Adlershof aktuell

Institute sind anerkannt und geschätzt

Neujahrsempfang der Außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Berlin-Adlershof

--------------------------------------------------------------------------------------------

Pressemitteilung (Sperrfrist 31.01.2002, 12.00 Uhr)

Die Initiativgemeinschaft der Außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Adlershof (IGAFA) veranstaltet heute ihren Neujahrsempfang. Aus diesem Anlass erklärte der Sprecher der IGAFA, Prof. Dr. Ingolf V. Hertel:
"Die 12 Forschungsinstitute in Adlershof blicken auf 10 Jahre einer erfolgreichen Entwicklung zurück. Die große Herausforderung, international wettbewerbsfähige Forschung zu betreiben und gleichzeitig die notwendigen Sanierungsarbeiten, Umbauten und Neubauten zu realisieren, haben die Institute mit Bravour gemeistert. Heute sind die modernen Institutsbauten, in die bislang über 240 Mio€ investiert wurden, sowie die wichtigsten Infrastruktureinrichtungen nahezu vollständig fertiggestellt. Die Institute sind in der internationalen Wissenschaftslandschaft anerkannt und zugleich als regionale Kooperationspartner bei Wissenschaft und Wirtschaft geschätzt. Durchschnittlich 1500 Beschäftigte arbeiten in den Forschungsinstituten, davon ca. die Hälfte Wissenschaftler. Über 120 internationale Gastwissenschaftler bereicherten den Standort im Jahr 2001 mit neuen Ideen für die Forschung. 25 Mio€ stellte das Land Berlin im vergangenen Jahr für die Forschung in Adlershof zur Verfügung und mit über 60 Mio€ trug der Bund den Hauptanteil der Finanzierung. Zusätzlich konnten über 30 Mio€ an Drittmitteln eingeworben werden. Adlershof rechnet sich also für Berlin."

Als Beispiele für herausragende Zukunftsprojekte, bei denen Adlershof eine zentrale Rolle spiele, verwies Prof. Hertel auf den vom Zukunftsfond des Landes Berlin durch eine Pilotstudie geförderten Freien Elektronenlaser bei BESSY, sowie auf die jüngst entstandenen Netzwerkstrukturen ZEMI, Zentrum für Mikrosystemtechnik Berlin und das Netzwerk der Optischen Technologien aus Berlin und Brandenburg, OptecBB.

Dass die erzielten Ergebnisse nicht nur für die Grundlagenforschung von Interesse sind, zeigen zunehmend erfolgreiche Kooperationen und Ausgründungen. Eine dieser erfolgreichen Kooperationen ist der Adlershofer Kleinsatellit BIRD, der in Kooperation des Instituts für Planetenerkundung und Weltraumsensorik des DLR und des Fraunhoferinstituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik FIRST sowie der Firma Astro- und Feinwerktechnik GmbH in Berlin-Adlershof entwickelt, gebaut und getestet wurde. Weitere Beiträge leisteten u. a. die TU Berlin, das Hahn-Meitner-Institut, das DLR Raumflugkontrollzentrum und andere DLR-Einrichtungen. Der Kleinsatellit BIRD startete am 22. Oktober mit einer indischen Trägerrakete in einen 568km hohen Erdorbit. Der High-Tech-Würfel mit 50cm Kantenlänge und 94kg Gesamtmasse erprobt neuartige Infrarot-Sensorik zur Feuerfernerkundung aus dem Weltall und neue Kleinsatellitentechnologien. Seine "Feuertaufe" bestand BIRD mit den Aufnahmen der Buschbrände in Australien am Anfang des Jahres, erstmals wurden die Temperaturen von Vegetationsbränden aus dem Weltall bestimmt. Das Modell des Satelliten sowie neue Bilder aus dem All sind während des Neujahrsempfangs zu bestaunen.

Der Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Herr Dr. Thomas Flierl stellte in seinem Grußwort ausdrücklich fest, dass die Weiterentwicklung Adlershofs als innovationsträchtigstes Projekt Berlins in der Koalitionsvereinbarung fest verankert sei. Die außeruniversitäre Forschung sei heute standortprägend. Der sukzessive Umzug der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultäten der Humboldt-Universität mit insgesamt 7 Instituten von Berlin Mitte nach Adlershof werde das schon jetzt bedeutende FuE-Potenzial des Standortes noch verstärken.

Der Staatsekretär für Wirtschaft, Herr Volkmar Strauch erklärte, dass der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof weiterhin mit einem umfassenden Zuspruch seines Hauses und des Berliner Senates rechnen könne. Nicht ohne Grund seien in der Koalitionsvereinbarung Adlershof und Buch als weiter zu entwickelnde Technologiestandorte namentlich aufgeführt.

Weitere Informationen durch
IGAFA Wissenschaftsbüro
Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin
Tel.: 030/6392-3583, Fax.:030/6392-3584
email: igafa@igafa.de

Text wurde uns erst jetzt zugestellt


Phoenix aus märkischem Sand
Im Adlershofer Wissenschaftspark forschen heute wieder so viele Menschen wie vor der Wende "Neujahrsempfang" der zwölf außeruniversitären Forschungsinstitute
Der Tagesspiegel, 1.2.2002

Berlinews, 1. 4. 2002
Adlershof-Kiosk
Der Wissenschaftsstandort in der Presse

WN-1522a

Autor: Manfred Ronzheimer

 
 
 

Mit einem Mausklick erfahren Sie mehr.


Zu den auf dieser Seite enthaltenen Links auf fremde Internetseiten
beachten Sie bitte die entsprechenden Hinweise in unserem Impressum.