Adlershof aktuell

Adlershof Aktuell August 1999

Informationen aus dem Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof

Inhalt
- Kraftwerk Sonne
- Im Gespräch mit Robert Gutjahr, Geschäftsführer der MPP-Solarstrom GmbH
- GOPA Management Consultants entwickelt deutsch-chinesischen Gewerbepark
- Neue Fasern für Laserlicht - Die A.R.T. Photonics GmbH kooperiert mit Rußland
- International Business Support (IBS Lateinamerika) wirkt als transatlantische Kontaktstelle
- Institut für Informatik: Der HU-Lehrstuhl für Theorie der Programmierung
- Call for Papers - CAD 2000
- Das neue Jahrtausend kommt - und was macht Ihr Computer?
- Debeka eröffnet Versicherungsbüro in Adlershof
- Termine !!

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Aktuelle Online-Berichte:

- Deep Space 1: Kamera machte schlapp - Naher Vorbeiflug am Asteroiden gelungen, aber nur magere Photoausbeute
- Rasantes Rendezvous mit einem Asteroiden - DLR-Astronomen vermessen Kleinplaneten
- Erfinderberatung am WISTA - Interview mit dem Adlershofer Patentanwalt Jürgen D. Hengelhaupt
- Berliner IT-Unternehmen entdecken den US-Markt - Interview mit Burkhard Koch vom UVI/BVB-Facharbeitskreis Globale Märkte
- Aufholen, einholen, überholen - Der "InnoRegio"-Wettbewerb des BMBF gibt ostdeutschen Regionen innovative Impulse
- Kreativer Kaffeeplausch - IBM-Experte Peter Schütt über das richtige Wissensmanagement
- Innovationsmanagement für Adlershof - Aus den "Leitlinien für ein Innovations- und Technologiekonzept Berlin" (3)
- Lernen und Arbeiten ohne Netz - Eine Internet-Tagung mal offline
- Baustein einer neuen Kommunikationskultur - Editorial von StS Hertel für das Virtuelle Adlershof Jahrbuch 1998
- Adlershof Aktuell Juli 1999 Informationen aus dem Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof


Kraftwerk Sonne

In Adlershof wird an regenerativen Energien geforscht

Die Prognosen zur Rohstoffknappheit, mit denen der Club of Rome Anfang der 70er Jahre unter dem Schlagwort „Die Grenzen des Wachstums“ weltweit Aufsehen erregte, sind zwar so bisher nicht eingetreten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Dies gilt auch für die fossilen Energieträger Öl und Gas, die den globalen Energiebedarf der Zukunft nicht dauerhaft sichern können.

Gegenwärtig decken sie über 60% des weltweiten Energieverbrauchs, doch bereits in 5- 10 Jahren wird ca. die Hälfte der Ölreserven verbraucht sein, und spätestens ab dem Jahr 2035 rechnen Experten mit einer jährlichen Versorgungslücke von 23 Mrd. Barrel Rohlöl. Das entspricht ungefähr der heutigen Weltjahresförderung.

Auf der Suche nach Alternativen in der Energieversorgung ist daher schon seit einiger Zeit die Nutzung der Sonne als unerschöpfliche und gleichermaßen umweltfreundliche Energiequelle in den Blickpunkt der Wissenschafter und Politiker gerückt. Nach Studien der renommierten Ludwig Bölkow-Stiftung würde zur Deckung des Weltenergiebedarfs mit Solarenergie theoretisch eine Fläche von 800 x 800 km im Sonnengürtel der Erde, etwa in der Sahara, ausreichen. Denkbar wären hier „Solarthermische Großkraftwerke“, die durch die Sonneneinstrahlung Dampf erzeugen, aus dem in Turbinen Strom gewonnen wird. Die Energie ließe sich entweder über Hochspannungsleitungen direkt zu den Verbrauchern leiten, oder über Elektrolyse in Wasserstoff umwandeln. Pipelines oder Tankschiffe, ähnlich wie heute für Erdöl, brächten den Energieträger in die Industrienationen, wo er in Brennstoffzellen nutzbar gemacht wird. Als „Abgas“ entstünde nur Wasserdampf.

Dieses Szenario der Solarenergienutzung im großen Maßstab klingt heute noch visionär, im kleinen Maßstab beginnt sich die Sonne als Kraftwerk aber bereits durchzusetzen. Die bekanntesten Techniken sind hier die Wassererhitzung in Sonnenkollektoren (Solarthermie) und die direkte Umwandlung des Sonnenlichtes in elektrischen Strom (Photovoltaik).

Die Nutzung von solarthermischen Anlagen setzt sich auch in unseren Breiten immer mehr durch. Selbst in Berlin kann man erzeugt jeder Quadratmeter Kollektorfläche ca. 350 Kwh Wärmeenergie. 60% des jährlichen Warmwasserbedarfs und 20-30% der Heizenergie lassen sich so abdecken.

Die Nutzung der Photovoltaik (PV) wird dagegen momentan zum großen Teil durch staatliche Zuschüsse am Leben erhalten, da die hohen Produktionskosten der Solarzellen eine wirtschaftliche Stromerzeugung gegenwärtig noch nicht zulassen. Doch neue Förderprogramme wie das 100.000- Dächerprogramm und innovative Entwicklungen bei Solarzellen lassen die Branche hoffen. Allein in Berlin wurden Fördergelder für Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von einem Megawatt bewilligt.

Auch auf Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof wächst die Bedeutung der alternativen Energien. Die Umbenennung des Technologiefeldes „Umwelttechnologie“ in „Umwelt- und Energietechnologie“ verdeutlicht diese zunehmende Rolle. Ein Unternehmen aus diesem Bereich ist beispielsweise die MPP-Solarstrom GmbH, die 1998 ein Büro auf dem WISTA eröffnete (siehe auch: Im Gespräch mit...).

Bereits seit 1996 forciert die Arbeitsgemeinschaft für die Anwendung der Solarenergie WISTAsolar den Einsatz der Technologie am Standort. Sichtbares Ergebnis ihrer Arbeit ist die Photovoltaikanlage des UTZ, die mit einer Leistung von bis zu 15 kw nicht nur als Energielieferant, sondern auch als Gestaltungs- und Verschattungselemnt an der Südwestfassade des Zentrums dient. Konkrete Planungen für weitere PV-Anlagen auf dem WISTA gibt es bereits für das WISTA-Business-Center, und auch das Dach von BESSY II ist von WISTAsolar für photovoltaische Nutzung ins Visier genommen worden.

Neben dem Institut für Kristallzüchtung (IKZ), das mit der Züchtung von unterschiedlichsten Kristallen die Grundlage für eine photovolatische Nutzung des Siliziums schafft, forscht das Hahn-Meitner-Institut mit seiner Adlershofer Abteilung für Photovoltaik auf dem Gebiet der Dünnschichtsolarzellen. Die HMI-Forscher legen den Schwerpunkt hierbei auf die Zellen der nächsten oder übernächsten Generation. Im Juni wurde beispielsweise erstmals bei der Entwicklung von Solarzellen, die ohne das hochgiftige Cadmium auskommen, ein Wirkungsgrad von über 15 % erreicht. Die 18,8 Prozent Wirkungsgrad, die herkömmliche Cadmium-Solarzellen heute erreichen, sind damit schon in greifbare Nähe gelangt.

Auch bei den „Tandem-Solarzellen“, auch Multispektral-Zellen genannt, sind die HMI-Forscher gut vorangekommen. Dabei handelt es sich um unterschiedliche ultradünne Halbleitermaterialien, die auf beide Seiten einer Glasscheibe aufgetragen werden und verschiedene Spektren des Sonnenlichts ausnutzen können. Inzwischen wurden hier Wirkungsgrade von 10 Prozent erzielt. Ziel ist es hier, die Marke von 15 Prozent zu erreichen. Wenn dies geschafft ist, so die Vorstellung des HMI, könnten diese Zellen mit einem Unternehmen hier in der Region in Produktion gehen.

Für den Bereich der Solarthermik hat dies „Gründerchampion“ Alligator Sunshine Technology bereits geschafft. Zusammen mit dem Baustoffhersteller Eternit werden die innovativen Solardachziegel („Cuadro“) der Adlershofer Firma in diesem Jahr erstmals in Serie produziert und bundesweit vermarktet.


Im Gespräch mit...
Robert Gutjahr, Geschäftsführer der MPP-Solarstrom GmbH

Frage: Welche Leistungen und Produkte bietet MPP-Solarstrom an?

Robert Gutjahr: Wir sind ein Großhandels- und Planungsunternehmen und beliefern im gesamten Bundesgebiet Solartechnik und Elektroinstallationsbetriebe mit Photovoltaik-Komplettsystemen. Zu unserem Angebot zählen z.B. Standardsysteme mit einer Leistung von 1-3 kwp. Natürlich planen wir auch individuelle Anlagen für jeden erdenklichen Bedarf. Neben den Solarmodulen sind vor allem die Netzeinspeiseanlagen wichtig. Hier wird der in den Solarzellen produzierte Gleichstrom in 230 V Wechselstrom umgewandelt und kann direkt im Haushalt genutzt werden. Der überschüssige Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist und vom örtlichen Stromversorger vergütet.

Solarstrom ist, nicht zuletzt aufgrund neuer Förderprogramme, wieder in aller Munde. Welche technischen und politischen Herausforderungen galt es und gilt es zu bewältigen?

Gutjahr: Abgesehen von der Entwicklung der Solarzellen selbst gibt es technisch bei der Installation der Anlage, dem Betrieb und der Netzeinspeisung keine Probleme. Allerdings machen uns die stetig wechselnden politischen Rahmenbedingungen zu schaffen. 1990 wurde z.B. die Netzeinspeisung noch gar nicht vergütet, mittlerweile ändern sich die Regeln für die Einspeisung fast monatlich. Hinzu kommt da vielseitig diskutierte 100.000-Dächer-Programm. Vom Ansatz her ist das sehr vielversprechend. Leider wurden jedoch versäumt, von Anfang an ein fertiges Konzept zu präsentieren. Im Ergebnis änderten sich die Bedingungen bezüglich Einspeisevergütung, Auszahlung, Zinsvorteil etc. täglich. Hinzu kommt, daß die Banken unzureichend informiert sind, sich teilweise sogar weigern, die Finanzierung über die KfW mitzutragen.

Ein weiterer Punkt ist die Liberalisierung des Strommarktes. Grundsätzlich ist sie zu begrüßen, aber der Wettbewerb führt auch zu einer immer größeren Unübersichtlichkeit des Angebots. Die Endkunden verlieren so schnell die Orientierung mit dem Ergebnis, daß sie sich für keine alternativen Angebote entscheiden, sondern lieber bei ihrem alten Anbieter bleiben.

Wie schätzen sie Ihre Geschäftserwartungen zur Zeit ein?

Gutjahr: 1998 war für die gesamte Branche eine Durststrecke, aber im laufenden Jahr übertreffen die Ergebnisse unsere Erwartungen. Unsere Niederlassung West in Langenfeld wird noch diesen Sommer ausgebaut und auch unsere Mitarbeiterzahl wird sich von jetzt sechs weiter erhöhen.

Wie kam es zur Gründung der Adlershofer Dependance?

Gutjahr: Schon seit 1997 arbeiten wir mit dem Ingenieurbüro für alternative Technologien hier am Standort zusammen. Seit Juni 1998 sind wir mit einem eigenem Büro hier vertreten. Für die Gegenwart und Zukunft sind so alle Möglichkeiten geschaffen, den Absatzmarkt zu vergrößern und optimale Kundennähe zu zeigen.

Kontakt:
MPP-Solarstrom
Tel: 030-6392-5115
Internet: www.mpp.de


Auf dem Weg ins Reich der Mitte

GOPA Management Consultants entwickelt deutsch-chinesischen Gewerbepark in Xiamen

Während große Unternehmen längst global - vertreten sind auch auf den attraktiven Märkte im Fernen Osten - vertreten sind, tun sich die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) schwer beim Engagement in Asien - zum Beispiel im vielversprechenden chinesischen Markt. Zum einen verfügen die KMU nur über beschränkte Management- und Finanzressourcen und zum anderen gestaltet sich die Steuer- und Verwaltungsstruktur im Reich der Mitte äußerst kompliziert.

Konkrete Hilfestellung bietet hier die Beratungsgesellschaft GOPA Management Consultants (GMC) im Ost-West-Kooperationszentrum (OWZ). Der Schwerpunkt der Arbeit liegt bei GMC in der Entwicklung und Vermarktung von Standorten. Dabei geht es um Regionen, Städte und Industrieparks, die auf ihre Potentiale hin geprüft werden, um gezielt profiliert und den unterschiedlichen Zielgruppen nahegebracht zu werden.

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Neue Fasern für Laserlicht

Die A.R.T. Photonics GmbH kooperiert mit Rußland

Die Brückenfunktion zwischen West- und Osteuropa für Unternehmen und Institute ist ein entscheidender Faktor für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof. Einrichtungen wie das OWZ und das Deutsch-russische Büro unterstreichen den Anspruch, wissenschaftliches Know-how und unternehmerisches Können aus Ost und West erfolgreich miteinander zu verbinden. Ein konkretes Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen russischen und deutschen Unternehmern ist die Firma A.R.T. Photonics GmbH im Zentrum für Optik, Optoelektronik und Lasertechnologie.

Dr. Slava Artjushenko, früher Wissenschaftler am Institut für Allgemeine Physik der renommierten Akademie der Wissenschaften in Moskau, initiiert bereits seit 1989 Kooperationen und Joint-Ventures mit westlichen Unternehmen. Den Weg nach Adlershof fand Artjushenko über die Firma Advanced Photonic Systems, für die er tätig war, bevor er im Juni 1998 zusammen mit Prof. Dr. Wihsmann die A.R.T. Photonics GmbH gründete.

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Drei Wege nach Lateinamerika

International Business Support (IBS Lateinamerika) wirkt als transatlantische Kontaktstelle

Seit 1996 Jahren arbeitet das Unternehmen IBS Lateinamerika als Kooperationsstelle und Knotenpunkt für deutsche Unternehmen, die Absatzmärkte und Kooperationen in Lateinamerika suchen. Den Schwerpunkt bildet der Bereich der „Life Sciences“, also Biotechnologie, Medizin, und Umweltschutz.

Drei Wege führen dabei bei IBS Lateinamerika auf den Kontinent zwischen Amazonas und Anden. Zum einen suchen die Lateinamerika-Experten gezielt nach möglichen Absatzmärkten für deutsche Firmen. Darüber hinaus oranisiert IBS im Auftrag von deutschen und internationalen Organisationen in biologienahen Wirtschaftsbereichen Branchentreffen, Informationsbesuche und Seminare und fördert so den Aufbau internationaler Geschäftsbeziehungen.

Das Team von IBS ist Experte, wenn es um das Aufspüren neuer Absatzmöglichkeiten geht. Ein aktuelles Beispiel ist der Bergbau in Peru. Seit 1993 gelten dort strenge Umweltschutzauflagen, die die Bergbauunternehmen zwingen, Umweltproblem wie Boden- Wasser und Luftverschmutzung konsequent anzugehen. Eine Delegation aus sieben Unternehmen und zwei wissenschaftlichen Einrichtungen startete deshalb Mitte Juli nach Lima, um mit interessierten Bergbauunternehmen geschäftliche Verbindungen aufzubauen.

Doch auch wer den Weg über den Atlantik scheut, kann über eine dritte Möglichkeit schnell einen Überblick über Firmen und Märkte in Südamerika bekommen. Von der EU und der UNO gefördert, entstand die Internetplattform „Tips“, auf der monatlich über 500 Firmen aus 18 Wirtschaftsbranchen ihre Produkte und Kooperationswünsche präsentieren. Nutzer der Plattform können gegen eine Jahresgebühr von DM 200,- mit einer eigenen PIN-Nummer Firmeninformationen einsehen, Interessenten für Ihre Produkte aufspüren und alle erdenklichen wirtschaftsrelevante Daten über die Lateinamerika abrufen. - WN-797d

Unternehmen, die die Internetplattform nutzen möchten oder Unterstützung für die Märkte Lateinamerikas brauchen wenden sich an:

International Business Support (IBS Lateinamerika)
Peter Gurske
Tel: 030-6392-6102, Fax: 6392 -6209
email: ibslatam@t-online.de, Internet: http://tips.org

Beachten Sie auch diesen Bericht :

Adlershof international: IBS hilft bei online-Geschäften mit Lateinamerika


Die Lehrstühle des Instituts für Informatik der Humboldt-Universität

Der Lehrstuhl für Theorie der Programmierung

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Reisig

Frage: Womit beschäftigt sich Ihr Lehrstuhl?

Prof. Reisig: Mit den wissenschaftlichen Grundlagen der Softwareentwicklung. Vor dem Programmieren braucht man ein Modell des gesamten Systems. An dem kann man testen - oder besser: beweisen - daß das Programm hinterher wirklich macht, was man von ihm erwartet. Solche Modelle bauen wir, insbesondere für Systeme die logisch oder räumlich verteilt sind.

Das klingt ziemlich theoretisch. Wofür lohnt sich das?

Prof. Reisig: Beispielsweise für Geschäftsprozesse mehrerer Firmen, die gemeinsam einen Auftrag abwickeln. Oder für die automatische Neukonfiguration eines Rechnernetzes, in dem ein Rechner ausfällt. Die Modelle werden natürlich rechnergestützt entworfen und analysiert. Dafür bauen wir Software-Werkzeuge. Das alles ist Teil des Schwerpunktthemas „Kooperierende Systeme“ des ganzen Institutes.

Haben Sie genug Personal?

Prof. Reisig: Die Uni bezahlt drei Mitarbeiter, die Deutsche Forschungsgemeinschaft weitere vier. Damit kann man schon etwas machen. Kooperationsprojekte mit der Industrie bahnen sich an, mit IBM und hier am Standort mit der WIDIS GmbH. Daß wir kürzlich einen Mitarbeiter von SAP abwerben konnten, hat uns Spaß gemacht.

Informatiker sind momentan auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Welche Vorstellung haben sie von einer guten Informatikausbildung?

Prof. Reisig: Es kommt nicht darauf an, die Studenten möglichst schnell fit für die Industrie zu machen. Der Bedarf der Wirtschaft an bestimmten Fachleuten kann sich binnen weniger Jahre auf vollkommen andere Schwerpunkte verlagern. Wer sich nur auf aktuelle Gebiete spezialisiert, bleibt langfristig auf der Strecke. Wir legen Wert auf die wissenschaftliche Ausbildung. Dazu gehört für die besten Absolventen die Promotion. Ein guter Wissenschaftler sollte immer einen Schritt weiter denken als die Personalabteilung einer Softwarefirma.

Und welche Zukunftsszenarien entwickeln Sie ?

Prof. Reisig: Wir fragen uns zum Beispiel: „Was kommt nach dem PC?“ PCs werden ja immer vielschichtiger und leistungsfähiger, aber die meisten Nutzer verwenden das gar nicht. Die brauchen stattdessen bequeme, handliche, vom jeweils speziellen Nutzen her entworfene Geräte. Die sind vernetzt und stecken voll IT-Technik, ohne daß der Nutzer viel davon bemerkt. Erste Beispiele gibt es ja: Geräte zur standortunabhängigen Kommunikation, zur Ortung und kurzfristigen Routenplanung im Auto, zur Diagnose in der Medizin. Viele weitere solche kleinen Helfer sind denkbar, gerade für zu Hause. Da entsteht wohl ein riesiger, neuer Markt; durchaus ein Thema für den Standort Adlershof. - WN-979c

Kontakt :
Prof. Dr. Wolfgang Reisig
Tel: 030-2093-3065 - Email: reisig@informatik.hu-berlin.de


Call for Papers - CAD 2000

Fachtagung im März 2000 über Stand der CAD-Technologien

Am 2. und 3. März 2000 findet in Adlershof die Fachtagung „CAD 2000" statt. Seit 1992 bietet die von der Gesellschaft für Informatik initiierte Veranstaltungsreihe eine Plattform für Fachleute aus Forschung und Entwicklung und aus der Anwendungspraxis. Die CAD 2000 will den neuesten Stand der CAD-Technologien, die wichtigsten FuE-Tendenzen und Anwendungserfahrungen aufzeigen. Themenschwerpunkte sind unter anderem:
- Kommunikation und Kooperation ( z.B. Internet-, Intranet und Extranet-Anwendungen)
- Integrationstechnologien (z.B. Verteilte CAD-Systeme, Client-Server-Architekturen)
- Virtual and Augemented Reality (z.B. Virtual Design)
- CAD und Ausbildung (z.B. Erfahrungsberichte)

Wer selbst gerne einen Beitrag für die CAD 2000 leisten möchte, kann bis zum 20. September 1999 Manuskripte von bis zu 20 DIN A 4 Seiten einreichen und auf der Tagung in einem Vortrag seine Erfahrungen oder Fallstudien den Teilnehmern präsentieren. Mehr Informationen zu Call for Papers hält das IIEF (Institut für Informatik in Entwurf und Fertigung) bereit, an das auch die Beiträge geschickt werden sollen.

IIEF Institut für Informatik in Entwurf und Fertigung zu Berlin GmbH
Prof. Dr. A. Iwainsky
Rudower Chaussee 5
Geb. 13.7
12489 Berlin

Aktuelles zur CAD 2000 natürlich auch im Internet: http://www.iief.de/gi/CAD_2000.html


Das neue Jahrtausend kommt - und was macht Ihr Computer?

Der Jahreswechsel 1999/2000 mit all seinen, manchmal übertriebenen, manchmal auch nicht genügend beachteten Computerproblemen kommt mit Riesenschritten auf die Unternehmen zu.

Als Hilfestellung gerade für kleine und mittelständische Unternehmen hat der Bundesverband der Deutschen Industrie zusammen mit dem Gerling-Konzern ein Buch herausgegeben:

„Chefsache Jahr 2000 - Umstellung: Strategien für den Mittelstand“ ist eine Dokumentation der Fachtagung zum Thema „Millenium“ in Köln. Es stellt betriebliche Lösungen des Jahr 2000 Problems vor und möchte so mittelständische Unternehmen auf dem Weg über den Jahreswechsel begleiten. Unternehmen des Wissenschafts-und Wirtschaftsstandorts Adlershof können die Publikation kostenlos bei Gerling bestellen.

Bitte richten Sie Ihre Bestellung per Fax an: Herrn Wolfram Schervier, Fax: 0221-144-5155


Ob Rente oder Reihenhaus, ...

Debeka eröffnet Versicherungsbüro in Adlershof

Versicherungsgesellschaften kennen auf die meisten Fragen zu Themen wie Alters- und Krankenvorsorge oder Vermögensbildung eine passende Antwort. Einer der größten und traditionsreichsten Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit ist die Debeka, die im Mai 1999 ein Servicebüro in der Agastraße 2 in Adlershof eröffnet hat.

1905 als Krankenunterstützungskasse für die Gemeindebeamten der Rheinprovinz gegründet, zählt sie inzwischen z.B. bei der privaten Krankenvollversicherung 1,7 Mio. versicherte Mitglieder. Doch das Angebot umfaßt noch wesentlich mehr: Egal, ob Lebens- oder Hausratversicherung, Bausparvertrag oder Autohaftpflicht, das Team der Debeka in Adlershof freut sich auf Ihren Besuch!

Debeka Versicherungen
Agastraße 2
12489 Berlin-Adlershof
Tel./Fax: 6392-1127
Öffnungszeiten: Mo-Fr. von 10-13 und von 15-18 Uhr

debeka im Internet: www.debeka.de


Termindienst Adlershof

Veranstaltungen im August 1999

Online-Terminkalender:
BAM - Veranstaltungskalender
BESSY-Termine
Ferdinand-Braun-Institut
GfaI: Kongresse, Tagungen, Seminare und Veranstaltungen
GMD FIRST
Seminar der Abteilung Photovoltaik (AP) des HMI
HU-Informatik
IKZ-Kolloquien
MBI-Veranstaltungen
Max Planck Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Bitte teilen Sie uns Termine mit, die dort noch nicht aufgeführt sind!

05.08.1999 - Seminar: Aluminiuminduzierte Kristallisation von a-Si: Große Körner leicht gemacht - Ref: Oliver Nast (Photovoltaics Special Research Centre, University of New South Wales, Sydney) - V: Hahn-Meitner-Institut, Abteilung Photovoltaik - Zeit: 9 Uhr - Ort: Kekuléstr. 5; 1. Stock - Info: 67053-313

17.08.1999 - Patentberatung für Firmen des Standorts - Erfinder-Erstberatung - V: Patentanwälte Gulde - Hengelhaupt Ziebig - Zeit: 14.00 Uhr - Rudower Chaussee 17; Raum 231 - Voranmeldung: 6392 - 3195 - Weitere Infos in diesem Interview mit Herrn Hengelhaupt

25.08.1999 - Tag der Offenen Tür - V: KOMMWERK; Verein für Computer-Video-Freunde e.V. - Zeit: 10 - 18 Uhr - Ort: Albert-Einstein-Str. 16 - Tel: 6392- 1690

30.08.1999 - Kolloquium: Observing the motions of atoms: Picosecond-milliangstrom x-ray diffraction measurements of photo induced dynamics in GaAs - Ref: Prof. Dr. C. Rose-Petruck (Brown University Providence, USA) - V: Max-Born-Institut - Zeit: 16.00 Uhr - Ort: Carl-Scheele-Str. 10; Raum 3.11 - Info: 030-6392-1240


Spaziergänge zum Natur- und Landschaftspark und zur Luftfahrtgeschichte

Treffpunkt für die nachfolgenden Veranstaltungen ist - wenn nicht anders angegeben - das InfoCenter Berlin Adlershof, Rudower Chaussee 25, 12489 Berlin. Information und Gruppenanmeldung unter Tel. 6392-3300

1. Führungen durch den Natur- und Landschaftspark Flugfeld Johannisthal:

Sonntag, 8. August 1999, 9-11:00
"Die Vogelwelt im Natur- und Landschaftspark Flugfeld Johannisthal" (Jürgen Herrmann)

Sonntag, 15. August 1999,11-12:30 "Leben auf dem Trockenrasen im Natur- und Landschaftspark Flugfeld Johannisthal" (Dipl.- Biologin Inga Böttcher)

2. Sonderführungen zur Geschichte der Flugpioniere von Johannisthal und der Luftfahrtforscher von Adlershof

Fachreferent: Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht

Sonntag, 8. August ab 10:00
Donnertag, 9. September ab 14:30
Sonntag, 12. September ab 10:00

Führungen in Zusammenarbeit mit: BAAG Berlin Adlershof Aufbaugesellschaft mbH; Der Landesbeauftragte für Naturschutz; Freilandlabor Britz e.V.; GBSL Gesellschaft zur Bewahrung von Stätten deutscher Luftfahrtgeschichte e.V.


Impressum

Adlershof Aktuell wird herausgegeben von der Wista-Management GmbH, Rudower Chaussee 5, 12489 Berlin. Redaktion: Abt. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel. 030-6392-2213) in Zusammenarbeit mit dem Pressebüro Manfred Ronzheimer (Tel: 030-85999843)
Druck: Kopie+Druck, Adlershof; Layout: frenzel - grafikdesign

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WistaNews wird herausgegeben von der Wista-Management GmbH
in Zusammenarbeit mit dem Pressebüro Manfred Ronzheimer.
Verantwortlich für den Inhalt: Manfred Ronzheimer.

Adresse der Redaktion:
Pressebüro Manfred Ronzheimer
Lauterstr. 35, 12159 Berlin
Tel: 030-85999843, Fax: 030-85999844
e-mail: Ronzheimer@berlinews.de

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