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Wirtschaftspolitik

Erstes deutsches Gründerzentrum feiert Silberjubiläum

Im Berliner Innovations- und Gründerzentrum wurden in 25 Jahren bisher 339 Firmen und Startups betreut

  PE Technische Universität Berlin - 27.11.2008 - auch hier zu lesen

Vor 25 Jahren: TU Berlin war Pate für erstes deutsches Gründerzentrum

Am 30. November 1983 wurde das Berliner Innovations- und Gründerzentrum (BIG) eröffnet. Es war damals das erste seiner Art bundesweit: Von Absolventinnen und Absolventen der TU Berlin initiierte Gründerfirmen, gestützt auf die technologische Entwicklung in der Universität, erhielten in der stillgelegten AEG-Fabrik im Wedding Arbeitsräume und Unterstützung. In diesem Rahmen junge Existenzgründerinnen und Existenzgründer anzusiedeln und somit eine Verbindung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft herzustellen, war damals ein neuer Weg.

Hier wurden anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft unternehmerisch umgesetzt. Der damalige Präsident der TU Berlin, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Starnick, stellte den noch jungen Technologietransfer unter den Leitgedanken "Die Universität als Partner der Wirtschaft" und die Aktivitäten zur Förderung der Unternehmensgründungen unter das Motto "Aus Forschern werden Unter-nehmer". Mit der Unterstützung des damaligen Wirtschaftssenator Elmar Pieroth begann mit dem BIG als Initialzündung eine neue Gründerzeit für Berlin.

In den 1980er Jahren war Berlin eine Inselstadt mit einer ausgeprägten wissenschaftlichen Infrastruktur, starken Universitäten und wichtigen Forschungseinrichtungen. Die wirtschaftliche Struktur dagegen war schwach, was zur Folge hatte, dass immer mehr hoch qualifizierte Arbeitskräfte die Mauerstadt verließen. Mit der Gründung des BIG wurde die TU Berlin zum Initiator eines neuen wirtschaftlichen Aufbruchs für die Region.

Beim Start des BIG in der Ackerstraße waren 14 Firmen dabei, die zum größten Teil von Absolventinnen und Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Disziplinen der TU Berlin gegründet wurden. Zwei Jahre später erweiterte sich das BIG, und es entstand der Technologie- und Innovationspark Berlin (TIB) an der Gustav-Meyer-Allee. Seit 1986 werden BIG und TIB von der Innovations-Zentrum Berlin Management GmbH (IZBM), die auf Initiative der Senatsverwaltung für Wirtschaft als Tochtergesellschaft der Wirtschaftsförderung Berlin gegründet wurde, betrieben.

In den 25 Jahren des Bestehens des Berliner Innovations- und Gründerzentrums wurden insgesamt 339 Firmen betreut. Derzeit sind es 47 Existenzgründer, die nicht nur bei der Gründung ihres Unternehmens, sondern auch bei dessen Führung, beim Networking oder bei der Einwerbung von Fördermitteln unterstützt werden. Über die Jahre ist die Nähe zur TU Berlin geblieben. "Die TU Berlin ist mit ihrer praxisnahen ingenieurstechnischen Forschung und Ausbildung der ideale Nährboden für Ausgründungen", erläutert Dr. Florian Seiff, Geschäftsführer der IZBM. Regelmäßig betreut das BIG Absolventinnen und Absolventen der TU Berlin bei ihrer Ausgründung. Dabei gibt es eine enge Kooperation mit dem TU-Gründungsservice.

Gründungen aus der Universität heraus zu fördern und gezielt neue Arbeitsplätze zu schaffen, ist ein wichtiges Anliegen der TU Berlin geblieben. Neben Seminaren und Workshops zu Themen wie Verhandlungsführung, Selbst- und Zeitmanagement oder Mitarbeiterführung besitzt die TU Berlin seit über einem Jahr eine eigene Gründungswerkstatt. Mit der neuen Gründungswerkstatt werden Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet. Dazu zählen neben günstigem Büroraum auf dem TU-Campus in Charlottenburg und Management-Beratung auch finanzielle Förderung aus dem "Exist"-Programm des Bundesforschungsministeriums oder Geld für Messeauftritte. Unbezahlbar beim Start ins Unternehmertum sind die praktischen Tipps von erfolgreichen Gründern. Über das nationale Alumniprogramm der TU Berlin besteht der Kontakt zu rund 900 TU-Absolventinnen und -Absolventen, die ihr eigenes Unternehmen gegründet haben. Sie werden in die Gründungsfördermaßnahmen erfolgreich einbezogen. Regelmäßig sind sie als Referenten in ihrer Alma Mater zu Gast, sprechen über ihre Praxiserfahrung und geben einen Einblick in ihr Unternehmen. Sie fungieren als Vorbilder, Mutmacher und Wegbereiter für gründungsinteressierte Alumni sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TU Berlin - ein Angebot, das es zur Gründung des Berliner Innovations- und Gründerzentrum noch nicht gab.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Kristina R. Zerges, Leiterin des Presse-. und Informationsreferats, Technische Universität Berlin, Tel.: 314-23922, E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de

http://www.izbm.de/3.html

TU intern - November 1998 - Alumni
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