Aktuelle Berichte vom Forschungamarkt Berlin
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Medizin aus Berlin (4)

Schaufenster der Wissenschaft
"Medizin aus Berlin: von Sauerbruch zum virtuellen OP"


Vom 8. -12. Mai 2000 , täglich 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Ort: Potsdamer Platz Arkaden
Veranstalter: Forschungsmarkt Berlin
Information: 030-314-23200

Themeninsel 4:

Kinder- und Frauenheilkunde


"Weibliche Ärzte für weibliche Patienten"

Im Rückblick auf 100 Jahre Medizinstudium von Frauen wird in der Ausstellung "Weibliche Ärzte" der mühsame Kampf um ihre Zulassung zur Universität dargestellt. Erst ab 1896 öffneten die deutschen Universitäten den Frauen ihre Hörsäle.
Gemäß der Forderung "Weibliche Ärzte für weibliche Patienten" ergaben sich aus der Allianz zwischen Patientinnen und Ärztinnen bald neue Tätigkeitsfelder, die über die Privatpraxis hinausgingen. Etwa bei der Krankenkasse für weibliche Angestellte, bei der Sittenpolizei und auch als Schulärztinnen.1920 wurden Frauen auch formal zur Habilitation zugelassen. Aber erst der Zusammenschluß in der Standesorganisation "Bund Deutscher Ärztinnen" 1924 markiert den Übergang von der Profession zur Professionalität von Frauen im ärztlichen Beruf.
Der im Rahmen der 'Schaufensters der Wissenschaften' gezeigte Ausschnitt der Ausstellung konzentriert sich auf Berliner Ärztinnen.

Freie Universität Berlin
Fachbereich Humanmedizin - Universitätsklinikum Benjamin Franklin
Institut für Geschichte der Medizin , Prof. Dr. phil. Dr. med. Rolf Winau , Dr. Eva Brinkschulte
Klingsorstraße 119 , 12203 Berlin
Tel: 030 / 83 00 92 15, Fax: 030 / 83 00 92 37 , E-mail: winau@medizin.fu-berlin.de


Entstehung der Kinderheilkunde in Berlin

Die Säuglingssterblichkeit im Deutschen Reich lag zu Beginn des 20. Jahrhunderts über 20 %. Fast eine halbe Million Säuglinge starben in den ersten Lebenswochen. Nachdem man sich unter den Ärzten und Sozialpolitikern lange mit dem Gedanken an die "Errichtung einer Zentralstelle zur Erforschung der Ursachen der Säuglingssterblichkeit" getragen hatte, konnte 1907 auf Initiative der Kaiserin der Grundstein für das "Kaiserin Auguste Viktoria Haus zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit im deutschen Reiche" gelegt werden.
In der Säuglingsabteilung des KAVH, das als "eine Stätte hoher Wissenschaft, eine Hilfe für Mütter und Kinder, ein Trost für die Familien in Hütten und Palästen, ein Bundesgenosse der Staats-und Gemeindebehörden in der Fürsorge für die Kleinsten, ... " 1909 bestimmungsgemäß in Betrieb genommen werden konnt, sollte vor allen die Physiologie und Pathologie der Säuglingsernährung studiert und vermittelt werden. Entsprechend gab es einen Tierstall, der dem Studium der Gewinnung, der Aufbewahrung und Verarbeitung der Kuhmilch dienen sollte. So wurde der "Säuglingspalast mit Kuhstall", wie das KAVH von jenen genannt wurde, die noch lange unter völlig unzureichenden Bedingungen medizinisch versorgen mußten, zur Wiege der Pädiatrie in Berlin.
Die Assistenten von Otto Heubner, der seit 1894 den ersten deutschen Lehrstuhl für Kinderheilkunde innehatte und als Mitglied des Komittees die Errichtung einer Stätte für Säuglingsheilkunde mit vorangetrieben hatte, wurden die entscheidenden Ärzte bzw. ärztliche Direktoren im KAVH.
Der "Atlas der Hygiene des Säuglings und Kleinkindes" von 1918 kann als eine erste herausragende Aufklärungsschrift zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit angesehen werden. Kurz darauf entstand der als Video gezeigte Aufklärungsfilm zur Säuglingspflege, der hauptsächlich zu Weiterbildungszwecken des Pflegepersonals eingesetzt wurde.

Universitätsklinikum Benjamin Franklin
Kinderklinik , Oberarzt Dr. med. Thomas Lennert
Hindenburgdamm 30 , 12200 Berlin
Tel: 030 / 8445 -4215, Fax: 030 / 8445 4113 , E-mail: lennert@medizin.fu-berlin.de

Auguste Viktoria - Infos aus dem AVK

Zur Geschichte der Universitätsfrauenklinik der Charité


Reproduktionsmedizin - von der Pionierleistung zum Standardverfahren

Etwa 10% aller Paare sind ungewollt kinderlos. Die Ursachen liegen häufig in einem Verschluß der Eileiter, so daß der Samen nicht zu der Eizelle kommt. Häufig liegt die Ursache aber auch beim Mann, der zu wenig Spermien aufweist.
Die englischen Ärzte Steptoe und Edwards waren 1978 mit der Geburt des ersten Retortenbabys (Louise Brown) erfolgreich. Vor der Wende arbeiteten in Berlin zwei Gruppen parallel an dieser Methode der In vitro Fertilisation (Retortenbefruchtung). Im Westteil wurde in der Universitäts-Frauenklinik Berlin-Charlottenburg (Pulsstraße) 1984 mit Hilfe der Forschergruppe um Stauber/Spielmann das erste Retortenbaby geboren. Ein halbes Jahr später wurde das erste Retortenbaby im Ostteil der Stadt (Charité/Forschergruppe um Lisse) geboren, das erste Retortenbaby im damaligen Ostblock.
Diese Methode der In-vitro-Fertilisation (Retortenbefruchtung) entwickelte sich dann zu einem Standardverfahren. Ungenügend waren die Ergebnisse bei schweren Störungen der Samenzellen. Hier hat die Methode der Mikroinjektion der Spermien (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion = ICSI) eine Abhilfe geschaffen. Nachdem eine Brüssler Arbeitsgruppe zum ersten Mal 1991 erfolgreich war, nahm die Berliner Arbeitsgruppe in Universitäts-Frauenklinik Charlottenburg (Pulsstraße) - jetzt Fertility Center Berlin - diese Methode auf und erreichte 1994 die erste Schwangerschaft mit dieser Methode in Berlin. Auch diese Methode ist mittlerweile zu einem Standardverfahren geworden, so daß in der Kombination von beiden Methoden vielen unfruchtbaren Paaren geholfen werden kann.

Frauen- und Kinderklinik Pulsstraße
Klinik Westend, Prof. Dr. Heribert Kentenich
Pulsstraße 4, 14059 Berlin
Tel: 030 / 3035- 44 05, Fax: 030 / 3035-4409 , E-mail: drkfrauenklinik@gmx.de


Pränatale Diagnostik:
Ultraschallfilm aus dem 4.und 5. Schwangerschaftsmonat

Die vorgeburtliche Diagnostik mittels Ultraschall ermöglicht die Entdeckung von Erkrankungen beim Ungeborenen Kind und erlaubt die Therapie dieser Erkrankungen. Mitden heutigen hochauflösenden Ultraschallgeräten sind faszinierende Aufnahmen selbst kleinster Strukturen sichtbar.
Wir haben auf einem Video die Untersuchung eines weiblichen und eines männlichen Feten in der 15. bzw. 20. Schwangerschaftswoche dokumentiert und eine ausführliche Beschreibung des Untersuchungsablaufs erstellt. Die Frauenklinik der Charité, Abteilung pränatale Diagnostik und Therapie, wünscht Ihnen Freude beim Betrachten des ungeborenen Lebens.

Campus Charité Mitte
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Prof. Dr. med. R. Bollmann, Abteilung für pränatale Diagnostik
Schumannstraße 20/21, 10117 Berlin
Tel: 030 / 2802 - 2882 / -5162, Fax: 030 / 2802 -8816 / -1180, E-mail: bollmann@charite.de

Tele-Ultraschall oder : die zweite Meinung bei pränataler Diagnostik

Webseiten von Einrichtungen an der Medizinischen Fakultät Charité


Brustkrebserkennung

Interdisziplinäres Teamwork für maximale Sicherheit und minimale Belastung der Frauen bei der Brustkrebserkennung

Die unter modernen Bedingungen entdeckten Brustkrebse sind zu fast 50% nicht tastbar - klinisch "stumm" - und werden oft nur durch kleinste Verkalkungen ("Mikrokalk") bei der Mammografie entdeckt. Andrerseits ist Mikrokalk häufig in gutartigen Läsionen zu finden. Das heisst: Hier sollte nicht operiert werden. Voraussetzung für Sicherheit bei dieser Entscheidung ist die Koordination und Kontrolle der hochspezialisierten Arbeit aller beteiligten Ärzte im Mammazentrum.
Die Rolle des Kernteams aus Radiologen, Gynäkologen und Pathologen soll am Beispiel des Einsatzes der minimal belastenden computergestützten Gewebsentnahme mittels Vakuumbiopsietechnik im ersten Mammazentrum Berlins dargestellt werden.

Mamma-Zentrum Klinikum Buch
Dr. Thomas Decker
Wiltbergstraße 50 , 13125 Berlin
Tel: 030 / 9401 - 34 88, Fax: 030/ 9401 - 4621 , E-mail: thomas.decker-berlin@t-online.de


Hier zu den anderen Exponaten des Schaufensters der Wissenschaft "Medizin aus Berlin":

- Übergreifende Themen und Information
- Der Körper als Lehrmodell
- OP-Techniken
- Kinder- und Frauenheilkunde
- Implantate und Prothetik

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