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Nach schnellen Lösungen suchen

Stölzl befürwortet "Konzertierte Aktion" zu Informatik-Studiengängen

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Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur
vom 25. Mai 2000

Der Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Christoph Stölzl, erklärt zur aktuellen Diskussion um Zulassungsbeschränkungen in der Informatik an den Berliner Hochschulen:

„Die Berliner Hochschulen haben trotz der schwierigen Finanzlage erhebliche Anstrengungen unternommen, um den von der Wirtschaft geforderten Bedarf an IT-Fachkräften auszubilden. Insgesamt werden an den drei Universitäten nach der bisherigen Beschlusslage insgesamt 950 Studienanfänger zugelassen. An den Fachhochschulen, der Berufsakademie und der Hochschule der Künste sind es insgesamt 724 Studienanfänger.

Im Zusammenhang mit den Anstrengungen der Hochschulen ist unter anderem die Initiative der FU zu begrüßen, einen Bachelor-Studiengang Bioinformatik einzurichten, der einen Abschluss bereits nach 6 Semestern vorsieht. Auch die Technische Universität Berlin hat beschlossen, über die Kapazitäten ihres Strukturplans hinaus eine weitere erhebliche Zahl von Studienanfängern zuzulassen. Dies wird ermöglicht, weil sich das vorhandene Personal zur Mehrarbeit bereit erklärt hat, die Lehrkapazitäten vom Hauptstudium in die Grundausbildung verlagert werden und sich Lehrkräfte aus der Wirtschaft und den außeruniversitären Einrichtungen zur Übernahme unentgeltlicher Lehraufträge bereit zeigen.

Die Senatswissenschaftsverwaltung wird bei der in den nächsten Wochen anstehenden Bestätigung der Zulassungsbeschränkungen prüfen, ob die Hochschulen damit ihre Möglichkeiten ausgeschöpft haben.

Um den Mangel an Ausbildungsplätzen im IT-Bereich zu beheben, bemüht sich die Senatswissenschaftsverwaltung darüber hinaus, weitere 100 Studienplätze an der Berufsakademie im Bereich Medienmanagement zu finanzieren. Die Kosten in Höhe von 900.000 DM sind aus dem Haushalt der Senatsverwaltung jedoch nicht aufzubringen.

Die Berliner Hochschulen genießen im Bereich des Informatikstudiums einen sehr guten Ruf und sind deshalb attraktiv für Studierende aus ganz Deutschland. Wirtschaft, Politik und Hochschulen sollten – wie von der Industrie- und Handelskammer Berlin gefordert – in einer Konzertierten Aktion nach gemeinsamen und schnellen Lösungen für die derzeitigen Engpässe suchen.

Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Brunnenstraße 188/190, 10119 Berlin
Kerstin Schneider - Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Wissenschaft, Forschung) -
Tel: (030) 90228 - 208/206/207, Fax: (030) 90228 - 450/451


Hier finden Sie aktuelle Pressemitteilungen der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur

Beachten Sie auch diese Seiten:

Die Welt, 26.5.2000
IT-Studenten: Streit um Numerus clausus verschärft sich
Senator Stölzl will 100 zusätzliche Studienplätze finanzieren - Landfried zeigt Verständnis für "Notbremse" der Hochschulen

Der Tagesspiegel, 26.5.2000
Weniger Studenten in Informatik
Diepgen bittet Stölzl, Kürzungen zu prüfen

Berliner Morgenpost, Freitag, 26. Mai 2000
Informatik-NC: Diepgen contra Senator Stölzl

taz, 26.5.2000
Hoffnung für Informatik
Eberhard Diepgen kritisiert die von den Unis geplanten Zulassungsbeschränkungen. Stölzl sagt Überprüfung zu

FOCUS 25.5.2000 21:44
NC für Informatik
Trotz des Fachkräftemangels wollen die Berliner Unis einen Numerus clausus für Informatik einführen.

Frankfurter Rundschau 26.5.2000
Parteien sehen Berliner Unis in der Sackgasse
Grüne bezeichnen Einführung des Numerus clausus für Informatik-Studenten als Notsignal
Auszug:
... Die Berliner Grünen haben am Donnerstag den Vorstoß der Universitäten verteidigt. Diese hätten "beim gegenwärtigen Sparkurs der Hauptstadt keine andere Wahl", erklärte der hochschulpolitische Sprecher der Partei, Bernhard Weinschütz. Die Einführung des Numerus clausus (NC) sei ein Notsignal der Hochschulen an die Politik. Auch die Berliner CDU bezeichnete die NC-Einführung als einen Ausdruck von "Hilflosigkeit" und als Vorwurf gegen den ridigen Sparkurs des Senats. Die Hochschul-Expertin der Partei, Monika Grütters, forderte daher "unkonventionelle Methoden", damit möglichst schnell neue Lehrstühlen in der Informatik eingerichtet werden können. Grütters Kollege von der SPD, Peter Schuster, sprach sich dafür aus, als Zwischenlösung unter anderem neue Dozenten-Stellen im Mittelbau zu schaffen.

Das Dilemma kurzfristig zu lösen, sei Aufgabe der Wirtschaft, meinte hingegen Benjamin Hoff von der PDS. Denn es seien in erster Linie die Unternehmen, die ihrer Ausbildungsverpflichtung nicht nachgekommen seien. Nun stehe die Wirtschaft in der Pflicht, Stiftungsprofessuren einzurichten. Der Staat seinerseits erfülle seine Aufgabe mit Einführung der Green Card und mit umfangreichen Weiterbildungs- und Umschulungsprogrammen zu Gunsten der Informationstechnologie-Branche.

Fachhochschulen mit IT-Plan
M it einer „100x100-Offensive“ wollen Fachhochschulen der deutschen Wirtschaft zusätzliche 10 000 IT-Fachleute beschaffen. Wie die Fachhochschule Berlin am Donnerstag mitteilte, sollen unter ihrer Koordination von 100 Fachhochschulen jeweils 100 IT-Ingeniere ausgebildet werden. Die mit der Wirtschaft abgestimmten Lehrgänge dauerten ein Jahr. Finanziert wird das Projekt von der Bundesanstalt für Arbeit. - 25.05.00 - (Quelle: vwd)

taz, 25.5.2000
- IT-Nachwuchs ausgeloggt
Die Berliner Unis beschließen Zugangsbeschränkungen für Informatik. Sie fordern mehr Geld, um die Ausbildungsqualität zu sichern. Senat will die Wirtschaft einbinden. IHK fordert konzertierte Aktion
- Kurzsichtiger Aktionismus : informatik-studium

Hamburger Abendblatt 25.5.2000
Numerus clausus für Informatik
Riesiger Fachkräftemangel, aber kein Geld für zusätzliche Studienplätze und Lehrer

Die Welt, 25.5.2000
Empörung über Numerus clausus für Informatik
Studenten-Ansturm in den Universitäten

Weitere WELT-Artikel zum Thema

- "Mit noch mehr Studenten der Informatik leidet die Qualität"

- "Staatliche Berufsbilder im Medienbereich sind von gestern"

- Opposition: Offenbarungseid der rot-grünen Bildungspolitik
Zukunft paradox: NC für Informatiker

dpa, Montag 22. Mai 2000, 16:56 Uhr
Bulmahn: Europa muss sich im IT-Bereich stärker engagieren
Berlin (dpa) - Europa muss sich in der Informations- und Kommunikationstechnologie nach Meinung von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) stärker mit gemeinsamen Projekten auf dem Weltmarkt behaupten. Wenn die Europäer im technologischen Wettlauf mit den USA und Asien nicht ins Hintertreffen geraten wollen, müssten sie sich mehr als bisher engagieren, sagte Bulmahn am Montag auf der 11. Interparlamentarischen EUREKA-Konferenz in Berlin. «Wir müssen klare und zukunftsweisende Prioritäten und Schwerpunkte setzen.» ...

Lesen Sie auch diese Seiten in BerliNews mit weiteren wichtigen Informationen zum Thema NC :

BerliNews, 25. 5. 2000
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GI: NC für Informatik-Studiengänge in Berlin macht Notstand deutlich

BerliNews, 23. 5. 2000
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BerliNews, 20. 5. 2000
Berlin versagt oder: "Ein Trauerspiel"
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Die "Stadt des Wissens" limitiert ihre Zukunfts-Ressource Humanpotenzial

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Braucht Berlin die "Greencard"?
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Kontakt: Manfred Ronzheimer


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