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Highlights aus dem DFN
Wissenschaft auf der IFA (1)
Wissenschaft auf der IFA (1) : Highlights aus dem DFN BERLINBETA version 2.0 - Konferenzprogramm 27. und 28. August 99
Das Internationale Medienforum ’99 vom 31. August bis zum 2. September 1999 Wege in die Informationsgesellschaft - Die IuK-Landesinitiativen der deutschen Bundesländer
LeMO - ein lebendiges virtuelles Museum onlineEine Internet-Ausstellung zur Deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts
LeMO steht als Abkürzung für "Lebendiges virtuelles Museum Online". Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST arbeiten das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (HdG) in Bonn an einer multimedialen virtuellen Internet-Ausstellung zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Die virtuelle Ausstellung besteht aus zwei großen Bereichen: Dreißig
dreidimensionale "Erlebniswelten" wurden mit der Programmiersprache VRML
(Virtual Reality Modeling Language) gestaltet. In diesen "3-D-Welten" finden
sich wie in einer realen Ausstellung zahlreiche historische Objekte aus den
beiden Museen. Mit einem Mausklick auf diese Objekte gelangt man auf die
HTML-Ebene (Hypertext Markup Language) mit den historischen
Informationsseiten: LeMO ist ein Projekt des DFN Vereins (Verein zur Förderung eines deutschen Forschungsnetzes e.V.) und wurde 1997/98 mit Mitteln der Deutschen Telekom Berkom GmbH gefördert. Im Zuge einer einjährigen Weiterförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung soll das Projekt inhaltlich abgerundet und um zusätzliche interaktive Elemente erweitert werden. Nach Abschluß des Projekts im Jahr 2000 soll LeMO dann insbesondere für Schüler und Studenten einen anregenden, informationsreichen Gang durch die Geschichte bieten.
Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST
Tel: 030-24306-374
DFNzineVom Heft zum Multimedialen Online Magazin
Das World Wide Web ist zum Synonym geworden für das Internet schlechthin. Mehr als 80 Prozent der Internet-Nutzung entfallen tatsächlich auf den Abruf von Informationsseiten von Web-Servern. Schaut man genau hin, sind fast alle angebotenen Web-Seiten nicht mehr als mehr oder weniger bunte Informationstafeln, die nacheinander aufgerufen und gelesen werden müssen. Dies entspricht in keiner Weise den derzeitigen und zukünftigen Möglichkeiten des Internet. Denn gerade für die klassischen Anbieter von Informationen, von Verlagen oder Rundfunkanstalten lassen sich Möglichkeiten erahnen, wie multimediale Magazine im Web entstehen können zum Nutzen des "Besuchers", der sich individuell und interaktiv sein digitales Programm, seine digitale Zeitschrift, eben sein Ezine, zusammenstellen kann. Im Rahmen des Projektes "DFN-Expo" wird an der Universität Hannover, gefördert vom DFN-Verein mit Mitteln des BMBF, eine Multimediales Online Magazin entwickelt. Die wesentlichen Merkmale dieses DFNzine sind die Integration multimedialer Elemente wie Audio,Video, Virtual Reality, die Abkehr von der strengen Einteilung der Beiträge in Ausgaben und die konsequente Nutzung der Datenbank. Die Erstellung der Beiträge und die Administration erfolgt komplett über ein Web-Interface. Durch ein integriertes dreidimensionales Virtual-Reality-Modell bietet das DFNzine sowohl einen themenorientierten als auch einen intuitiven optischen Informationszugriff.
Mixed Reality TVDas virtuelle Fernsehstudio der Zukunft existiert im NetzHochgeschwindigkeitsnetze gestatten verteilte netzbasierte Produktion auch bei hohen Anforderungen an die Datenübertragung. Live-Fernsehproduktionen erfordern beispielsweise die ausfallsichere und verzögerungsfreie Übertragung von bandbreitenhungrigen Videoströmen ohne Qualitätsverlust. ATM-Netzwerktechnik (Asynchonous Transfer Mode, Netze die sogenanntes "Quality of Service" garantieren) und die paarweisen Videocodec-Geräte stellen eine bewährte Lösung dar, mit der Videobilder über weite Distanzen im Datennetz übertragen können. Dabei werden Kompressionsverfahren eingesetzt, die den Bandbreitenbedarf gering halten. In dem vom DFN-Verein mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten und gemeinsam an der Kunsthochschule für Medien Köln und dem Forschungszentrum Informationstechnik (GMD) bei Bonn durchgeführten Projekt "Verteilte Virtuelle TV-Produktion" wird am weitergehenden Einsatz von ATM-Netzen für die TV-Produktion gearbeitet. Auf Grundlage des Hochgeschwindigkeitsnetzes Gigabit-Testbed West entwickeln und erproben die Projektpartner ein verteiltes virtuelles Fernsehstudio. Ein erster Entwicklungschwerpunkt ist das extrem zeitkritische verteilte Rendering. Dabei wird die Grafikhardware der Workstations über ATM-Verbindungen eng gekoppelt. Verteilt generierte Bildanteile werden direkt im Binärformat der Grafikhardware ohne Verwendung von Videocodecs übertragen und im Zielrechner zum Endbild zusammengefügt. Im Rahmen der Internationalen Funkausstellung 1999 in Berlin demonstrieren die Projektpartner in Kooperation mit dem Westdeutschen Rundfunk, dem DFN-Verein und dem Institut für Rundfunktechnik eine Live-Produktion bei der erstmals ein entfernt animierter virtueller Akteur in das virtuelle Studio eingespielt wird. Die Produktion ist ein Arbeitsbeispiel dafür, wie in einemnetzbasierten Produktionsverbund ein virtuelles Studio bedarfsabhängig und kostenoptimiert aus spezialisierten Dienstleistern zusammengeschaltet werdenkann.
Bilder rasen durch die NetzeDeutsches Forschungsnetz baut optisches Netz im Gigabit-pro-Sekunde Bereich auf
Was kann man sich schöneres vorstellen? Keine Wartezeiten mehr im Internet, Texte, Bilder, Videos, Musik und virtuelle Welten machen die Nutzung dieses weltweiten Netz-Verbundes zu einem Vergnügen. Computer, Fernsehen und CD-Player verschmelzen zu einer Einheit, die individuelle Programmgestaltung multimedial und interaktiv möglich machen. Der Weg dahin ist (garnicht mehr) weit! "Internet2" steht derzeit als Synonym für diese Zukunft: schnelle Datennetze, neue Anwendungen, weltweite leistungsfähige Verbindungen! Tatsächlich ist "Internet2" das Synonym für das weltweite Engagement der Wissenschaft für die kommende Generation des Internets. In zahlreichen Ländern arbeiten Wissenschaft und Forschung an neuen Netz- und Übertragungstechnologien. Das Internet2 wird in Deutschland derzeit im Deutschen Forschungsnetz entwickelt, im Frühjahr 2000 realisiert und der Wissenschaft und Forschung zur Verfügung gestellt. Auf der Internationalen Funkausstellung zeigt der DFN-Verein innvoative Anwendungen aus den Bereichen Fernseh-Produktion und Virtuelle Welten. Über Glasfaser-Verbindungen von 2,4 Gigabit-pro-Sekunde werden verteilte Live-Fernsehproduktionen ebenso möglich wie virtuelle Spaziergänge in Museen, Virtuelle Figuren werden zum Leben erweckt.
Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e.V., DFN-Verein Tel: 030-884299-42
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Autor: Manfred Ronzheimer
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