Adlershof Aktuell Juli 1999
Informationen aus dem Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof
Inhalt
- Virtuelle Arbeitswelten: Chancen für die Zukunft
- "Telearbeit darf nicht zur sozialen Isolation führen" - Interview mit Arbeitssenatorin Gabriele Schöttler
- Die IPTT Ingenieurplanungsgesellschaft für Tiefbau und Technik mbH bereitet Großbauprojekte vor
- Röntec-Tochter INTAX entwickelt innovative Meßinstrumente
- Backöfen gehen online mit dem Ferndiagnosesystem der WITEGA
- Vereint gegen Datenpiraten: Fisch&Vogel Design und 99plus.dataservices.gmbh
- Der Lehrstuhl für Systemarchitektur der HU-Informatik
- Neue Mieter in Adlershof
- Termine !!Benutzen Sie
Das virtuelle Adlershof-Jahrbuch 1998
Der schnellste Weg zu den Online-Berichten über den WISTAAktuelle Online-Berichte:
- Mini-Helikopter im Anflug - BESSY und TU Berlin errichten in Adlershof ein Anwenderzentrum für Mikrotechnik
- Die IGAFA, eine Erfolgsgeschichte - Rede von Prof. Stefan Jähnichen zur Veranstaltung "Adlershofer Forschung Aktuell" am 1. 7 99
- "In Adlershof bündeln wir Ideen" - Staatssekretär Hertel zu drei Jahren Wissenschaftsbüro der IGAFA
- Leuchtende Innovationen aus Adlershof - Erfolgreicher Messeauftritt der WISTA-Unternehmen auf der weltgrößten Lasermesse
- Selbstbewußt im Café Größenwahn - Teles-Gründer Prof. Sigram Schindler im Innovationsforum der Humboldt-Informatik
- Rosa Schafe vor dem S-Bahnhof - Eröffnung des Adlershofer Kultursommers
Virtuelle Arbeitswelten: Chancen für die Zukunft
Nachdem der Computer in den letzten Jahrzehnten das Arbeiten und Lernen schon tiefgreifend verändert hat, findet derzeit ein weiterer Schub durch die Vernetzung der Telekommunikation statt. Die Arbeitsplätze von morgen werden wesentlich orts-ungebundener sein als heute, weil das weltumspannende Datennetz neue Formen der Tele-Kooperation in Forschung und Produktion bis hin zu Marketing und Absatz ermöglicht. In den USA erzielte 1998 die Internetwirtschaft einen Umsatz USA mehr als 300 Milliarden Dollar und gab 1,2 Millionen Menschen Arbeitsplätze.
Allerdings ist das Tempo, in dem sich das Internet und andere Möglichkeiten der Telekommunikation technisch entwickeln und wirtschaftlich immer neue Anwendungsbereiche erobern, nicht überall gleich. So hat etwa bei der Telearbeit Deutschland im internationalen Vergleich einen deutlichen Aufholbedarf. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft gibt es hierzulande zwar 800.000 Personen, die zu Hause, an wechselnden Arbeitsplätzen oder in ausgelagerten Büros mit ihrem Arbeitgeber per Computer verbunden sind, ihr Anteil an den Erwerbstätigen beträgt aber nur 2,4%. In Großbritannien und Skandinavien sind es dagegen mit 10 bis 15 % vier- bis sechsmal so viele. Auch in den USA (8,5%), Kanada (7,1%) und Irland (2,9%) übersteigt der Anteil der Tele-Worker das deutsche Niveau. In absoluten Zahlen führen die USA mit über elf Millionen Tele-Arbeitsplätzen die Statistik an, gefolgt von Großbritannien mit vier Millionen. Überwiegend sind die Tele-Arbeiter im Vertrieb, im Außendienst, in Organisation und EDV tätig. Mehr als die Hälfte sind Sachbearbeiter, ein Viertel Führungskräfte.
Welche Chancen die "virtuelle Arbeitswelten“ für die Zukunft bieten, thematisiert die von der Senatsverwaltung für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen ausgerichtete Konferenz "Lernen und Arbeiten im Netz" am 5. und 6. Juli 1999 in Adlershof. Wie bereits bei der Auftakt-Tagung 1997 erörtern Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, wie sich der Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft konstruktiv gestalten läßt. Daß "Lernen und Arbeiten im Netz" inzwischen zur täglichen Herausforderung geworden ist - dieser Tatsache tragen die 18 Foren mit ihrem breiten inhaltlichen Spektrum Rechnung. Eine große Anzahl von Expertinnen und Experten berichten von ihren Erfahrungen beim Aufbau elektronisch vernetzter Lern- und Arbeitsstrukturen. Sie beleuchten deren Potentiale, thematisieren Probleme und bieten Lösungsvorschläge an, etwa zur Förderung von Existenzgründern.
Der Wandel wird zur Informationsgesellschaft wird von Adlershofer Firmen aktiv vorangetrieben. Derzeit sind rund 50 Unternehmen Informations-und Kommunikationstechnologien (IuK) auf dem Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof tätig, mit fachlichen Schwerpunkten auf den Bereichen: Multimedia, Perspektiven der Entwurfsunterstützung, Softwaretechnologien und Produktplanungssysteme. „Highlights“ des Standorts sind das in diesem Jahr eröffnete Informatikzentrum mit 26 Firmen und der Fachbereich Informatik der Humboldt-Universität. Das jeden Mittwoch stattfindende „Innovationsforum“ der HU setzt zudem besondere Akzente zur Herausbildung einer eigenen „IuK-Community“ in Adlershof.
Gerade den Hochschulen stehen durch die neuen Tele-Techniken erhebliche Veränderungen ins Haus. Experten zufolge werden schon Mitte des nächsten Jahrzehnts mehr als die Hälfte aller Studierenden in Deutschland auch virtuelle Studienangebote nutzen.
In Adlershof wird diesem Trend mit der Errichtung des Informations-und Kommunikationszentrum Adlershof (IKA) Rechnung getragen, das eine Kombination aus klassischer Bibliothek, Rechenzentrum und Technologie-Transferstelle unter Nutzung modernster Kommunikationstechniken darstellt.
"Telearbeit darf nicht zur sozialen Isolation führen"
Im Gespräch mit Gabriele Schöttler, Senatorin für Arbeit, berufliche Bildung und Frauen in Berlin
Adlershof Aktuell: Die neuen Medien, vor allem das Internet, verändern in starkem Maße auch die Arbeitswelt und die Berufsausbildung dafür. Welche Möglichkeiten und Risiken ergeben sich Ihrer Einschätzung nach aus dem Lernen und Arbeiten im Netz?
Senatorin Schöttler: Die große Zukunftsaufgabe im Hinblick auf die neuen Medien kann nur darin bestehen, sie für die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze produktiv zu machen. Das erfordert von Unternehmen und Beschäftigten Gestaltungswillen und Innovationsbereitschaft. Dabei gilt, dass Modernisierung und soziale Verantwortung zusammengehören.
Mit den neuen Medien verbinden sich neue Qualifikationsanforderungen: soziale Kompetenz, eigenständiges Lernen, autonomes und ergebnisorientiertes Arbeiten aber auch die Fähigkeit zur Selbstmotivation gewinnen einen höheren Stellenwert. Nicht jeder bzw. jede fühlt sich diesen Anforderungen sofort gewachsen. Deshalb müssen wir etwa darauf achten, daß Telearbeiterinnen und Telearbeiter auch weiterhin in einen sozialen Kontext der Arbeitswelt integriert sind.
Das sage ich gerade auch mit Blick auf die Frauen. So kann Telearbeit die Vereinbarung von Familie und Beruf erleichtern. Telearbeit darf aber nicht zur sozialen Isolation führen. Übrigens wird auch in meiner Verwaltung der Anteil von Telearbeit kontinuierlich ausgebaut. Dabei setzen wir hauptsächlich auf alternierende Telearbeit. Dies trägt dazu bei, das wir Flexibilität und Verankerung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter miteinander verbinden können.Welche Handlungserfordernisse ergeben sich für unser Bildungssystem und unser Wirtschaftsleben?
In der Wissensgesellschaft gelten andere Spielregeln als in der Industriegesellschaft. In Industrieunternehmen werden Rohstoffe durch die physische Wertschöpfung in Produkte umgewandelt. In Wissensunternehmen hingegen geht es um die intellektuelle Wertschöpfung, die den Rohstoff Wissen zur Grundlage hat. Vor diesem Hintergrund steht die Gesellschaft insgesamt vor gravierenden Herausforderungen. Es geht z. B darum, die Aus- und Weiterbildung so zu gestalten, dass der Umgang mit den neuen Medien durchgängig realisiert werden kann. Zugleich müssen wir insbesondere kleine und mittlere Unternehmen gezielt im Hinblick auf die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützen, um ihnen - und damit immer den Beschäftigten - Wege in die Zukunft zu ebnen.
Vor allem aber muss es uns darum gehen, ein gesellschaftliches und kulturelles Klima zu erzeugen, in dem die neuen Medien als Chance für sichere und mehr Beschäftigung begriffen werden und gedeihen können.Wie werden diese Erfordernisse in Berlin umgesetzt?
Genau an diesem Punkt setzt unsere präventive unternehmensorientierte Arbeitspolitik an. Es geht darum, kleine und mittlere Unternehmen zu befähigen, auf die veränderten wettbewerblichen Anforderungen zu reagieren, indem das betriebliche Know-how und vor allem das Potential der Beschäftigten genutzt und ausgeweitet werden. Hier spielen die neuen Medien eine herausragende Rolle.
Wir fördern in diesem Zusammenhng eine ganze Reihe von Projekten. Lassen Sie mich nur drei erwähnen. Mit dem Projekt ‘Journalistinnen online’ unterstützen wir Journalistinnen gezielt darin, im Umgang mit dem Internet ihr eigenes kreatives Potential zu entwickeln. Dadurch sichern wir vorhandene Beschäftigung und erschließen zugleich neue Beschäftigungsperspektiven. Als zweites Beispiel möchte ich das Projekt ‘Telearbeit und Teleconsult im Mittelstand’ anführen. Ziel dieses Projektes ist die erfolgreiche Demonstration und Erprobung von Telearbeitsprozessen und -technologien. Dabei geht es insbesondere darum, die hier gewonnenen Erfahrungen für andere Unternehmen nutzbar zu machen. Schließlich will ich noch das Projekt ‘Der virtuelle Kaufmannn - Weiterbildung in Electronic Commerce’ nennen. Hier handelt es sich um einen modular aufgebauten Telelernkurs, der das Ziel verfolgt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Dienstleistungsunternehmen im Online-Marketing weiterzubilden.Welche Rolle kann der Standort Adlershof bei der Nutzung von Telelernen und Telearbeit einnehmen?
Der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Adlershof mit seiner kreativen Mischung aus jungen, innovativen kleinen und mittleren Unternehmen, insbesondere der IuK-Branche und wissenschaftlichen Instituten, ist ein guter "Nährboden" für Unternehmungen im Bereich der neuen Medien. Gefragt sind dabei nicht nur die erforderliche unternehmerische und personelle Infrastruktur, sondern auch Unternehmergeist. Ich werde auch weiterhin mit dem förderpolitischem Rüstzeug meiner Verwaltung tätig werden, um die Entwicklung dieses Standortes voranzubringen.
Gut geplant ist halb gebaut
Die IPTT Ingenieurplanungsgesellschaft für Tiefbau und Technik mbH bereitet Großbauprojekte vor
Wer an Großbaustellen vorbeikommt, den fasziniert auf den ersten Blick vor allem die immense Leistung der Bauarbeiter, die binnen weniger Monate ganze Stadtteile neu entstehen lassen. Doch noch bevor die ersten Bagger anrollen können sind aufwendige Planungsarbeiten für die Erschließung nötig: Wie viele Kilometer Versorgungsleitungen werden gebraucht? Wo sollen die Anschlüsse von Gas, Wasser und Strom verlaufen? Wie breit müssen die Straßen und Verkehrswege sein?
Fragen, auf die die IPTT Ingenieurplanungsgesellschaft für Tiefbau und Technik mbH die richtigen Antworten findet. Das 20köpfige Planungsteam legt am Computer den genauen Verlauf von Leitungen, Kanälen, Schächten und Rohren fest und berät so den Bauherren im Vorfeld der Arbeiten. Auftraggeber sind meist private Investoren wie z.B. Groth und Graalfs, die Neubaugebiete erschließen und dabei kompetente Partner brauchen. Schließlich geht es darum, sowohl technisch ausgereift als auch kostengünstig zu arbeiten. Daß es dabei auch um Umweltschutz geht wird klar, wenn man an den sinnvollen Umgang mit Regenwasser denkt. Anstatt es wie Abwasser der Kanalisation zuzuleiten, geht der Trend heute dazu, den Regen dem natürlichen Grundwasser durch Versickern zuzuführen und so einen natürlichen Kreislauf zu ermöglichen.
Prominente Projekte der IPTT, die aus der IP Infrastrukturplanung hervorgegangen ist, sind das Potsdamer Kirchsteigfeld oder das Berliner Großprojekt Karow-Nord. Aber auch bei der Überwachung des UTZ, in dem die Firma jetzt ansässig ist, waren die Ingenieure von IPTT während der Bausphase beteiligt. Neben den klassischen Planungsarbeiten erweitert die IPTT ihr Tätigkeitsfeld im Augenblick auf die landschaftsbauliche Planung und Erstellung von Gesundheits- und Sicherheitsplänen, wie sie auf größeren Baustellen gesetzlich vorgeschrieben sind. Mit diesen neuen Herausforderungen und gut gefüllten Auftragsbüchern blickt das Adlershofer Unternehmen zurecht zuversichtlich in die Zukunft.
Ansprechpartner:
Dipl. Ing. Thomas Wehmeier, Tel: 679 81-201, Fax: 679 81-200, email: ip-infra@t-online.deElementare Spurensuche
Röntec-Tochter INTAX entwickelt innovative Meßinstrumente
Was haben Umweltsünder und Kunstfälscher gemeinsam? Zum Beispiel, daß man ihnen mit modernen Analysetechniken leicht auf die Spur kommen kann. Entscheidend ist der Nachweis kleinster Mengen von Schadstoffen in Boden- oder Wasserproben oder der Befund von chemischen Verbindungen in Farbpigmenten, die das wahre Alter eines Kunstwerks verraten.
Röntgenstrahlen erweisen sich bei diesen Untersuchungen als unentbehrliche Helfer. So wird bei der Röntgenfluoreszenzanalytik die zu untersuchende Probe einem Röntgenstrahl ausgesetzt, der die unterschiedlichen Elemente der Stoffprobe anregt, ihrerseits Licht im Röntgenbereich auszustrahlen. Eingebaute Dedektionssysteme analysieren dann die fluoreszierende Strahlung und stellen das Ergebnis in einem Diagramm dar. Anhand dieser Auswertung lassen sich dann die unterschiedlichen Elemente nachweisen und zwar schon im ppb (parts per billion)-Bereich. Konzentrationen von wenigen µg pro l bzw. mg pro kg können so problemlos aufgedeckt werden.
Neue Geräteentwicklung aus Adlershof
Die Firma INTAX, Gesellschaft für Röntgenanalysen-Technik mbH, eine Tochter der Röntec Holding AG, entwickelt und fertigt im Bereich der Röntgenfluoreszenzanalytik innovative Meßinstrumente. Weltweit erstmalig realisierte INTAX ein Meßgerät mit Totalreflexions- Röntgenfluoreszenzanalytik (TRFA) in einem transportablen Gerät - das PicoTAX. Bei der Totalreflexion werden die Röntgenstrahlen in einem besonders flachen Winkel auf die Probe angesetzt, was zu einer höheren Sensibilität bei der Dedektion führt. Darüber hinaus sorgen Neuentwicklungen im Bereich der Röntgenanregungssysteme und -optik dafür, daß das Pico-TAX nicht nur kleiner, mobiler und leichter ist als seine „großen Brüder“, sondern auch erheblich günstiger im Preis.Lesen Sie diesen Bericht hier weiter:
Elementare Spurensuche
Ansprechpartner:
Ulrich Waldschläger, Tel: 6392-5220; Fax: 6392-5222, Email: intax@roentec.de; Internet: www.roentec.deWeitere Informationen über RÖNTEC - - Die Produkte
Backöfen gehen online
WITEGA Angewandte Werkstoff-Forschung gGmbH entwickelte Ferndiagnosesystem
Täglich frische Brötchen sind für uns eine knusprige Selbstverständlichkeit, und zuverlässig funktionierende Backöfen sind die Voraussetzung für den morgendlichen Genuß. Um so ärgerlicher ist es, wenn ein technischer Schaden zum Ausfall des Ofens führt. Kostspielige Reparaturarbeiten und schmerzliche Einnahmeverluste sind die Folge.
Ein von der WITEGA Angewandte Werkstoff-Forschungs gGmbH entwickeltes Ferndiagnosesystem für Backöfen, bestehend aus spezifizierter Hardware, Kommunikations- und Visualisierungssoftware, tritt diesem Problem entgegen. Zusammen mit dem sächsischen Backofenhersteller BTS GmbH arbeiten drei Mitarbeiter der WITEGA seit 1997 an dem System, das schon im Vorfeld eventuell auftretende Störungen sichtbar macht und damit den Ausfall eines Ofens verhindern kann.
An den neuralgischen Stellen des Ofens werden Sensoren installiert, die wichtige Daten des Ofenbetriebs messen. Die Temperatur der Kompressormotoren und Umwälzpumpen, die Schadstoffkonzentration in der Abluft und andere Informationen werden registriert und an einen „Micro-Controller“ übertragen. Die ausgewerteten Daten werden dann via Modem und Telefonleitung an eine beliebig weit entfernte Zentrale vermittelt, wo sie am Bildschirm sichtbar werden. Durch die lückenlose Kontrolle lassen sich „Ofenkennlinien“ erstellen, die genau zeigen, wie sich die Parameter im Laufe des Backbetriebs verändern.
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Backöfen gehen onlineAnsprechpartner für Fragen:
WITEGA Angewandte Werkstoff-Forschung g. GmbH
Dipl.-Phys. Norbert B. KnielingTel: 030 - 6392-2036, Fax: 030 - 6392-2007, email: radeck@witega.fta-berlin.de -
Zur Homepage der WITEGA
Die WITEGA als Trägereinrichtung für Projekte der Angewandten Forschung in Adlershof
Zwei unter einem Dach
Vereint gegen Datenpiraten: Fisch&Vogel Design und 99plus.dataservices.gmbh
In kaum einer Branche werden neuartige Produkte so schnell entwickelt wie in der Computerindustrie. Immer kleiner, immer leistungsfähiger und immer vielseitiger präsentieren sich die Neuheiten der Hardwaretechnologie. Eine große Herausforderung stellt in diesem Zusammenhang allerdings die Datensicherheit dar. Die elektromagnetischen Abstrahlungen der Computer machen es Datenpiraten leicht, Informationen auch über weitere Entfernungen zu „entern“, nicht nur bei vertraulichen Vorgängen ein immenses Problem. Zwar gibt es strahlungsgesicherte Rechner (im Fachjargon „tempestiert“), die jedoch auf Grund ihrer strahlungsmindernden Ausrüstung einige Nachteile haben. Das Gewicht kann dann bei einem Laptop weit mehr als 7 Kilo betragen, und die Ausmaße erinnern eher an eine Schreibmaschine des 19. Jahrhunderts.
Diesem Problem haben sich die Designer der Firma Fisch&Vogel Design und die Datensicherheitsexperten der 99plus.dataservices.gmbh angenommen. Hier entwickelt und vertreibt man Gehäuse die technisch die strengsten Normen erfüllen und es dabei unter ästhetischen und praktischen Gesichtspunkten mit jedem "normalen" Computer aufnehmen.
Über die Arbeit an tempestierten Rechnern kamen die Firmen zum Themenfeld der Datensicherheit, mit dem sich seit September 1998 die Firma, „99plus.dataservices.gmbh“, beschäftigt. Ein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Verschlüsselung von Datenströmen in nahezu jeder Art von Netzwerken. In Zusammenarbeit mit starken internationalen Partnern werden hardwarebasierte Verschlüsselungstechnologien angeboten, die ohne nennenswerte zeitliche Verzögerung Datenströme bis 155 Mbit/s verarbeiten. Dabei kommen mathematische Algorhythmen zur Anwendung, deren Komplexität dafür sorgt, daß vertrauliche Informationen nur dem dafür bestimmten Personenkreis zugänglich sind. Für diese sog. „gekrypteten Datenverbindungen“ richtet die 99plus.dataservices.gmbh die nötige Hardware ein und betreut sie je nach den individuellen Bedürfnisse der Kunden. Die starke Verschlüsselung (bis zu einer Schlüssellänge von 168 Bit) machen die Daten auf ihrem Weg für andere praktisch unlesbar - ein herkömmlicher Computer bräuchte zum Knacken des Codes Tausende von Jahren!
Bereits sechs Jahre länger als die 99plus.dataservices.gmbh besteht die zweite Firma, Fisch&Vogel Design, die Design in den unterschiedlichsten Bereichen realisiert. Hier werden Ideen, Technologien und Produkte für einen erfolgversprechenden Auftritt der Kunden am Markt gestaltet oder visualisiert. In Zusammenarbeit mit dem IFS Designatelier gestalteten die Adlershofer z.B. die neue Berliner S-Bahn und die Doppelstockwagen der Deutschen Waggon Bau AG. Momentan entwickelt Fisch und Vogel neue Stadt- und Reisebusse für einen namhaften Hersteller.
Hoffnungen setzt die Firma auch in den Bereich von Multimediaproduktionen. Mit modernster Animations- und Videotechnik können Neuentwicklungen in der Forschung visualisiert und anschaulich gemacht werden - ein Service, der vor allem bei der Vermarktung von wissenschaftlichen Ergebnissen bei Messen und Kundenpräsentationen immer wichtiger wird.
Die Unternehmen 99plus.dataservices.gmbh / Fisch&Vogel Design verstehen sich als offenes System, das immer wieder neue Ideen in innovative Produkte umsetzen will.
Der Standort WISTA stellt für Designer und Datenexperten eine ideale Plattform für die Weiterentwicklung des Geschäftsfeldes dar. Kooperationspartner sitzen buchstäblich nebenan, und die Verbindung von Wirtschaft und Forschung sorgt für ein hochwertiges Kundenpotential.Für weitere Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
Jens Timmich, Tel: 030 6392 1130, Email: FISCH_UND_VOGEL@compuserve.com
Die Lehrstühle des Instituts für Informatik der Humboldt-Universität
Lehrstuhl für Systemarchitektur
Wer heute zum Telefon greift, um eine gebührenfreie Rufnummer zu wählen oder andere Möglichkeiten der modernen Telekommunikation, z.B. Rufumleitung oder Service-Hotlines nutzt, macht sich kaum Vorstellungen davon, welche technischen Voraussetzungen nötig sind, um diese Dienste erst zu ermöglichen. In den Schaltzentralen müssen in Sekundenschnelle die notwendigen Informationen wie Rufnummer und Tariftakt erfaßt und ausgewertet werden, eine Aufgabe, für die moderne Rechnersteuerungen, die sog. „Intelligenten Netze (IN)“ notwendig sind. Ein Vorhaben, das sich mit diesen Netzen beschäftigt ist das Projekt „CorSiCa“ des Lehrstuhls für Systemarchitektur des Instituts für Informatik der Humboldt-Universität. Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer experimentellen Plattform für Intelligente Netze. Insbesondere sollen Komponenten zum Service-Management erarbeitet werden. Das Projekt, das im Auftrag von Siemens durchgeführt wird, gibt Aufschluß darüber, wie die Vorteile der Objektorientierung bei Entwurf und Implementierung im IN zum Tragen kommen.
Grundsätzlich beschäftigt sich der Lehrstuhl mit der Architektur von Softwaresystemen, eine sehr weite Thematik, die Spezialisierung erfordert. So sind neben den Projekten zu den Intelligenten Netzen im Telekommunikationsbereich das Studium von Betriebssystemen wie UNIX der zweite Schwerpunkt des Lehrstuhls. Projekte auf diesem Gebiet beschäftigen sich z.B. mit den adaptiven Möglichkeiten eines Betriebsystems bei laufendem Betrieb.
Der Leiter des Lehrstuhls, Prof. Polze arbeitet bereits seit über 30 Jahren an der Humboldt-Universität und hat die rasante Entwicklung der Computertechnologie und den Aufbau des Instituts für Informatik hautnah miterlebt und -gestaltet. Der Umzug der Informatiker nach Adlershof war neben der räumlichen Veränderung auch mit der Erneuerung der technischen Infrastruktur verbunden, die jetzt dem aktuellen Stand der Zeit entspricht und damit hoffentlich zum weiteren Aufschwung des Informatikinstituts beiträgt.
Nähere Informationen zum Lehrstuhl und den aktuellen Projekten auch unter:
· http://www.informatik.hu-berlin.de/Institut/struktur/systemarchitektur/
· http://www.informatik.hu-berlin.de/~corsica/Die WISTA-Management GmbH begrüßt als neue Mieter in Adlershof:
Allianz: Herrn Alexander May, Geb. 12.1; Raum 319, Tel: 6392 - 2521, Fax: 6392-2522
Coswig Tiefbau: Geb. 1.2, Tel: 6392-1126
Debeka: Herr Dr. Jürgen Hauschke, Geb. 2.10, Tel: 6392 - 1127
Intax: Herrn Ulrich Waldschläger, Geb. 19.1/2, Tel: 6392-5220, Fax: 6392-5222
Märkische Bauunion: Geb. 10.2, Tel: 4560-64
Sintech: Herr Alexander Makievski, Geb. 3.51 , Tel.: 6392-3240
Termine !!
Hier kommen Sie zum aktuellen Termindienst Adlershof
Veranstaltungen im Juli 1999Bitte teilen Sie uns Termine mit, die dort noch nicht aufgeführt sind!
Impressum
Adlershof Aktuell wird herausgegeben von der Wista-Management GmbH, Rudower Chaussee 5, 12489 Berlin. Redaktion: Abt. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel. 030-6392-2213) in Zusammenarbeit mit dem Pressebüro Manfred Ronzheimer (Tel: 030-85999843), e-mail: Ronzheimer@berlinews.de
Druck: Kopie+Druck, Adlershof; Layout: frenzel - grafikdesign- WN-767
Copyright © 1997 by Manfred Ronzheimer 1787