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9. Juli 1999 Innovationspolitik
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Aufholen, einholen, überholen

Der "InnoRegio"-Wettbewerb des BMBF gibt ostdeutschen Regionen innovative Impulse

Heutzutage gehört die Fähigkeit, in kurzer Zeit neue Technologien und Dienstleistungen bereitzustellen, zu den Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb bekommen Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit eine immer größere Bedeutung. Wichtige Voraussetzungen für die Entstehung von Innovationen sind Motivation, Kreativität und Kompetenz. Diese Faktoren können sich in einer engen Zusammenarbeit zwischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden sowie der Sozialpartner besonders gut entfalten.

Solche Zusammenschlüsse eignen sich vor allem für die regionale Ebene, denn hier ist ein schneller und effektiver Informationsaustausch und ein gemeinsames Lernen möglich. Nur wer es versteht, diese verschiedenen Kompetenzen zu bündeln, kann das Potential einer Region optimal nutzen.

Der große Vorteil der neuen Bundesländer: Sie verfügen über große Innovationspotentiale in ihren Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie in den Forschungs- und Entwicklungsbereichen der Unternehmen. Hier liegen vielfältige Möglichkeiten des Wissensaustausches zwischen der Forschung und der Wirtschaft, die bislang noch nicht erschlossen sind.

An dieser Stelle setzt die BMBF-Initiative "InnoRegio" an. Sie will die unterschiedlichen Kräfte der Region bündeln und zum Gespräch zusammenführen, um die besten Entwicklungschancen zu ermitteln. Sind die Innovationspotentiale erst einmal ermittelt, so lassen sie sich mit vereinten Kräften auch umsetzen. InnoRegio will auf diese Weise den Aufbau regionaler Strukturen anregen und fördern, um die Entwicklung von Innovation zu begünstigen.

BMBF-PM 21.4.99
InnoRegio - Innovative Impulse für die Regionen
Bundesministerin Edelgard Bulmahn und Staatsminister Rolf Schwanitz starten Wettbewerb zur Mobilisierung regionaler Initiativen in den neuen Ländern.

Zur Homepage von InnoRegio

Pressemitteilungen des Wettbewerbs

FAQ: Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Wettbewerb - - Veranstaltungen - - Partner

Was sind Innovationsfaktoren?

Die Liste von Innovationsfaktoren bezeichnet die Bandbreite von Anforderungen und Möglichkeiten, regionale Neuerungen einzuführen. Gleichzeitig dient sie dem Wettbewerbsteilnehmer als Checkliste für seinen Beitrag.

- Bereitschaft und Fähigkeit der Akteure der Region, Ideen für Innovationen zu entwickeln
- Art, Zahl, Profil und Leistungsfähigkeit der Bildungs- und Forschungseinrichtungen in der Region
- Ausbildungsprofil, Verfügbarkeit und Beschäftigung qualifizierten Personals
- Art, Zahl und Profil der Wirtschaftsunternehmen der Region
- Qualität und Umfang des Zusammenwirkens der Bereiche Bildung, Forschung, Wirtschaft (einschl. Dienstleistung, Handel, Handwerk), Finanzierung und Verwaltung bei der Vorbereitung und Umsetzung von Innovationen (Vernetzung, gemeinsame Gremien, Kopplung von Regional- und Kompetenzentwicklung etc.)
- Verfügbarkeit und Nutzung von Know-how (z. B. Patente) und Infrastruktur der Region für die Entwicklung von Innovationen
- Diversifikations- und lnnovationsbereitschaft/-fähigkeit von Unternehmen der Region
- Kooperation und Kooperationsmöglichkeiten von Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen der Region
- Bereitschaft und Fähigkeit der Menschen in der Region, innovative Unternehmen zu gründen (Anzahl der Gründungen, Gründungsklima, Erwerb von Fähigkeiten u. a.)
- Dienstleistungsangebot für innovative Unternehmen und Unternehmensgründer
- Attraktivität der Region für die Ansiedlung bzw. Neugründung innovativer Unternehmen (Infrastruktur, Akzeptanz, Lebensqualität u. a.)
- Bereitschaft und Möglichkeit von Banken, privaten und öffentlichen Geldgebern, innovative Unternehmen, Institutionen und Projekte der Region zu finanzieren und zu begleiten
- Genehmigungspraxis für die Errichtung und den Betrieb von Produktionsanlagen in der Region (Dauer, Aufwand etc.)
- Innere und äußere Wahrnehmung der Region und ihrer Akteure (Standortmarketing u. a.)
- spezielle Modelle zur Beschäftigungs- und Arbeitsmarktförderung - - Quelle

Hier die komplette Information über den Wettbewerb und seinen Ablauf

Um sicherzugehen, daß der ostdeutsche Wettbewerb auch richtig promotet und umgesetzt wird, hat das Forschungsministerium keine ost-, sondern westdeutsche Agenturen und Projektträger eingeschaltet, etwa das IFOK Institut für Organisationkommunikation aus dem hessischen Bensheim - http://www.ifok.de


InnoRegio ist eine Chance für die neuen Länder

Innovative Impulse für die Regionen – Informationsveranstaltung in Adlershof

Die erste Informationsveranstaltung fand am 19. Mai 1999 in Berlin-Adlershof statt. Die Veranstaltung informierte über Ziel, Ablauf und Fördermöglichkeiten von InnoRegio. Mit InnoRegio fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Innovationskraft im Osten Deutschlands mit insgesamt 500 Millionen Mark. Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit der neuen Länder zu stärken und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das Projekt läuft bis zum Jahr 2005. Das Programm hat zum Ziel, daß sich Menschen aus verschiedenen Institutionen, Branchen und Berufen zusammenschließen und in Partnerschaften innovative Projekte für ihre Region entwickeln.

InnoRegio richtet sich ausdrücklich an alle, die sich für die Zukunft ihrer Region interessieren und auch engagieren wollen. Angesprochen sind dabei vor allem Unternehmerinnen und Unternehmer aus Industrie, Handwerk, Landwirtschaft und Gewerbe, Bildungs- und Forschungseinrichtungen wie allgemein- und berufsbildende Schulen, Hochschulen sowie private Forschungseinrichtungen, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, von Vereinen und Verbänden, aber auch "nicht-organisierte" engagierte und kreative Bürgerinnen und Bürger.

Das Förderprogramm, das ausschließlich auf die neuen Länder zugeschnitten ist, gliedert sich in drei Phasen. In der gestarteten ersten Phase sollen sich die genannten regionalen Partnerschaften bilden. Bis zum 15. August 1999 können sie sich beim Projektbüro bewerben. Eine Jury wählt im Oktober dieses Jahres die besten und tragfähigsten Ideen aus, mit denen die Bewerber ihre Region zu Innovationen führen wollen. Die ausgewählten "InnoRegios" können in der zweiten Wettbewerbsphase ab November 1999 ihre Partnerschaft zu einem nachhaltigen Netzwerk und ihre Ideen zu konkreten Projekten ausarbeiten. Im September 2000 entscheidet die Jury, welche Projekte mit BMBF-Projektmitteln gefördert werden. In der dritten Phase gilt es, die Projekte umzusetzen – sie läuft vom Herbst 2000 bis Ende 2005.

Die Adlershofer Veranstaltung war recht gut besucht, ca. 150 Besucher aus verschiedenen KMU. Im Publikum außerdem vertreten die bekannten Akteure aus der Technologieszene, relativ viele Vertreter von freien Bildungsträgern und etliche Vertreter von Consulting-Unternehmen. Das InnoRegio-Team stellte sich zunächst kurz selbst, anschließend in einem Vortrag von ca. 3/4 h den Wettbewerb vor. In einer anschließenden Diskussion von ca. 1 h wurden auf Nachfrage verschiedener Teilnehmer einige Ausschreibungsrandbedingungen präzisiert bzw. erläutert.

Es konnten dadurch folgende offenen oder nicht präzis erläuterten Fragen geklärt werden :

- Der Westteil Berlins ist kein neues Bundesland im InnoRegio-Sinne.
- Es ist möglich, Partner aus dem Westteil in ein InnoRegio-Vorhaben einzubinden, der Schwerpunkt der Aktivitäten sollte aber ebenso wie der Sitz des Koordinators im Ostteil bzw. in den NBL sein.
- Thematisch voneinander abgegrenzte InnoRegios können sich geographisch überlappen
- Jede InnoRegio sollte einen eigenen antragstellenden Koordinator besitzen; ein antragstellender Koordinator für alle Berliner Aktivitäten ist nicht erwünscht
- "Anknüpfen an Bestehendes": InnoRegios, die sich nur mit dem Ausbau des Bestehenden befassen, sind so wenig im Sinne des Wettbewerbes wie reine Regionalentwicklungskonzepte, der Inhalt der InnoRegio sollte neu für die Region sein. InnoRegios, die erfolgreiche Konzepte anderer Regionen (auch ausländischer) nachahmen, um so bisher nicht Bestehendes in der eigenen Region zu etablieren, sind dagegen im Sinne des Wettbewerbes. Es zählt also nicht der absolute Neuheitscharakter, sondern die Neuheit für die Region.
- InnoRegio-Vorschläge, die an bestehendes anknüpfen, sollten deutlich neue Qualitäten mitbringen und entsprechende Effekte erwarten lassen.
- Der Sitz der Hauptakteure muß innerhalb der InnoRegio sein, Zukaufen von Know-how von außerhalb ist in geringerem Maße möglich.
- Laut InnoRegio-Team ist die fachliche Zusammensetzung der Jury: Regionalentwicklungsexperten, Arbeitsmarktforscher, Innovationsforscher, KMU-Vertreter, Sozialökonomen.
- Das Thema eines InnoRegio-Vorschlages muß keineswegs ein technisches sein. Inno steht generell für Neu, wobei die Neuheit auch eine organisatorische, eine wirtschaftliche, eine qualifikatorische, eine ökologische oder eine sozialökonomische sein kann.
- Bei Vorhaben, die irgendwelcher Genehmigungen bedürfen, sollten die Genehmigungsbehörden von Anfang an das Projekt unterstützen.

Zur gewünschten Größe eines InnoRegio-Vorhabens standen folgende Äußerungen im Raum:
Eine InnoRegio sollte einen deutlich höheren Anspruch und einen größeren Umfang haben als die Summe aus einigen Verbundprojekten. Eine InnoRegio sollte aber auch klein genug sein, um handlebar zu bleiben, d.h. sie sollte nicht die Größe haben, die wegen ihres eigenen Verwaltungsaufwandes unökonomisch viel Overhead produziert und sie sollte so bemessen sein, daß eine Jury den Akteuren die Umsetzung auch zutraut.

Des weiteren stellte die Technologiestiftung Berlin auf der Info-Veranstaltung ihr Angebot vor, in Berlin solange koordinierende Funktionen wahrzunehmen, bis sich zu einzelnen Themen Projektteams gebildet haben. Die TSB wird sich bemühen, InnoRegio-Interessierte bei der Suche nach Partnern, bei der Klärung formaler Fragen mit dem InnoRegio-Team und als Berliner Informationsdrehscheibe zu InnoRegio-Fragen zu unterstützen.

Im Auftrag des BMBF betreut ein Projektteam InnoRegio: der Projektträger Biologie, Energie, Umwelt (BEO), das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB), der Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Institut für Organisationskommunikation (IFOK). Wettbewerbsunterlagen können Interessierte kostenlos im InnoRegio-Projektbüro anfordern, oder von der Homepage www.innoregio.de herunterladen.

Projektbüro InnoRegio
Wallstraße 17-22, D-10179 Berlin
Tel.: 030 20199-482, Fax: 030 20199-470, Email: innoregio@innoregio.de


TSB koordiniert Berliner InnoRegio-Aktivitäten

Die TSB hatte sich bereit erklärt, in den nächsten Wochen koordinierende Aufgaben wahrzunehmen, durch die Berliner InnoRegio-Interessierte unterstützt werden sollen, bis sich zu verschiedenen InnoRegio-Vorhaben arbeitsfähige Projektteams gebildet haben. Insbesondere soll durch die Arbeit der TSB sichergestellt werden, daß InnoRegio-Interessierte, die an verwandten Themen arbeiten, frühzeitig voneinander erfahren, um ihre Kräfte bündeln zu können. Die TSB hat dieses Angebot über die SenWFK und auf einer Infoveranstaltung des InnoRegioteams am 19.05. bekannt gemacht.

Die TSB bittet deshalb alle an einer InnoRegio-Teilnahme interessierten Berliner Unternehmen und Institutionen darum, Kontakt mit der TSB aufzunehmen. Insbesondere sind wir daran interessiert, möglichst frühzeitig zu erfahren, welche Themenkreise die jeweiligen Einrichtungen für InnoRegio-geeignet halten und ob bereits Vorarbeiten zu Projektvorschlägen geleistet werden.

Der TSB liegen inzwischen InnoRegio-Ideen einer Vielzahl von Institutionen vor. Die TSB wird diese Akteure bei der Konkretisierung und bei der Erarbeitung ihres InnoRegio-Vorschlages unterstützen, indem sie ihnen fachlichen Input ihrer Initiativen BioTOP, FAV und ProT.I.M.E. zur Verfügung stellt und indem sie den einzelnen Akteuren bei der Lokalisierung geeigneter Partner behilflich ist. Derzeit wird durch eine Vielzahl von Akteuren an der Konkretisierung von InnoRegio-Ideen gearbeitet. An den Technologiestandorten Adlershof und Buch haben sich darüber hinaus bereits erste Projektteams gebildet, die konkrete InnoRegio-Anträge erarbeiten.

Kontaktaufnahme (bevorzugt per e-mail):
TSB Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin, Dr. Christian Hammel
Fasanenstr. 85, 10623 Berlin
Tel: 46 30 25 08, Fax: 46 30 24 44. e-mail: hammel@technologiestiftung-berlin.de


InnoRegio in Brandenburg

Der InnoRegio-Wettbewerb, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgelobt wurde, hat im Land Brandenburg ein lebhaftes Echo gefunden.
Die Technologiezentren, die Hochschulen mit den inzwischen acht Transferstellen, die Forschungseinrichtungen und die T.IN.A. Technologie- und Innovations-Agentur Brandenburg GmbH sehen besonders in einem bedarfsgerechten Technologietransfer in die Regionen und ihre Unternehmen einen Schlüssel zur Stärkung der Innovationsfähigkeit und nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. 

In der ersten Phase geht es darum, Ideen und Akteure so zu verknüpfen, dass konsensfähige Projekte mit besonders hohen Entwicklungspotentialen in den jeweiligen Regionen zustandekommen.

Über die InnoRegio-Börse Brandenburg erfahren die unterschiedlichen Akteure mit ihren Ideen, Angeboten und Nachfragen voneinander.

Sie haben die Möglichkeit, sich über aktuelle Aktionen und Angebote zu informieren und sich mit den jeweiligen Partnern im Direktkontakt in Verbindung zu setzen.

Haben Sie selbst ein Angebot oder ein Gesuch? Wir nehmen es gern in die Börse auf. Fordern Sie per E-Mail unsere Vorlage an: tina-potsdam@tecnet.de
 

Kontakt InnoRegio-Börse Brandenburg

T.IN.A. Brandenburg GmbH
Geschäftsstelle Cottbus 
Dr. Klaus Pohl 
Am Technologiepark 1 
03099 Kolkwitz

Tel. 03 55/78 41-8 00 
Fax 03 35/78 41-8 01 
tina.gsc@ranet.de

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InnoRegio-Börse Brandenburg - Bedarfsgerechter Technologietransfer in die Regionen

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InnoRegio - Kontakt- und Kooperationsbörse Mecklenburg-Vorpommern

Kontaktgesuche und InnoRegio-Konzepte
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BerliNews, 4. 6. 99
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Autor: Manfred Ronzheimer


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