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Profil und Perspektive
"Vision Berlin Adlershof 2010" stellt sich der Diskussion -------------------------------------------------------------------------------------------- Aus: Adlershof Aktuell, Januar/Februar 2002 10 Jahre Berlin Adlershof: Von der Vision zum Erfolg Im Jahr 2002 werden wieder zahlreiche Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen in Berlin Adlershof ihr zehnjähriges Bestehen feiern und dies zum Anlass nehmen, auf das Erreichte zurückzuschauen sowie
zukünftige Vorhaben und Entwicklungen zu diskutieren. Dabei wird in noch stärkerem Maße als bisher deutlich werden, dass sich Berlin Adlershof auf gutem Weg von
der politikgetriebenen Aufbauphase in die wirtschaftsgetriebene Wachstums- und Lebensphase befindet. Die
2001 erfolgte Neuvermietung von 7.500 m², die Hälfte davon an expandierende Unternehmen in Adlershof, oder
die Ansiedlung des "Zentrums für Mikrosystemtechnik" (ZEMI) stehen beispielhaft dafür. Die WISTA-MANAGEMENT GMBH reagiert bereits seit längerem auf die sich abzeichnenden Veränderungen mit
einer konsequenten Neuausrichtung. Auf Basis der Ergebnisse einer internationalen Benchmark-Studie erfolgte
die Konzentration auf die Kernfunktionen Marketing und Kommunikation, Akquisition, Vermietung, Verpachtung
und Verkauf sowie Kooperation und Vernetzung. Die technische, infrastrukturelle sowie kaufmännische Gebäude-
und Flächenbewirtschaftung wurde der Adlershof Facility Management GmbH übertragen. Folgerichtig haben die
Center Manager im Bereich Technologiezentren ihre Tätigkeit neu strukturiert, um Ihnen als Ansprechpartner vor
Ort mit Kundennähe, Kompetenz und Engagement zur Verfügung zu stehen. Wir berichten in dieser Ausgabe
von "Adlershof Aktuell" darüber ausführlich. Nach zehn Jahren erfolgreicher Entwicklung des Projektes Adlershof hielt die WISTA-MANAGEMENT GMBH
den Zeitpunkt für gekommen, um gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der IGAFA auf der
Grundlage des Erreichten über Visionen und Stoßrichtungen des Wissenschafts- und Technologieparks bis zum
Jahr 2010 nachzudenken. Die Ergebnisse eines entsprechenden Projektes liegen vor und werden in dieser
Ausgabe vorgestellt. Wir möchten die kommenden Wochen und Monate nutzen, diese mit Ihnen zu diskutieren
und daraus ein gemeinsames Verständnis und Handeln zu entwickeln. Auf dieser Basis wollen wir auch die
nächs-ten zehn Jahre mit Ihnen gemeinsam die Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien erfolgreich
gestalten. Peer Ambrée, Bereichsleiter Technologiezentren, WISTA-MANAGEMENT GMBH
Wo stehen wir? Wohin gehen wir?
"Vision Berlin Adlershof 2010" stellt sich der Diskussion
Der Aufbau von Berlin Adlershof, der Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien, ist langfristig angelegt: Was
vor zehn Jahren in neue Strukturen gegossen wurde, soll sich in zehn Jahren zu einem wissenschaftlichen und
wirtschaftlichen Kraftfeld entwickelt haben, zu einem der weltweit führenden Wissenschafts- und
Wirtschaftsparks. Adlershof will in nicht allzu ferner Zukunft ein Beispiel für die produktive Vernetzung von
Forschung und Lehre mit Technologie und Wissenschaft geben und zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze in
Berlin beitragen. Adlershof hat die Hälfte dieses Weges zurückgelegt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Heute sind in den
Bereichen Wissenschaft und Technologie schon wieder so viele Menschen tätig wie vor 1989. Trotzdem hat sich
im Lauf der vergangenen zehn Jahre vieles anders entwickelt, als es ursprünglich vorhergesagt oder erwartet
wurde. Dementsprechend verändern sich auch die Perspektiven für die Zukunft. Kurzum: Müssen die Ziele für
Adlershof modifiziert werden?
Das Projekt
Unter dem Titel "Vision Adlershof 2010" hatte die WISTA-MANAGEMENT GMBH im September vorigen Jahres
ein Projekt initiiert, das sich - auf Grundlage einer detaillierten Analyse des Erreichten - mit der künftigen
Entwicklung des Wissenschafts- und Technologieparks Berlin Adlershof befasst. Es wurde ein Projektteam aus
Vertretern der WISTA-MANAGMENT GMBH, der IGAFA, der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und der TSB
Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin zusammengestellt. Die Moderation übernahm das
Beratungsunternehmen Management Engineers (ME), beteiligt war auch artop, ein An-Institut der HU. Dem Team
steht ein Lenkungskreis vor, dem Prof. Rolf Scharwächter (WISTA-MG), Prof. Ingolf Hertel (IGAFA-Sprecher), Dr.
Günther Tränkle (Direktor des Ferdinand-Braun-Instituts), Prof. Jürgen Mlynek (Präsident der HU), Prof. Hans
Jürgen Prömel (Vizepräsident der HU), Prof. Hanns-Jürgen Lichtfuss (Vorstand der TSB) und Bernd-Peter
Morgenroth (Vorstandsmitglied Landesbank Berlin) angehören.
Breite Diskussion angestrebt
Am 15. Januar 2002 stellte das Projektteam dem Lenkungskreis erste Ergebnisse vor: In den nächsten Wochen
werden die Standortpartner hierüber detailliert informiert. Eine in-tensive und breit angelegte Diskussion soll in
eine Präzisierung der Leitlinien sowie in konkrete Empfehlungen zu deren Realisierung münden. Das Projektteam hatte zunächst eine detaillierte Analyse der Schlüsseltechnologien und Leittrends weltweit
erarbeitet. Anschließend nahm es Kompetenzen und Kapazitäten in Adlershof unter die Lupe und bewertete sie
im Licht der Berlin-Brandenburgischen Technologielandschaft. Dabei wurde nach Potenzialen für Synergien
ebenso gefragt, wie nach Förderschwerpunkten. Im nächsten Schritt erarbeitete das Team in Abstimmung mit
dem Lenkungskreis ein modifiziertes Zukunftsbild. Es leitete unmittelbar daraus handlungsorientierte Ansätze für
Stoßrichtungen ab und entwarf einen Handlungsrahmen.
Stoßrichtungen
Die Ergebnisse der Arbeit des Projektteams bestätigen an vielen Stellen die Richtigkeit des eingeschlagenen
Weges. Dies trifft vor allem für die klare Profilierung der Technologiefelder zu. Außer Frage steht auch die
Notwendigkeit zum Aufbau und zur gezielten Weiterentwicklung von Netzwerken, die Förderung von Synergien
und die Unterstützung von Unternehmensgründungen. Eine wichtige Zukunftsaufgabe wird in der Vermarktung von
Forschungsergebnissen, im Angebot von Finanzierungsdienstleistungen und in der Ansiedlung von Investoren
bestehen. Auch wird sich der Wissenschafts- und Technologiepark verstärkt darum bemühen, exzellente
Wissenschaftler und hochqualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Im Hinblick auf das Jahr 2010, so die Vision, will
sich Berlin Adlershof als einer der "weltweit führenden Wissenschafts- und Wirtschaftsparks" profiliert haben. Die "Vision Berlin Adlershof 2010" will dazu beitragen, das Profil des Wissenschafts- und Technologieparks zu
schärfen. Berlin Adlershof ist ein Projekt, das von allen Partnern gemeinsam zum Erfolg geführt werden muss.
Es geht darum, das Profil von Wissenschaft und Wirtschaft in Adlershof ganz klar und deutlich nach außen
treten zu lassen.
Kontakt :
WISTA-MG
Dr. Peer Ambrée, Tel.: 6392-4754, E-Mail: ambree@wista.de
Dr. Peter Strunk, Tel.: 6392-2225, E-Mail: strunk@wista.de
Projekt, Profil und Perspektive
"Vision Berlin Adlershof 2010" - Statements
Ingolf Hertel, Sprecher der Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in
Adlershof (IGAFA)
"Es handelt sich um eine Bestandsaufnahme nach zehnjähriger Aufbauarbeit. In vielerlei Hinsicht bestätigt sie
die bisherigen Strategien, etwa im Hinblick auf die Technologiefelder, die in Adlershof als Schwerpunkte
entwickelt werden. Wir sollten allerdings im gesamtberliner Kontext kritisch prüfen, ob sich Adlershof auch die
Biotechnologie auf die Fahnen schreiben sollte. Es ist durchaus sinnvoll, einen Handlungsrahmen für
strategische Überlegungen zu schaffen. Auch die Empfehlungen, die sich daraus ableiten, sind positiv zu
bewerten, etwa das Ressourcen-Sharing oder die effiziente Nutzung der Center. Insgesamt bietet die Arbeit des
Projektteams die Grundlage für eine gemeinsame Verabredung möglichst vieler Standortpartner. Über die
genauen Formulierungen müssen wir jetzt mit den Instituten und Firmen reden, um anschließend die
verabredeten Maßnahmen auch umzusetzen, selbstverständlich auf der Grundlage realistischer Kosten."
Hanns-Jürgen Lichtfuss, Vorstand der TSB Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin
"Die 'Vision Berlin Adlershof 2010' bietet ein Konzept, wie Adlershof und die naturwissenschaftlichen Institute der
Humboldt-Universität künftig in eine Richtung marschieren können. Außerdem werden darin Vorschläge
unterbreitet, die Ansiedlung, die Ausgründung und den Weg vom Start-up zum etablierten Unternehmen zu
unterstützen und zu begleiten. Dasselbe trifft auch für die Vernetzung von Wissenschaft und Unternehmen zu.
Teil der Unterstützung besteht dabei in der geplanten, zeitgerechten Bereitstellung der jeweils adäquaten
Flächen, vom Inkubator über Büroräume bis zur eigenen Baufläche. Die TSB wird sich an der weiteren Debatte
aktiv beteiligen. Unser Interesse ist naturgemäß sehr groß, zumal wir in Adlershof mit einer eigenen
Geschäftsstelle vertreten sind und über einen direkten Draht zu den Firmen verfügen."
Günther Tränkle, Direktor des Ferdinand-Braun-Instituts für Höchstfrequenztechnik in Berlin Adlershof.
"Erstens: Der Zeitpunkt ist richtig gewählt, denn jetzt beginnen die naturwissenschaft-lichen Institute der
Humboldt-Universität hier draußen zu 'leben'. In Adlershof tritt damit ein neuer und wichtiger Akteur auf. Zweitens:
Es werden die Felder definiert, auf denen die Akteure zusammenarbeiten wollen: von der Forschung, der Lehre
bis zur Anwendung. Diese Zusammenarbeit entwickelt sich in Adlershof an vielen Stellen. Sie ist aber oft noch
kompliziert. Vor allem braucht Adlershof politische Unterstützung. Dabei geht es nicht um Geld, sondern um
Anreize. Wenn ein Mitarbeiter unserem Institut zusätzliche Einnahmen verschafft, darf ich ihn zwar loben, aber
nicht wie in der Industrie besser bezahlen."
Hans Jürgen Prömel, Vizepräsident für Forschung der Humboldt-Universität zu Berlin
"Ich halte das Projekt aus zwei Gründen für eine sehr gute Sache: Erstens unterstützt es uns, die
Humboldt-Universität zu Berlin, dabei, unser Profil in Adlershof zu schärfen. Zweitens zeigt es auf, wo wir
ansetzen müssen, um Synergien mit den außeruniversitären Forschungsinstituten und den Unternehmen in
Adlershof zu erzielen, also die Vision für diesen Stand-ort zu verwirklichen."
Jürgen Mlynek, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin
"Das Projekt 'Vision Adlershof 2010' zeigt Wege, wie sich der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort mit
seinem einzigartigen Profil - Universität, außeruniversitäre Forschung, Unternehmen - international positionieren
kann."
http://www.artop.de/INST_cont/INST_1_2con.htm
artop untersucht am Wirtschafts- und Wissenschaftstandort
Berlin-Adlershof bei Unternehmen und Forschungseinrichtungen
die Potenziale für eine Weiterentwicklung der kooperativen
Vernetzung am Standort.
Berlinews, 1. 4. 2002
Adlershof-Kiosk
Der Wissenschaftsstandort in der Presse
WN-1524a
Autor: Manfred Ronzheimer
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