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Innovationsmanagement für Adlershof
Aus den "Leitlinien für ein Innovations- und Technologiekonzept Berlin" (3)Im Auftrag der Technologiestiftung Berlin verfaßt von Dr. Hans Heuer, Büro für Investorenberatung in Berlin-Brandenburg GmbH Anhang zum Innovations- und Technologiekonzept Berlin Senatsvorlage Nr. 2237/99, Senatsbeschluß vom 24.6.99Die Haushaltslage des Landes Berlin erzwingt eine Konzentration der Innovations- und Technologiepolitik auf ausgewählte Schwerpunktfelder und auf ausgewählte Standorte, zu denen vor allem der Wirtschafts- und Wissenschaftspark Berlin-Adlershof und der Biomedizinische Forschungscampus Berlin-Buch gehören. Die Entwicklung von Adlershof zu einer Stadt für Wissenschaft und Wirtschaft, die sich durch eine neue Unternehmens- und Forschungskultur auszeichnet, ist das wohl wichtigste innovationspolitische Vorhaben des Landes Berlin. Hier soll eine neue Generation von Kommunikations- und Netzwerkstrukturen geschaffen werden für eine „neue Generation“ von Hochschullehrern, Wissenschaftlern und Unternehmern, die sich durch Kompetenz und Wettbewerbsorientierung auszeichnen und die Vision von Berlin als „Stadt des Wissens“ täglich (er)leben und kommunizieren. Adlershof kann ein Kompetenzzentrum von herausragender nationaler und internationaler Bedeutung auf fünf Gebieten werden: Neue Materialien und Verfahren (Fertigungstechnik), Photonik (Lasertechnik, Optoelektronik, Photovoltaik), Informations- und Kommunikationstechnik, Umweltforschung und -technik sowie Bioinformatik. Adlershof soll ein einzigartiger Standort werden, an dem Betriebe, Forschungseinrichtungen und Universität in enger räumlicher Nachbarschaft intensiv zusammenarbeiten. „Wesentliche Merkmale des Standorts sollen Synergieeffekte durch Ressourcensharing, Nutzung von Lehrpotential aus den Forschungsinstituten und aus der Wirtschaft, die Entwicklung von zukunftsweisenden Studiengängen sowie gemeinsame Forschungsprojekte von Universität, Forschungsinstituten und Wirtschaft werden“. Die gegenwärtige Zersplitterung der Organisations- und Steuerungskompetenz ist nicht zieladäquat. „Das Projekt befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt“ . Es geht jetzt um die inhaltliche Entwicklung des Standortes. Dafür werden Strukturen benötigt, die ein zielgerichtetes und effizientes Innovations- und Kooperationsmanagement für den Gesamtstandort sicherstellen. Zur konsequenten Umsetzung der Kompetenzzentrenphilosophie ist eine räumliche Fokussierung der Innovations- und Technologiepolitik auf den Wirtschafts- und Wissenschaftspark Berlin-Adlershof und auf den Biomedizinischen Forschungscampus Berlin-Buch zwingend erforderlich. Beide Standorte bedürfen zu ihrer konsequenten Weiterentwicklung eines strategischen Managements. In Adlershof sollte die bisherige Zersplitterung der Kompetenzen schnellstmöglich beendet und ein für die inhaltliche Entwicklung des Gesamtstandortes zuständiges Steuerungsinstrument geschaffen werden, damit ein modernes Innovationsmanagement für den Wirtschafts- und Wissenschaftspark durchgesetzt werden kann. Die städtebauliche Entwicklungsplanung (BAAG) und das Facility-Management (WISTA-MG) sollten in entsprechend anzupassende Organisations- und Entscheidungsstrukturen eingebunden werden. Wenn Adlershof Sinnbild für eine neue Kommunikations- und Netzwerkstruktur, für Kreativität und Kompetenz, für Internationalität und Wettbewerbsorientierung sein soll, dann muß sich dies auch in der Besetzung der Aufsichts- und Beratungsgremien niederschlagen. Das Leitbild für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Adlershof muß die Schaffung eines Center of Excellence von internationalem Rang und mit internationaler Orientierung in Forschung, Lehre und wirtschaftlicher Tätigkeit sein. Adlershof muß so schnell wie möglich zu einem Demonstrationsstandort für Berlin als „Stadt des Wissens und der Kommunikation“ entwickelt werden. Die für die Entwicklung von Adlershof zuständigen und Teilverantwortung tragenden Institutionen arbeiten bisher im günstigsten Fall parallel, häufig unkoordiniert und manchmal auch gegeneinander. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist deshalb jetzt die Schaffung einer zentralen Koordinierungsstelle mit Entscheidungskompetenzen. Adlershof muß im Alltagsleben der Berliner und für Personen in ganz Deutschland jene Assoziationen hervorrufen, die der erwarteten Bedeutung entsprechen. Hierzu sind wesentlich intensivere Marketingmaßnahmen zu ergreifen, die sich an der erfolgreichen Informationskampagne für den Potsdamer Platz orientieren könnten. An zentraler Stelle auf dem Gelände sollte eine „Schaustelle Adlershof“ (Infobox) errichtet werden, wo alle Besuchsprogramme beginnen und man einen Gesamteindruck vom aktuellen Entwicklungsstand und den weiteren Planungen (einschließlich einer Visualisierung der inhaltlichen und architektonischen Gestalt des Wirtschafts- und Wissenschaftsparks im Jahr 2010) erhält. Außerdem sollten hier detaillierte Informationen über die Leistungspotentiale der am Standort ansässigen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen vermittelt werden. Adlershof kann der räumliche Fokus für ein Kompetenzzentrum „Informations- und Kommunikationstechnik“ mit einer hochentwickelten Informationskultur werden. Das Informations- und Kommunikationszentrum Adlershof (IKA) sollte zügig ausgebaut und zur „Informationstechnischen Stabsstelle“ der Stadt Berlin als internationaler Netzknoten weiterentwickelt werden.
Beachten Sie auch:
Kompetenzzentrum Biotechnologie
Kompetenzzentrum Informations- und Kommunikationstechnik
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Zur Organisation und Verwendung des Zukunftsfonds
Leitbild "Stadt des Wissens"
Innovations- und Technologiekonzept Berlin | |||||||||||||
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