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Umwelt

Neues Bauen mit Bambus

Traditionelles Material trifft moderne Verbindungs-Technik - Hannover Messe, Halle 2

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www.conbam.de

Während in Südamerika und Asien Konstruktionen aus Bambus traditionell bewährt sind, ist es in Deutschland gelungen, dem modernen Bauen mit Bambus neue Türen zu öffnen. Die innovative CONBAM Verbindungs-Technik ermöglicht den Bau leistungsfähiger, sicherer und leicht montierbarer Bambus-Konstruktionen. Sie wurde erfolgreich durch Univ. Prof. Dr.-Ing. Evelin Rottke und Dipl.-Ing. Christoph Tönges in Zusammenarbeit mit Studenten der Fakultät für Architektur am Lehrstuhl für Tragkonstruktionen der RWTH Aachen entwickelt.

In der Praxis wurde die Verbindungs-Technik zum Bau der bislang größten Bambuskuppel verwendet. Weitere Projekte folgten zur Bundesgartenschau 2005 sowie zum Bau des ersten Bambushaus Deutschlands in Darmstadt. Das öffentliche Interesse trug dazu bei, dass die von Tönges nach seinem Studium gegründete Firma CONBAM die Auszeichnung "Ausgewählter Ort 2006" im Rahmen des Wettbewerbs Deutschland - Land der Ideen unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler erhielt.

Auf der Hannover Messe ist die Technologie in Form eines Bambus-Pavillons am Stand von tech transfer in Halle 2 zu sehen. Das Exponat wurde am Dienstag auch vom indischen Wissenschaftsminister besucht.

CONBAM, Geilenkirchen
Freitag, 31.03.2006
Veranstaltung: Tag der offenen Tür mit Bambus-Ausstellung und Vorträgen in der Begegnungsstätte Haus Basten, Konrad-Adenauer-Str. 118, Geilenkirchen

Das Gras-Haus
Schläge mit dem Rohrstock sind schmerzhaft und hinterlassen Spuren. Christoph Tönges nutzt die Stabilität des verholzenden Riesengras Bambus zu anderen Zwecken. Der Firmengründer von CONBAM verwendet Bambus-Rohre als Stützen für den Hausbau. Eine solide Basis für schlechte Zeiten, denn Bambus wächst so schnell wie Unkraut. Wo sonst Beton in der Wand verschwindet, präsentiert Tönges die schönen Grashalme. Traditionell werden die Halme nur mit Seilen festgezurrt. Weil dies aber kein deutscher Statiker abnehmen würde, forschten der Diplomingenieur und Evelin Rottke, Oberingenieurin am Lehrstuhl für Tragkonstruktionen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, an der geeigneten Verbindungstechnik. Die Lösung: ein konischer Stabanschluss. Es wäre aber keine humane Architektur, müssten die Handwerker den Rest des mit Bambus-Stützen gebauten Hauses nicht vornehmlich aus Stroh, Lehm und Holz zusammenzimmern. Ein wahres Paradies für Feng-Shui-Jünger.

Adresse:
CONBAM - An der Vogelstange 40 - 52511 Geilenkirchen (Nordrhein-Westfalen) - Tel: 0163 8081975 - www.CONBAM.de

Bambus - eine ökologische Entscheidung

Bambus ist die Pflanze mit der höchsten Wachstumsgeschwindigkeit der Erde und damit eine schnell nachwachsende Ressource. Das benutzerfreundliche Riesengras wird für unterschiedlichste Anwendungen genutzt. Der Grund: kein anderes natürliches Material besitzt mehr Elastizität, Härte und Festigkeit.
Bambus produziert viermal so viel Biomasse wie Eiche. Wann immer Bambus angewendet wird, ist es ein wertvoller Beitrag für unsere Umwelt, solange der viel langsamer wachsende Hartholzwald unberührt bleibt. Bambus braucht zum Wachstum nur wenig Energie, dabei produziert er ein Material mit enormen mechanischen Eigenschaften - ein guter Grund, um Energie fressende Stahlkonstruktionen zu ersetzen. Bambus produziert gegenüber den meisten Pflanzen mehr Sauerstoff und bindet mehr CO2. Er spielt deshalb eine wichtige Rolle in einem gesunden Ökosystem. Und durch sein weit verzweigtes Wurzelsystem verhindert er Bodenerosion.

CONBAM Advanced Bamboo Applications
Die perfekte Verbindung von Natur und Technik bietet die CONBAM-Verbindungs-Technik für Bambus-Rohre. Als Absolvent der RWTH Aachen gründete Dipl.-Ing. Christoph Tönges die Firma CONBAM. In enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Tragkonstruktionen der RWTH sowie der etablierten belgischen Membranbaufirma CARPRO baut das Dreier-Team effiziente und ästhetisch ansprechende Bambus-Konstruktionen. CONBAM ist ein "Best Practice"-Beispiel für einen gelungenen Technologietransfer aus einer weltweit angesehenen Forschungs- und Lehreinrichtung in eine grenzüberschreitende Region.

Auszeichnung: CONBAM ist "Ausgewählter Ort 2006"
Initiative "Deutschland - Land der Ideen" Website: www.land-der-ideen.de

Bambus-Pavillon CC-36
Der innovative Bambus-Pavillon CC-36 ist mit einer Fläche von 6 x 6 Metern ein exklusives Accessoire für Ihre Gartenanlage - als saisonaler Schutz oder ganzjährig als ein einzigartiger Blickfang.
Wie sein natürliches Baumaterial Bambus vereint der Pavillon effiziente Eleganz mit Ökologie. Die elegante Membrankonstruktion unterstützt in ihrer Leichtigkeit die perfekte Verbindung von Natur und Technik.

Der Pavillon CC-36 ist das neueste Ergebnis der fruchtbaren Zusammenarbeit von CARPRO, dem renommierten Spezialisten für textiles Bauen mit Membranstrukturen und CONBAM, dem führenden Unternehmen für Konstruktionen mit Bambus und der freundlichen Unterstützung des Lehrstuhls für Tragkonstruktionen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.


Bambus in der modernen Architektur
Ch. Tönges stellt aktuelle Projekte vor
Ausstellung, Workshop, Vorträge
11.-26. April 2006
GoetheHaus - Jl. Sam Ratulangi 9-15, Menteng - Jakarta Pusat

Eröffnung der Ausstellung Neue Bambus-Architektur am Dienstag, 11. April 2006, 19.30 Uhr

Manche nennen es das "Holz des armen Mannes", für andere ist es "das grüne Gold": Bambus, die schnellstwachsendste Pflanze der Welt.
Dieses vielseitig verwendbare Riesengras stellt bereits seit Jahrhunderten ein bewährtes traditionelles Konstruktions- und Baumaterial dar. In jüngster Zeit hat es in der Architektur erneut Beachtung gefunden, denn kein anderes natürliches Material besitzt größere Elastizität, Härte und Festigkeit. Aufgrund seines raschen Wachstums stellt Bambus auch eine schnell erneuerbare Ressource dar. Es sind nicht nur diese Materialeigenschaften des Bambus, die Forscher und Ingineure faszinieren, sondern auch seine Gestalt. Als eine natürlich gewachsene Röhre ist Bambus für Konstruktionen geeignet wie wir sie von Stahlbauweisen her kennen. Modernste Verbindungsstechniken ermöglichen dabei vielfältige und effiziente Gefüge. Selbst beim Einsatz von Leichtbauweisen in der Flugzeugtechnologie übernehmen Ingenieure dem Bambus ähnliche Strukturen für die Konstruktion von Flugzeugen.
Bambus wird in Deutschland unter anderem von Architekten verwendet, die sich mit Feng Shui beschäftigen. Hier kommt dieses natürliche Baumaterial bei der Konstruktion von Dächern und Bürogebäuden zum Einsatz.

Bamboo Domes
"Den größtmöglichen Raum mit dem geringstmöglichen Aufwand umfassen", so könnte die Definition einer Kuppel lauten. Der berühmte Wissenschaftler Sir Richard Buckminster Fuller entwickelte verschiedene Möglichkeiten für den Bau von Kuppeln in Leichtbauweise, wie seine geodätischen Kuppeln. Deren Effizienz könnte allerdings noch gesteigert werden, wenn das natürliche Konstruktionsmaterial Bambus verwendet werden würde.
Christoph Tönges wird bei diesem Vortrag eigene Projekte zum Bau von geodätischen Kuppeln und CONBAM Bambus-Kuppeln - eine weiterentwickelte geodätische Struktur - vorstellen.

Workshop Bambus Café
Leitung: Christoph Tönges und Marion Lammersen
12. April 2006 - 15. April 2006 - Ort: Goethe-Institut Jakarta

Als eine schnell erneuerbare und natürliche Ressource besitzt Bambus bemerkenswerte Eigenschaften und ist eine der faszinierendsten Baumaterialien.
Im Verlauf dieses Workshops soll nun ein Café aus Bambus für das Goethe-Institut Jakarta gestaltet werden.
In einem ersten Schritt werden die Teilnehmer zunächst mit Bambus als einem modernen Konstruktionsmaterial im Hinblick auf seine technischen und gestalterischen Möglichkeiten vertraut gemacht. Die Grundlagen hierfür werden in Vorträgen vermittelt, die auch dazu anregen sollen, individuelle Entwürfe für das Café zu entwickeln.
Im Gestaltungsprozess fertigen alle Teilnehmer ihre eigenen Skizzen und Modelle an, die später in einer Abschlusspräsentation vorgestellt werden. Die Teilnehmer werden unter der Anleitung von Marion Lammersen, Photographin und Designerin, und dem Architekten Christoph Tönges aus Deutschland arbeiten. Grundlagenwissen ist für eine Teilnahme nicht notwendig.

Bauen mit Bambus
Außen hart, innen hohl und dabei höchst flexibel
FAZ, 06. März 2006

Auszug:
Dem Ziel, die Eigenschaften des Bambus besser nutzen zu können, hat sich auch ein Forschungsteam an der technischen Hochschule Aachen verschrieben. Seit dem Jahr 2000 wird dort am Lehrstuhl für Tragkonstruktionen mit Bambus geforscht und experimentiert. Vor allem das Problem, wie man die einzelnen Stäbe verbinden kann, beschäftigte dabei Wissenschaftler und Studenten. Evelin Rottke und Christoph Tönges entwickelten schließlich innerhalb von drei Jahren den sogenannten "konischen Stabanschluß", eine gleichermaßen technisch wie ästhetisch überzeugende Lösung. Die Stabilität dieser Verbindungstechnik hat Tönges durch umfangreiche Berechnungen und Tests nachgewiesen. Bambusrohre können damit erstmals auf sichere und - vor allem - statisch kalkulierbare Weise miteinander und mit anderen Konstruktionsteilen verbunden werden. Aus dem Low-Tech-Material wird so ein innovativer und vielseitiger Baustoff, ideal geeignet für den natürlichen Leichtbau.

Inzwischen vertreibt Christoph Tönges seine Produkte unter dem Firmennamen Conbam. Chancen für den kommerziellen Einsatz seiner Verbindungstechnik sieht er vor allem in der Kombination von Stabtragwerken aus Bambus mit Membranoberflächen. "Bambus ist ein phantastisches Baumaterial", schwärmt Tönges, "das hervorragende Materialeigenschaften mit einem hohen optischen Reiz verbindet." Als Beispiel für diese These präsentierte er auf der Bundesgartenschau in München eine elegante, schattenspendende Konstruktion aus Bambusstützen und Sonnensegeln. Auch beim Bau eines kleinen Bürogebäudes in der Darmstädter Innenstadt kommt Tönges' Entwicklung zum Einsatz: Die 33 Bambusstäbe, auf denen die Dachkonstruktion ruht, werden durch die neue Technik mit den anderen Bauteilen verbunden. Auch größere Bauten sind so machbar: Die Kombination der Conbam-Technologie mit räumlichen Verbindungsknoten - wie sie aus dem Stahlbau von den sogenannten Mero-Systemen bekannt sind - ermöglicht Kuppelkonstruktionen, die wiederum mit Membranen zu geschlossenen Hallenräumen überspannt werden können.

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Aachener Zeitung, 02.04.2004
Ein Haus aus wucherndem Supergras bauen
Schon vor langer Zeit hat Christoph Tönges sein Herz an zwei Dinge gehängt: Das eine ist das Konstruieren mit Bambus, das andere das Wohlergehen der Menschen.

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Nachrichten aus dem Rhein-Kreis Neuss - Freitag, 19.08.2005
Internationales Symposium auf Schloss Dyck - Nachwachsende Rohstoffe

Bambus ist die Pflanze mit der höchsten Wachstumsgeschwindigkeit und damit eine schnell heranwachsende Ressource. Das Riesengras wird für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt. Der Grund: kein anderes natürliches Material besitzt mehr Elastizität, Härte und Festigkeit als das "neue Gold" Kolumbiens, wo Bambus in besonderer Qualität wächst. Aufgrund der Verbindungen des Rhein-Kreises Neuss nach Lateinamerika hatte die Wirtschaftsförderung des Kreises zusammen mit der Stiftung Schloss Dyck zu einem Symposium unter der Überschrift "Bauen mit Bambus" eingeladen. Unterstützt wurde die passend zum Jahr des Bambus auf Schloss Dyck stattfindende Veranstaltung von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen sowie den Unternehmen CONBAM und Bamboo Technologies.

Die Initiative zu dem in Deutschland erstmaligen Bambus-Workshop entstand im Nachgang zur Lateinamerikakonferenz der Deutschen Wirtschaft in Cartagena im Mai dieses Jahres. "Der kolumbianische Generalkonsul Hellmut Lücker hat mich auf die Spur gebracht", erklärt Landrat Dieter Patt, der das hochkarätige Symposium eröffnete. Dass der nachwachsende Rohstoff gefragt und international auf dem Vormarsch ist, hat nicht nur die Weltausstellung in Hannover gezeigt, sondern auch die vielen renommierten Wissenschaftler und Architekten, die nach Jüchen gekommen sind, um über die Verwendung des Bambus als Baumaterial zu beraten.

So referierte Prof. Dr. Walter Liese von der Universität Hamburg, ein weltweit führender Fachmann für Bambusbehandlung, über den Bambus als Pflanze und Rohstoff sowie über die Möglichkeiten Bambus vor Schäden zu schützen. Dr. Michael Tistl von der Gesellschaft Technischer Zusammenarbeit in Kolumbien ist für das Symposium extra nach Deutschland gereist. Er hielt einen Vortrag über die Entwicklung des Bambus in Kolumbien - von der Katastrophenhilfe zur nachhaltigen Forstwirtschaft. Ein weiterer international anerkannter Experte war aus den Niederlanden nach Schloss Dyck gekommen: Prof. Dr. Jules J. A. Janssen, Professor an der Technischen Universität Eindhoven, informierte über die Verfahren zur Normung von Bambus in den USA und Europa und gab praktische Tipps zu deren Anwendung der Verfahren. Über die Entwicklung effizienter Knotenstabtragwerke aus Bambus referierte Dr. Evelin Rottke von der RWTH Aachen. Christoph Tönges von der Firma CONBAM berichtete über innovativen Leichtbau mit Bambus, während der aus dem Sauerland stammende und in Kolumbien lebende Jörg Stamm, dessen Firma Bamboo Technologies weltweit führend im Bereich des Bambusbaus ist, über die Entwicklung von deutscher Handwerkstradition zu kolumbianischen Bambusbrücken vortrug. Mit Marko Brajovic aus der Schweiz und David Guzman aus Spanien referierten zwei weitere internationale Experten über Möglichkeiten beim Bauen mit Bambus.

Die Republik Kolumbien verfügt über ein sehr großes Aufkommen nachwachsender Rohstoffe. Bambus produziert viermal so viel Biomasse wie Eiche und braucht zum Wachstum nur wenig Energie, dabei ist er ein Material mit enormen mechanischen Eigenschaften. Bambus produziert gegenüber den meisten Pflanzen mehr Sauerstoff und bindet mehr Kohlendioxid. Durch sein weit verzweigtes Wurzelsystem verhindert Bambus außerdem Bodenerosion.

"Der Rhein-Kreis Neuss ist im Rahmen des Aufbaus eines Handels- und Distributionszentrums für lateinamerikanische Waren daran interessiert, Kooperationen und neue Transportwege mit den kolumbianischen Häfen Cartagena und Baranquilla aufzubauen", sagt Landrat Patt. Erst kürzlich besuchte eine Unternehmer-Delegation aus Kolumbien im Neusser Hafen Produktionsanlagen für Biodiesel. Ein 40-Fuß-Container mit Bambus, bestellt von der Neusser Holzhandlung Jungbluth und CONBAM, ist bereits im Neusser Hafen eingetroffen. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur und dem neuen Institut mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der RWTH Aachen auf Schloss Dyck ist vorgesehen. Als Werkstoff hat Bambus erst vor kurzem auch im heimischen Handwerk von sich reden gemacht: Beim diesjährigen, von der Tischler-Innung Rhein-Kreis Neuss ausgerichteten Wettbewerb "Die gute Form" wurde ein Gesellenstück aus Bambus mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

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Structure - Gerüst
Das 8m hohe Bambus-Gerüst hat Christoph Tönges für gmp-Architekten in der Pinakothek der Moderne in München gebaut


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