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Wettbewerb "Stadtgärten" im Park Johannisthal entschieden

Wettbewerb "Stadtgärten" im Park Johannisthal entschieden

BAAG stellt eine Million DM für Realisierung zur Verfügung / Ausstellung der Beiträge bis 14. April

PRESSEINFORMATION BAAG

Internationaler landschaftsplanerischer Realisierungwettbewerb
S t a d t g ä r t e n im Natur- und Landschaftspark Flugfeld Johannisthal in Berlin Adlershof

Berlin, 18. März 1999. Der EU-weit ausgelobte landschaftsplanerische Wettbewerb Stadtgärten im Natur- und Landschaftspark Flugfeld Johannisthal in Berlin Adlershof ist entschieden. Den 1. Preis gewann das Landschaftsarchitekturbüro Irene Lohaus und Peter Carl aus Hannover. Damit ist ein weiterer Baustein in der Realisierung der Stadt für Wissenschaft und Wirtschaft in Berlin Adlershof vorbereitet.

Die drei Stadtgärten sind Bestandteil des 70 ha großen Natur- und Landschaftsparks in Berlin Adlershof, dessen Grundstruktur vom Büro Kiefer entworfen wurde. In den nächsten Jahren wird dieser Park Schritt für Schritt verwirklicht werden. Noch dieses Jahr soll mit dem Bau der drei Stadtgärten des Hannoveraner Büros begonnen werden. Bis zur EXPO-Eröffnung im Jahr 2000 sollen sie fertiggestellt sein, so Herr Jens Krause, Geschäftsführer der Berlin Adlershof Aufbaugesellschaft (BAAG), die als Treuhänder des Landes Berlin mit der Entwicklung des Standortes in Berlin Adlershof beauftragt ist und den internationalen Realisierungswettbewerb ausgelobt hat.

Die Auslobung erfolgte als europaweites offenes, einstufiges Wettbewerbsverfahren mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren. Insgesamt hatten sich 127 Büros aus ganz Europa beworben, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. 36 wurden ausgewählt. Ziel des Wettbewerbes war es, Ideen und Konzepte für fünf der über 30 Stadtgärten im Landschaftspark mit einer Größe von je 2.000 bis 3.000 m² zu entwickeln. Dabei sollte zum einen der Bezug zum Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort hergestellt, zum anderen Nutzungsangebote für die in Adlershof und Umgebung lebenden und arbeitenden Menschen angeboten werden. Insgesamt sollen in dem 420 ha großen Entwicklungsgebiet Berlin Adlershof ein neuer Stadtteil für ca. 13.000 Einwohner und ca. 25.000 Beschäftigte entstehen.

Weiterhin wurde in dem Wettbewerb eine Auseinandersetzung mit dem Thema Natur und Naturerfahrung in Bezug zu dem angrenzenden Naturschutzgebiet erwartet. Damit fügte sich die Aufgabenstellung in das Motto der EXPO 2000 'Mensch-Natur-Technik' ein. Berlin Adlershof ist von der Jury der EXPO 2000 als 'weltweites Projekt in Deutschland' registriert. Die Stadtgärten sollen zu diesem Thema im nächsten Jahr einen Ausstellungsbeitrag leisten.

Das Preisgericht hat am 26.2.1999 unter Vorsitz von Prof. Holger Haag (Heidelberg) unter den 33 eingereichten Arbeiten die Entscheidung getroffen.

Der 1. Preis
Den ersten Preis erhielten die Landschaftsarchitekten Irene Lohaus und Peter Carl aus Hannover, die ihr Können bereits bei anderen Projekten unter Beweis stellten, z.B.: 1. Preis Realisierungswettbewerb ‘Quartierparks Stadteil Kronsberg' in Hannover, 2. Preis ‘Neue Wiesen' in Berlin Weissensee. In Adlershof inszeniert das Büro mit einfachen gartenarchitektonischen Mitteln fünf einprägsame Stadtgärten, die sich in Atmosphäre und Nutzungsmöglichkeiten klar voneinander abheben. Es besticht die sensible Einfügung in die Topographie, die ideenreich genutzt wird: eine artifizielle Wellenlandschaft stellt den Aktivbereich für Inliner und Skater dar, der kontemplative Ort ist als hervorgehobenes Podest gestaltet, so das Preisgericht in der Beschreibung der Wettbewerbsarbeit. Ein großes Wasserbecken, das durch den Einsatz alternativer Energien erwärmt wird, betont die Besonderheit des Standortes. Der Umgang mit Bepflanzung ist sensibel. In den naturnahen Gärten verweist die Pflanzenauswahl auf die vielfältige Biotopstruktur des angrenzenden Naturschutzgebietes, während in den städtisch geprägten Gärten durch die Bepflanzung besondere Atmosphären erzeugt werden.

Der 2. Preis
Die Arbeitsgemeinschaft Levin und Monsigny aus Berlin überzeugt durch den Bezug zum Wissenschaftsstandort Adlershof mit dem zweiten Preis. Die Gestaltideen ‘Kristall', ‘Amöbe', ‘Faser', ‘Geißel' und ‘Zelle' führt zu originellen in sich schlüssigen, wiedererkennbaren Einzelgärten.

Der 3. Preis
Den dritten Preis erhielt das Berliner Büro Trillitzsch, Jost & Partner. Die Grundkonzeption der Gärten - Stammgarten, Bruchgarten, Plattengarten - wird über eine klare Materialwahl vermittelt.

Der 4. Preis
Der vierte Preis ging an das Büro Global, arquitectura paisagista, Lissabon. Das bezogen auf die Gesamtaufgabe und die Detailierung der Einzelgärten klare Konzept ist mit der Minimalistik des großräumigen Naturparks vergleichbar.

Darüber hinaus wurden drei Ankäufe in folgender Reihenfolge vergeben: erster Ankauf Anna Detzlhofer aus Wien, zweiter Ankauf Michaela Noack aus Dresden, dritter Ankauf Arbeitsgemeinschaft Prof. H.W. Hallmann und 3+Freiraumplaner aus Aachen.

Der 1. Preis soll bis zur EXPO-Eröffnung im Juni nächsten Jahres realisiert werden. Hierfür stellt der Entwicklungsträger 1 Million DM zur Verfügung.

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Ausstellungsort: InfoCenter Berlin Adlershof
Rudower Chaussee 25 (Ecke Magnusstraße), 12489 Berlin

Dauer der Ausstellung: vom 18. März bis 16. April
Mo. bis Fr. 10:00 bis 18:00 Uhr
Sa. und So. 10:00 bis 17:00 Uhr
(während der Ostertage geschlossen)

Sylvia Rommen, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BAAG Berlin Adlershof Aufbaugesellschaft mbH
Keithstraße 2/4, 10787 Berlin
Telefon 030 214 909 306, Telefax 030 214 909 395


Kunstprojekt mit Studierenden der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und der Hochschule der Künste Berlin

PRESSEINFORMATION BAAG

Neue Zugänge, neue Einblicke: Ein von der BAAG Berlin Adlershof Aufbaugesellschaft in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr initiiertes Projekt lud Studierende der Hochschule der Künste Berlin und der Kunsthochschule Berlin Weißensee dazu ein, ihre Entwürfe für die Gestaltung der Eingangssituation zur "Stadt für Wissenschaft und Wirtschaft" vorzustellen.

Ziel war es, realisierungsfähige Arbeiten für eine temporäre Umgestaltung der jetzigen Eingangssituation am S-Bahnhof Adlershof auszuwählen. Einen wesentlichen Bestandteil dieser Planung bildet der stetige Wechsel der Werke: Im Abstand von einem Vierteljahr sollen bis Jahresende 3 Arbeiten umgesetzt werden, die Besuchern, Anwohnern und Vorüberfahrenden neue Perspektiven der "Stadt für Wissenschaft und Wirtschaft" bieten. Dieser Wechselrhythmus dient nicht nur der Abwechslung, sondern will den inhaltlichen wie gestalterischen Wandel des Entwicklungsgebietes vor Augen führen. Zukünftig wird die Rudower Chaussee im Bereich des S-Bahnhofs als "Corso" gestaltet, der hier beginnt und bald neben den Fahrbahnen auch eine Straßenbahnführung, großzügigere Fußgängerbereiche und Radfahrwege umfassen wird. Zur Gestaltung standen eine Werbefläche an der Bahnbrücke, ein Bauzaun, aber auch der Freiraum des Eichenwäldchens direkt am Bahnhof Adlershof.

Gänzlich unterschiedliche Arbeiten wurden eingereicht: Aktionen und Performances, Gedichte, Objekte und Skulpturen, aus denen die Jury 3 zu realisierende Arbeiten auswählte.

Über die Entwürfe, die ab April 1999 umgesetzt werden sollen, entschied eine Jury:
- Herr Prof. Merkert / Direktor der Berlinischen Galerie (Juryvorsitzender);
- Herr Prof. Bayerer / Erster Vizepräsident der Hochschule der Künste Berlin;
- Herr Dr. von Becker / "Der Tagesspiegel", Ressortleitung Feuilleton;
- Herr Clausen / Geschäftsführer BAAG Berlin Adlershof Aufbaugesellschaft;
- Herr Prof. Ernst / Rektor der Kunsthochschule Berlin-Weißensee;
- Frau Schmidt-Rathert / Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr;
- Frau Thyrolph / Leiterin des Kulturamts Treptow.

Aus der Juryempfehlung: "Insgesamt stellen die ausgewählten Arbeiten gelungene Beiträge für die Kommunikation in und über die `Stadt für Wissenschaft und Wirtschaft´ dar. Das Konzept einer temporären Gestaltung des Eingangsbereiches zu einem im Wandel begriffenen Entwicklungsgebiet wird auf völlig unterschiedliche Weise kreativ aufgenommen und umgesetzt."

1. Preis - "rosa schafe" (Frank Dittmann / Fabian Lippert)
2. Preis - "Das Schaf ist eine ernste Angelegenheit" (Kerstin Bischoff / Anette Zietz)
ebenfalls 2. Preis - "Wissensdurst" (Gesa Glück)

Die Ausstellung im InfoCenter Berlin Adlershof ist bis zum 16. April 1999
montags bis freitags von 10:00 - 18:00 Uhr,
samstags und sonntags von 10:00 - 17:00 Uhr geöffnet
(während der Ostertage geschlossen).

InfoCenter Berlin Adlershof
Dr. Sybille Lunau
Rudower Chaussee 25, 12489 Berlin
Tel. 6392 -3300, Fax: -3301


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