IBM prämiert HU-Forschung
40.000 US-Dollar für die effiziente Verarbeitung von Genomdaten
PE IBM Berlin, 11. Oktober 2001
Zum zweiten Mal erhält Professor Johann Christoph Freytag, Ph.D., Inhaber des Lehrstuhls für Datenbanken und Informationssysteme an der Humboldt Universität Berlin, heute den mit 40.000 US-Dollar dotierten IBM Faculty Award. IBM fördert mit dieser Auszeichnung die Weiterentwicklung der Informationstechnologie auf dem Gebiet der Genomanalyse. Der Preis soll die Forschungskooperation zwischen der Humboldt Universität und IBM weiter vertiefen.
Die Wissenschaft verspricht sich von der Analyse des menschlichen Erbguts Erkenntnisse über die Ursachen von Krankheiten und die Entwicklung entsprechender Medikamente. Die Genomforschung stellt dabei große Anforderungen an die Informationstechnologie. Riesige Datenmengen müssen analysiert, gespeichert, bearbeitet und vernetzt werden. Als Speichermedien sind herkömmliche Dateien nicht mehr ausreichend. Nur leistungsfähige Datenbanksysteme können diese Datenflut bewältigen.
Der IBM Faculty Award soll daher in erster Linie dazu genutzt werden, Funktionen im IBM Datenbanksystem DB2 zu implementieren, um komplexe Sequenzvergleiche und -analysen zu ermöglichen. Wissenschaftlern sollen damit effiziente Funktionen aus dem Bereich "Life Sciences" auf Basis des Datenbanksystems zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren sollen Funktionen der Datenbank DB2 entwickelt werden, die den Zugriff auf bereits vorhandene Bio-Datenbanken erleichtern.
Diese Arbeiten ebnen den Weg für weitere Innovationen. Neue Indizierungsmethoden sowie Methoden der Anfragebearbeitung und -ausführung stehen dabei im Vordergrund. Dabei soll die Skalierbarkeit der Lösungen auch im Tera- oder Peta-Byte Bereich (10 hoch 15 Bytes) sichergestellt werden.
IBM honoriert und fördert mit diesem Preis das Engagement von Professor Freytag und seinem Team im Bereich der Datenbanktechnologie. "Die universitäre Forschung ergänzt unsere Entwicklungen und inspiriert zu neuen Lösungen," betont Professor Frank Leymann, IBM Deutschland Entwicklung GmbH, Ansprechpartner der Humboldt Universität.
Professor Johann Christoph Freytag
Prof. Johann Christoph Freytag, Ph.D., studierte Informatik an der Universität Hamburg und an der Harvard University, USA, wo er sein Studium 1985 mit dem Ph.D. in Applied Mathematics/Computer Science abschloss. Als Research Staff Member war er für zwei Jahre Mitglied des Starburst-Datenbankprojektes des IBM Almaden Research Centers, ehe er 1987 an das ECRC, München wechselte. 1990 übernahm er für die Firma Digital Equipment (DEC) als Leiter der Forschungsgruppe den Aufbau des Database Technology Centers, München. 1994 wurde er zum Professor für Datenbanken und Informationssysteme am Institut für Informatik an die Humboldt-Universität zu Berlin berufen, wo er bis heute tätig ist. Prof. Freytag ist im Bereich Datenbanken mit seinen vielfältigen Veröffentlichungen als auch durch weltweite industrielle Seminar- und Beratungstätigkeit bekannt. 1997/98 und 2001 führte er Forschungs- und Technologiearbeiten am IBM Almaden Research Center und dem IBM SVL Lab durch. Bereits 1999 wurde Prof. Freytag der IBM Faculty Award für seine Arbeiten im Bereich Datenbanken und Workflow verliehen.Über IBM Faculty Award
Im Rahmen ihres weltweiten Partnerschaftsprogramms mit Universitäten fördert IBM durch den IBM Faculty Award herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Informationstechnologie. Insgesamt wurden im laufenden Jahr weltweit circa 60 Wissenschaftler für ihre Arbeiten mit dem Faculty Award ausgezeichnet.
http://www.ibm.com/universityÜber IBM Forschung & Entwicklung
Die IBM Deutschland Entwicklung GmbH ist das größte IBM Entwicklungslabor außerhalb der USA. 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten zusammen mit Labors in den USA, Kanada, Japan und Großbritannien an Software, Hardware und Services. Allein im Jahr 2000 wurden von den Böblinger Entwicklern mehr als 80 Patente und 180 Erfindungsmeldungen eingereicht. Insgesamt hält die IBM Deutschland Entwicklung GmbH mehr als 1800 Patente zu den Themen Mikroprozessoren, Softwareentwicklung, Softwaretechnologien und Design. Weitere Informationen zu IBM Forschung und Entwicklung finden Sie unter http://www.ibm.com/de/entwicklung.Über IBM Life Science
Von der Forschungs- und e-business Expertise über das Management von Daten und Speichern bis hin zum High Performance Computing fasst dieser Geschäftsbereich Ressourcen von IBM zusammen, um dem Life-Sciences-Markt neue Lösungen zu bieten. Hierzu zählen die Gebiete Biotechnologie, Genomics, E-Health sowie das Pharmazie- und Agrargeschäft. Weitere Informationen zu IBM Life Sciences finden Sie unter http://www.ibm.com/solutions/lifesciences.
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EMEA Development, Research & Technology
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Prof. Johann-Christoph Freytag, Ph.D.
Tel.: 2093-3009
E-Mail: freytag@dbis.informatik.hu-berlin.de - Internet: http://www.dbis.informatik.hu-berlin.de/Adlershof Aktuell 3. Oktober 1999
Das menschliche Genom im Data-Warehouse
Der Lehrstuhl für Datenbanken und Informationssysteme am HU-Institut für InformatikAdlershof Aktuell Oktober 1999
Informationen aus dem Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof
- HU-Ecke : Lehrstuhl für Datenbanken und Informationssysteme
Ein weiterer Preis für die HU
Pressemitteilung vom 17. September 2001
Mit dem Dissertationspreis zeichnet die Gesellschaft für Informatik jährlich eine überragende Arbeit aus, die in besonderer Weise der Weiterentwicklung der Informatik in Theorie oder Praxis dient. In diesem Jahr wird der Dissertationspreis an Herrn Dr. Felix Naumann von der Humboldt-Universität zu Berlin für seine Arbeit "Quality-driven Query Answering for Integrated Information Systems" verliehen.
http://www.gi-ev.de/informatik/presse/presse_010917.shtmlBerliner Zeitung, 19.9.2001
Reise an den Rand der Welt
Noch ist der Adlershofer Uni-Campus kein Anziehungspunkt / Gedanken des HU-Präsidenten
WN-1473
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