wachstum. Unsere Strategie sieht weiterhin ein internes Wachstum von mindestens 25 - 30% vor. Gleichzeitig halten wir aber ein weiteres externes Wachstum durch Akquisition in den nächsten 2-3 Jahren für unumgänglich. Nur eine Marktkapitalisierung deutlich oberhalb der 200 Mio.-Euro-Grenze läßt ein vernünftiges Wirt-schaften am Kapitalmarkt auf Dauer zu. Fokus und Kriterien der Akquisitionsstrategie sind nach wie vor Erweiterungen des Produktportfolios, Ausbau der Technologiebasis, Verstärkung des Vertriebes bzw. die weitere Internationalisierung. Aber auch strategische Allianzen sind für uns denkbar, solange auch der Aktionär nachvollziehbare Vorteile erwarten kann.

Unsere Fundamentaldaten sind ebenfalls noch besser und verständlicher geworden. Neben dem bereits erwähnten und nahezu vollständigen Produktportfolio haben wir unsere Kundenbasis auf über 2400 Krankenhäuser erweitern können. Unsere Zulassungen haben sich neben den vorhandenen europäischen, amerikanischen nun auch auf den japanischen und vor allem chinesischen Markt erweitert. Damit decken die aap erteilten Zulassungen mehr als 90% des Weltmarktes ab. Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet so effizient, daß auch große Wettbewerber diese Kapazitäten nutzen.

Quo vadis aap?

Ahrens: Wir werden unsere Basis vor allem im amerikanischen und den asiatischen Märkten ausbauen. Strategische Zielrichtung wird die Eroberung des größten Wachstumsmarktes der Orthobiologie sein. Wir werden unsere Geschwindigkeit auch weiterhin zu nutzen wissen.


BerliNews, 31. 5. 2001
Marketing für neue Produkte
aap Implantate mit kräftigem Umsatzwachstum

BerliNews, 31. 8. 2001
aap setzt Wachstum fort
Umsatzanstieg um 83 % im ersten Halbjahr 2001

Meldungen von aap:
Stellungnahme zu Produktproblemen bei Wettbewerbern (21.8.20019

aap erhält die Zulassung für die neue Knochenersatzkeramik Cerabone (10.7.2001)

aap entwickelt neuartige Knieendoprothese in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Jena und Göttingen (26.4.2001 )

Homepage aap

News von aap - - Pressemitteilungen aap - -

Pressespiegel

TERMINE
30. März 2001 - Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2000, Bilanzpressekonferenz, Berlin
2. April 2001 - DVFA-Analystenkonferenz, Frankfurt
29. Mai 2001, 10.00 h - Hauptversammlung, Berlin, Estrel Convention Center
31. Mai 2001 - Veröffentlichung des ersten Quartalsberichtes 2001
31. August 2001 - Veröffentlichung des zweiten Quartalsberichtes 2001
30. November 2001 - Veröffentlichung des dritten Quartalsberichtes 2001

Geschäftsbericht 2000 zum Downloaden
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Ad hoc-Meldung 30.03.2001
aap Implantate mit Rekordumsatz und kräftigem Ergebniszuwachs

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
aap Implantate AG
Lorenzweg 5 , 12099 Berlin
Bruke Seyoum Alemu
Tel. 030-750 19-170
Vorstand Finanzen und Informationstechnologie
Gabriele Voßkühler
Investor Relations
Fax 030-750 19-111, G.Vosskuehler@aap.de

MN-531a

Autor: Manfred Ronzheimer


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