Adlershof aktuell

Wissenschaftliche Einrichtungen (4)

IKZ - Institut für Kristallzüchtung

Endloser Weg zum perfekten Kristall

Am Institut für Kristallzüchtung (IKZ) in Adlershof stellen Wissenschaftler Siliziumkristalle her, die reiner sind als die von der Natur produzierten. In die Schmelze werden Fremdatome eingeschleust, weshalb die Elektronen später "wissen", was sie zu tun und zu lassen haben. Kein Glücksspiel mehr, wenn man ein gutes Modell hat.

Lesen Sie diese interessante Wissenschaftsreportage über die Siliziumforscher des IKZ hier weiter: Wissen, nicht ahnen

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Institut für Kristallzüchtung weihte seinen Neubau ein

Das IKZ hat am 10. September seinen Neubau eingeweiht, der innerhalb von 25 Monaten errichtet wurde. Das Gebäude auf dem Nordgelände des WISTA wird von einer großen Halle beherrscht, in der sich die großen Züchtungsmaschinen für die Silizium-Germanium-Volumenkristalle und III-V-Verbindungshalbleiter befinden. Insgesamt kostete der Neubau rund 30 Millionen DM.

Mittlerweile ist das Institut, bedingt durch die Erfolge bei der Einwerbung von Drittmittelprojekten, auf rund 90 Beschäftigte angewachsen. 49 Mitarbeiter zählen zur Grundausstattung, die mit einem Jahresbudget von rund 10 Millionen DM von Land und Bund sichergestellt wird. Weitere vier Millionen Mark kommen aus Drittmittelprojekten, davon rund 10 Prozent aus Industrieaufträgen. Diese Finanzierungsschiene weist nach Worten von IKZ-Leiter Prof. Schröder eine „steigende Tendenz“ auf.

In den letzten Jahren hat sich das IKZ auf ausgewählte Tätigkeitsfelder konzentriert, dazu zählen die Herstellung und Erforschung von Siliziumcarbid und Galliumarsenid. Sehr erfolgreich waren die Adlershofer Kristallzüchter auch bei ihren Arbeiten zur Verbindung von Silizium und Germanium. „Hier haben wir international einen Durchbruch erzielt“, bemerkt Schröder.

Lesen Sie hier das Statement von Dr.-Ing. habil. Winfried Schröder, Direktor des Institut für Kristallzüchtung (IKZ), anläßlich der Einweihung des Institutsneubaus am 10.9.1998: "Spitzenentwicklung für Werkstoffe"

Hier eine kurze Beschreibung des IKZ aus dem Forschungsatlas des BMBF

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Der Tagesspiegel, 24.Februar 1998
Zuchtfarm für optische Kristalle in der Laserei
Hinzmann & Krause ist eine Ausgründung aus dem Institut für Kristallzüchtung (IKZ)

Berliner Morgenpost, 10. September 1998:
Ein Kristall auf der Blauen Liste
Das IKZ weiht heute seinen Neubau ein

Berliner Zeitung, 16.9.1998
Ein Institut, in dem Kristalle schweben
Neubau wurde in Berlin-Adlershof eingeweiht


MBI - Max-Born-Institut

Wie der Wissenschaftsrat das Max-Born-Institut bewertet

Stellungnahme in Berlin verabschiedet

Nirgendwo wird in Deutschland mit Laserlicht so scharf geschossen wie am Max-Born-Institut in Adlershof. Das Blaue-Liste-Institut verfügt über Hochleistungs-Laser, deren Energie sich für ultrakurze Sekundenbruchteile (Femtosekunden) so stark bündeln läßt, daß sie in diesem Moment die Nenn-Leistung aller Atomkraftwerke in der Bundesrepublik haben. Wie sehr das Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzeitsspektroskopie (MBI) damit auch wissenschaftlich erfolgreich ist, hat jetzt der Wissenschaftsrat näher untersucht. Seine Stellungnahme wurde Ende voriger Woche in Berlin verabschiedet.

Insgesamt zeigt sich der Wissenschaftsrat zufrieden mit dem Kurs, den das Institut seit 1992 genommen hat. Damals war es aus Teilen des früheren Zentralinstituts für Optik und Spektroskopie (ZOS) der DDR-Wissenschaftsakademie als eines der neuen Ost-Berliner Blaue-Liste-Einrichtungen gegründet worden, die heute unter dem Dach des Forschungsverbundes Berlin zusammenarbeiten. Mittlerweile hat das MBI 131 Beschäftigte bei einer Grundfinanzierung von 33 Millionen Mark, die von Bund und Land Berlin zur Hälfte kommen, sowie 13 Mitarbeiter, die aus den 4 Millionen DM aus Drittmittel-Projekten bezahlt werden.

Lesen Sie hier weiter

Berliner Morgenpost, 13.7.1998
Max-Born-Institut soll näher an die Unis heranrücken

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„Domestizierte“ Photonen

LPHYS '98 in Berlin/Das MBI war Gastgeber

Die jährliche „LPHYS“ - Konferenz, diesmal vom Max-Born-Institut zusammen mit der Russischen Akademie der Wissenschaften vom 6.-10. Juli in Berlin organisiert, ist zu einem wichtigen Treffpunkt von Laserphysiker aus Ost und West geworden. Dort werden neueste Entwicklungen sowohl im Grundlagen- als auch im Anwendungsbereich diskutiert. Mit der Erfindung des Lasers vor über 40 Jahren wurde „Licht“ zu einem universellen Werkzeug. Die Physiker sprechen heute vom „domestizierten“ Photon. Laserscanner an der Kaufhauskasse, Laserdrucker, Laser im CD-Player und in der Diskothek, Laserschweißen im Automobil- und Schiffsbau, Laser in der Medizin und in der Kommunikationstechnologie belegen das. Der Markt dafür beträgt weltweit einige Milliarden US-Dollar.

Die Entwicklung geht rasant weiter, wobei Anwendungsfelder und Erscheinungsformen der Laser fast schon unüberschaubar geworden sind. Verbindend aber ist die Fähigkeit, dem Medium „Licht“ neue, früher ungeahnte Eigenschaften aufzuprägen und es damit dienstbar zu machen: höchste Kohärenz (Gleichtakt der Lichtwellen) für Holographie, für ultrapräzise Zeitmessung in Atomuhren und für spektroskopische Forschung, kürzeste Impulse für Telekommunikation mit höchsten Übertragungsraten, höchste Intensitäten für Materialbearbeitung wie Schweißen oder Abtragen bis hin zur Erzeugung von heißen, dichten Plasmen in einem winzigen Fokuspunkt, in denen Bedingungen wie im Innern von Sternen bis hin zur Kernfusion herrschen.
Das MBI als eines der großen Laserinstitute in Deutschland spezialisiert sich auf die Entwicklung und Anwendung von Lasern mit kürzesten Impulsen (wenige Femtosekunden, d. h. millionstel von milliardstel Sekunden) und höchsten Leistungen (zur Zeit über 10 Terawatt, dem Dreifachen der elektrischen Dauerleistung aller Kraftwerke der Welt). In weitgehend sanierten und modernisierten Laboren konnten die Gäste der LPHYS’98 sie vor Ort besichtigen.

Ansprechpartner im MBI: Prof. Dr. Wolfgang Sandner, Tel. 030/6392 1301

Berliner Zeitung, 15.7.1998
Die Wasserstoffbombe als Laborversuch
200 Laser-Experten diskutierten am Berliner Max-Born-Institut

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Max-Born-Institut an neuem Sonderforschungsbereich beteiligt

Mit den Lebensprozessen in der intakten pflanzlichen Zelle befaßt sich ab 1. Januar 1999 der Sonderforschungsbereich Molekulare Physiologie, Energetik und Regulation primärer pflanzlicher Stoffwechselprozesse an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ziel ist es, primäre pflanzliche Stoffwechselprozesse zu untersuchen. Das sind solche Prozesse, die direkt mit der Fähigkeit der Pflanzen zusammenhängen, Sonnenenergie durch Photosynthese in Kohlenhydrate umzuwandeln. Schwerpunkte sind die Prozesse der Energieumwandlung für die Synthese der Kohlenhydrate und die Regulation der Synthese und des Transportes dieser Kohlenhydrate in der Pflanze.
Am Sfb beteiligen sich auch Wissenschaftler der FU und TU Berlin sowie das MPI für molekulare Pflanzenpysiologie in Golm und das Max-Born-Institut in Adlershof. Die Funktion des Sprechers hat Prof. Thomas Börner inne.

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Versuch einer späten Wiedergutmachung

Vor 50 Jahren wurde Max Born mit der Max-Planck-Medaille geehrt

Als Max Born vor 50 Jahren, am 10. September 1948, auf der Jahresversammlung der Physikalischen Gesellschaft in Clausthal die Max-Planck-Medaille verliehen wurde, ehrte man einen der bedeutendsten Physiker unseres Jahrhunderts. Doch dessen Lebensumstände hätten ihn beinahe von dieser Ehrung ausgeschlossen. Er gehört zu jenen Gelehrten, die die Nationalsozialisten 1933 aus ihren Ämtern jagten und in die Emigration trieben. Dies obwohl Born in den zwanziger Jahren in Göttingen eine weltweit ausstrahlende Physikerschule aufgebaut und mit fundamentalen Beitragen zur Quantenmechanik Weltruhm erlangt hatte. Born mußte sich im schottischen Edinburgh eine neue Existenz aufbauen. Er hat es sicher als eine späte Genugtuung und als Versuch der Wiedergutmachung empfunden, daß ihm als erstem Physiker nach der Zerschlagung des Hitler-Regimes die höchste Auszeichnung der deutschen Physikerschaft verliehen wurde.

Lesen Sie diesen Aufsatz von Dr. Dieter Hoffmann hier weiter


TU - Technische Universität Berlin

"Die Universität muß ihre gesellschaftliche Bedeutung als umfassend wirksamer Innovationsmotor der Gesellschaft unter Beweis stellen"

Ansprache des Präsidenten der Technischen Universität Berlin, Prof. Dr. Hans-Jürgen Ewers, anläßlich des Neujahrsempfangs am 16. Januar 1998

In seiner Ansprache äußerte sich TU-Präsident Ewers auch wie folgt zu Adlershof:

"...Der andere inhaltliche Aspekt betrifft Adlershof. Wir haben die Botschaft vernommen: Alle Berliner Universitäten müssen, dürfen oder sollen in Adlershof präsent sein. Wir sind nicht nur gerne bereit, uns diesem Gedanken oder dieser Notwendigkeit zu öffnen. Wir sind bereits in einem nicht unerheblichen Maß in Adlershof aktiv. Aber wir müssen - in unserem wie im Interesse des Landes - darauf bestehen, daß eine diesbezügliche Planung nicht nach dem "Modell Deutschlandhalle" betrieben wird. Die Vernachlässigung oder Abwicklung funktionierender Standorte zur Beförderung noch so schöner Zukunftsprojektionen gibt wenig Sinn...."

Hier können Sie die Ewers-Rede in vollem Wortlaut lesen.

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Die TU Berlin zu Gast in Adlershof

Großes Interesse an Zusammenarbeit mit den dortigen Institutionen geäußert

Per S-Bahn hatte sich am 10. November das Präsidium der TU Berlin, die Dekane und Prodekane der Fachbereiche sowie etwa 25 Professoren der naturwissenschaftlich- technischen Fachrichtungen, zeit- und spritsparend, nach Adlershof aufgemacht. Ziel dieses Ausflugs, der auf Initiative des Vizepräsidenten der TU Berlin, Harald Kolrep, stattfand, war es, das in der TU immer noch weit verbreitete Informationsdefizit über den Standort Adlershof und seine vielfältigen Einrichtungen abzubauen.
Zum anderen sollten die Chancen und Probleme der Kooperation von TU-Angehörigen mit Adlershofer Einrichtungen identifiziert und diskutiert werden. Gastgeber in Adlershof war Prof. Dr. Ingolf Hertel, der als Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung an der Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Adlershof großes Interesse hat.
Die TU Berlin, das nahmen die Teilnehmer des Ausflugs mit Interesse zur Kenntnis, hat mehr gemeinsame Berufungen mit Adlershof als die Humboldt- Universität.

Lesen Sie den Bericht in der Campuszeitung der TU, "tu-intern", hier weiter



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