WISTA-NEWS Nr. 18/98
Aktuelles vom Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof
Ausgabe Nummer 18 vom 23. Dezember 1998
Inhaltsübersicht:
- Die TU Berlin zu Gast in Adlershof
- Der Humboldt-Campus in Adlershof jetzt online
- Fünf Jahre Deutsch-Französisches Büro im WISTA
- Wiedervereinigung der Ingenieure: Der VDI in Adlershof
- Hertel bemängelt Manifest der Universitäten
- Nutzerkongress bei BESSY II
- Russisch-deutsche Kooperationsgespräche bei BESSY
- Adlershofer Gespräche: Junge Unternehmer scheuen oftmals Fremdbeteiligung
- FU-Studie: Technologie- und Gründerzentren in Mittel- und Osteuropa
- Prof. Malek: Silicon Valley - das Geheimnis des Erfolges
- WISTA aktuell im Dezember 1998
- Impressum
Die TU Berlin zu Gast in Adlershof
Großes Interesse an Zusammenarbeit mit den dortigen Institutionen geäußert
Per S-Bahn hatte sich am 10. November das Präsidium der TU Berlin, die Dekane und Prodekane der Fachbereiche sowie etwa 25 Professoren der naturwissenschaftlich- technischen Fachrichtungen, zeit- und spritsparend, nach Adlershof aufgemacht. Ziel dieses Ausflugs, der auf Initiative des Vizepräsidenten der TU Berlin, Harald Kolrep, stattfand, war es, das in der TU immer noch weit verbreitete Informationsdefizit über den Standort Adlershof und seine vielfältigen Einrichtungen abzubauen.
Zum anderen sollten die Chancen und Probleme der Kooperation von TU-Angehörigen mit Adlershofer Einrichtungen identifiziert und diskutiert werden. Gastgeber in Adlershof war Prof. Dr. Ingolf Hertel, der als Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung an der Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Adlershof großes Interesse hat.
Die TU Berlin, das nahmen die Teilnehmer des Ausflugs mit Interesse zur Kenntnis, hat mehr gemeinsame Berufungen mit Adlershof als die Humboldt- Universität.Lesen Sie den Bericht in der Campuszeitung der TU, "tu-intern", hier weiter
Der Humboldt-Campus in Adlershof jetzt online
Die Institue der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten der Humboldt-Universität werden in den nächsten Jahren von ihren traditionellen Standorten in Berlin-Mitte in die im Südosten der Hauptstadt entstehende "Stadt der Wissenschaft und Wirtschaft Adlershof" umziehen.
Dazu hat die HU eine Broschüre herausgegeben, die jetzt in einer online-Version auch im Internet benutzt werden kann. Es finden sich hier Beschreibungen der betroffenen Institute, Lagepläne, Bauplanung und Kontaktadressen.
Hier zur Homepage der Broschüre
Hier die Bau- und Umzugsplanung
mit Tabelle: "Finanzierungraten (TDM) in der Investitionsplanung von Berlin Stand: Senatsbeschluß vom 25.08.98"
Fünf Jahre Deutsch-Französisches Büro im WISTA
Das Deutsch-Französische Büro im Wissenschaftspark Adlershof hat die internationale Bekanntheit des Standorts erheblich gesteigert. Durch FuE-Projekte der Europäischen Gemeinschaft soll verstärkt auch in anderen Ländern für Kooperationsprojekte mit Adlershofer Forschungsinstituten und innovativen Firmen geworben werden, wurde auf einer Veranstaltung anläßlich des fünfjährigen Bestehens des Büros berichtet. Dazu zählt unter anderem das Verkehrstechnik-Projekt "Transtech".
Nach Angaben von Büro-Leiter Helge Neumann hat die deutsch-französische Einrichtung bislang rund 2.300 Kontakte zwischen beiden Ländern hergestellt, aus denen 603 gemeinsame FuE-Projekte hervorgegangen sind. Den größten Anteil daran haben mit 47 % Projekte der Informations- und Kommunikationstechnik, gefolgt von der Meßtechnik (26 %), Neuen Materialien sowie Umwelt und Gesundheit (je 11 %).
Jährlich werden rund 150 Projekte vom Deutsch-Französischen Büro betreut. Einen großen Anteil daran haben auch Programme zum Personalaustausch. So praktizieren viele französische Physiker in Adlershofer Einrichtungen.
In einer Diskussion sprach sich Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner für eine verstärkte Orientierung des Büros in Richtung Osteuropa aus. Prof. Norbert Langhoff vom Institut für Gerätebau stellte Projekte mit russischen Wissenschaftlern vor, bei denen neue Instrumente für die Röntgenoptik entwickelt werden.
Fünf Jahre Deutsch-Französisches Büro im WISTA
Zusammenfassender Bericht über die Arbeit des dfb 1993-98Hier das Programm der Festveranstaltung am 17. Dezember 1998
Die Internet-Seite des Deutsch-Französischen Büros in Adlershof
Wiedervereinigung der Ingenieure: Der VDI in Adlershof
Zuweilen braucht die Wiedervereinigung etwas länger. Bei den Berliner Ingenieuren ist es erst jetzt soweit: Einstimmig vollzogen die mehr als 100 Mitglieder des „Ingenieurverein Berlin“ (ivb) ihren Beitritt zum Verein Deutscher Ingenieure (VDI), der in der Region Berlin-Brandenburg rund 6.000 Mitglieder zählt.
Der Präsident des VDI, Hubertus Christ, bezeichnete vor Journalisten in Adlershof den Zusammenschluß als ein „Signal, das auch in weiteren Bundesländern gehört werden“ möge. Derzeit sind in den ostdeutschen Ländern die Ingenieure immer noch in eigenständigen Nachfolge-Einrichtungen der früheren DDR-“Kammer der Technik“ organisiert. Im Technologiepark Adlershof, wo sich mehr als 200 kleine innovative Firmen befinden, wird der VDI einen eigene Bezirksgruppe gründen. Erste Aktivität war die Veranstaltung einer Podiumsdiskussion über Technologietransfer.
Lesen Sie hier den kompletten Bericht
Auszug aus dem Statement von Dr.-Ing. Willi Fuchs, stv. Direktor des VDI
Eine besondere Herausforderung aber stellt sich uns gemeinsam hier in Adlershof. Unter dem Dach des VDI wollen wir ein qualifiziertes Aktionsforum schaffen, das den künftigen Studierenden der technisch-naturwissenschaftlichen Fakultäten der Humboldt-Universität ebenso eine Plattform bietet wie den rund 250 technologie-orientierten Unternehmen, die sich hier angesiedelt haben. Zu diesem Zweck wird eigens eine VDI-Bezirksgruppe gegründet werden.
Beachten Sie auch diesen Bericht in BerliNews:
Ingenieure von morgen
VDI-Zukunftswerkstatt in der TU Berlin (16. 12. 98)
Hertel bemängelt Manifest der Universitäten
Kritik an den forschungspolitischen Aussagen des „Berliner Manifests für eine neue Universitätspolitik“ hat Wissenschaftsstaatsekretär Ingolf Hertel geübt. Während das Papier der drei Berliner Universitäten, das in der vergangenen Woche an Bundespräsident Roman Herzog überreicht wurde, „exzellente Thesen“ umfasse, stelle die These 6 zum Verhältnis von Universitäten und außeruniversitärer Forschung eine „völlige Verkennung der Realitäten“ dar, sagte Hertel in einer Diskussionsveranstaltung des VDI in Adlershof.
In diesem Passus hatten die Hochschulen kritisiert, daß in Ländern mit einem hohen Anteil an mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen - wie dies in Berlin der Fall ist - es bei Finanzkürzungen sich eine „für die Universitäten objektiv forschungsfeindliche Tendenz“ feststellen lasse. Da die außeruniversitären Institute in der Regel von Bund und Land gemeinsam finanziert seien, werde bei ihnen weniger stark der Rotstift angesetzt als bei den allein landesfinanzierten Hochschulen.
Hertel wiedersprach dieser Aussage. Hier werde eine Bedrohung artikuliert, die faktisch nirgendwo zu erkennen sei. Der Staatssekretär verwies darauf, daß bei der Notwendigkeit, in der wissenschaftlichen Forschung „kritische Massen“ zu bilden, das Zusammenspiel von Universitäten und außeruniversitären Instituten unverzichtbar bei.
Lesen Sie hier im Wortlaut:
Berliner Manifest für eine neue Universitätspolitik
Beschluß der Bildungspolitischen Konferenz von FU, HU und TU Berlin
Nutzerkongress bei BESSY II
Betriebsbeginn im Januar 1999
Am 3. und 4. Dezember 1998 trafen sich in Berlin Adlershof mehr als 300 Wissenschaftler, um neue Ergebnisse der Forschung mit Synchrotronstrahlung bei BESSY zu diskutieren.
BESSY als Gastgeber stellte auch die am 4. September 1998 eröffnete Forschungsanlage BESSY II vor. Mit Betriebsbeginn im Januar 1999 werden für die 600 Nutzer der seit 1982 sehr erfolgreich betriebenen Speicherringanlage BESSY I erheblich erweiterte und neue Forschungsmöglichkeiten erschlossen.
Der Nutzerkongress wurde erstmals von einer Industrieausstellung begleitet, auf der High-Tech-Firmen der Optik, Mechanik und Vakuumtechnologie den technologischen Stand ihrer Produkte präsentierten.
Als ein Höhepunkt des Treffens verlieh der Verein der Freunde und Förderer von BESSY e. V. den "Ernst-Eckhard-Koch-Preis" für herausragende Dissertationen über Experimente mit Synchrotronstrahlung. In diesem Jahr ging der Preis an Dr. Bernhard Kassühlke, Technische Universität München für seine Arbeit "Elektronische Struktur von Adsorbaten und Kondensaten untersucht mit zweidimensionaler Elektronen-Flugzeitspektroskopie" und an Dr. Ralph Kläsges, Forschungszentrum Jülich für seine Arbeit "Magnetism and Quantum-Size Effects of Thin fcc Films".
Lesen Sie hier die komplette Pressemitteilung
Russisch-deutsche Kooperationsgespräche bei BESSY
Aufbau eines Strahlrohres geplant
In Kooperation mit Wissenschaftlern aus Sankt Petersburg und Moskau wollen BESSY und die Freie Universität Berlin, Prof. Dr. G. Kaindl, ein Strahlrohr für gemeinsame Grundlagenforschung in den Materialwissenschaften bei BESSY II aufbauen. Dazu trafen am 18. Dezember 1998 Vertreter der russischen und deutschen Ministerien für Forschung und Technologie sowie der Berliner Senatsverwaltung mit Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin und der BESSY GmbH zu in Adlershof zusammen. Die Freie Universität als ein wichtiger Nutzer der BESSY-Synchrotronstrahlung blickt auf eine nahezu 30-jährige Zusammenarbeit mit der Universität Sankt Petersburg zurück.
Die Finanzierung des Projekts, dessen Gesamtinvestitionskosten ca. 1,2 Mio. DM betragen, erfolgt u. a. mit Unterstützung der Lotto-Stiftung Berlin, bei der auf Antrag der FU Berlin eine Summe von ca. 710 TDM eingeworben werden konnte. Auch das BMBF unterstützt das Projekt bereits mit einem größeren Betrag, und setzt - wie alle Beteiligten - große Hoffnung auf eine erfolgreiche Umsetzung.
Lesen Sie hier den ausführlichen Text
Adlershofer Gespräche: Junge Unternehmer scheuen oftmals Fremdbeteiligung
„Keine Angst vor Fremdbestimmung“ haben die Vertreter führender Venture Capital- Firmen von kapitalbedürftigen Jungunternehmern gefordert. „Wir bringen Smart Money, das heiß wir bieten –anders als die Banken- Geld und Know-How. Wir investieren nicht nur Kapital sondern geben je nach Bedarf Input für Strategien, schaffen Netzwerke und erstellen gemeinsam mit dem Unternehmen einen Business-Plan. Es geht uns nicht darum, die Unternehmensführung an uns zu reißen“, sagte Oliver Borrmann von der Berliner Venture Capital Firma bmp im Rahmen der Adlershofer Gespräche in Berlin.
Bei der ersten Kontaktaufnahme mit Venture Capital Firmen würden jedoch viele junge Unternehmen den Fehler begehen, ihre Vision nicht griffig genug zu formulieren, so daß ihre Beteiligungsanfragen nicht überzeugten und abgelehnt würden. „Wir brauchen keine fertigen Business-Pläne“, erklärte Oliver Bormann die Problematik, „aber wenn ein Unternehmen es nicht schafft, uns für seine Idee zu begeistern, ist eine Investition für uns uninteressant.“ Andere Unternehmen bemühten sich erst viel zu spät um Kapital, denn eine durchschnittliche Vorlaufzeit von etwa vier Monaten sei auch bei Venture Capital Unternehmen üblich.
Roger Bendisch von der IBB Beteiligungsgesellschaft Berlin hat jungen Unternehmen dringend geraten, Referenzen über eine Venture Capital Firma einzuholen, bevor eine Zusammenarbeit angestrebt werde. Auch in diesem Bereich gebe es unseriöse Firmen, die einem jungen Unternehmen mehr Schaden als Nutzen bringen würden.
Das Geschäft mit Risikokapital boomt, da viele Unternehmer hier eine alternative Finanzierungsform sehen. Wie die Veranstalter der seit 1997 alle zwei Monate stattfindenden Adlershofer Gespräche, Prof. Norbert Langhoff vom Institut für Gerätebau (IfG) und Dr. Hans Ulrich Abshagen, von Abshagen & Partner ankündigten, wird auch zukünftig das Thema Venture Capital im Rahmen der Gespräche diskutiert werden.
Beachten Sie auch diesen Bericht über das Adlershofer Gespräch in "Gründernews":
Steuergesetze bringen Firmengründer in Not (12.12.98)
FU-Studie: Technologie- und Gründerzentren in Mittel- und Osteuropa
Die Arbeitsstelle Politik und Technik am Fachbereich Politische Wissenschaft der Freien Universität Berlin hat im Auftrag des Bundesministerium für Wirtschaft über Technologie- und Gründerzentren in Mittel- und Osteuropa erstellt. Jetzt wurde in Berlin von den Autoren Walter Heering, Oliver Pfirrmann und Klaus Schroeder (Projektleitung) der Endbericht des Forschungsprojekts vorgestellt.
Ziel des diesem Bericht zugrundeliegenden Forschungsprojektes war eine theoretisch begründete und empirisch gestützte Analyse der Funktionen von Technologiezentren und Forschungsparks in mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL). Am Beispiel der Transformationsländer Polen, Rußland und Ungarn sollte die Bedeutung der Zentren und Parks für die Herausbildung und Entwicklung wettbewerbsfähiger Unternehmen und Branchen eingeschätzt werden.
Die Untersuchung zeigt, daß der derzeitige Stand des Aufbaus von Technologiezentren und Forschungsparks in den drei Transformationsländern, trotz zweifelsohne bestehender hoffnungsvoller Einzelbeispiele, insgesamt noch äußerst prekär ist. Die empirischen Untersuchungen der FU-Forscher in den drei Ländern erbrachten einige erwartete, aber auch einige eher überraschende Ergebnisse; sie lassen sich kurz wie folgt zusammenfassen:
- Die direkten Beschäftigungseffekte – über das staatlich alimentierte Personal hinaus – sind in Polen und Rußland gering. In Ungarn ist demgegenüber der Personalstand der Park- und Zentrumsträger ziemlich niedrig (bis zu 10 Mitarbeiter), aber der Bruttobeschäftigungseffekt der Unternehmen zumindest in den Industrieparks beträchtlich bis enorm.
- Bei ganz wenigen Unternehmen ist der Technologie- und Innovationsgrad beachtlich hoch – bezogen auf den Standard des jeweiligen Binnenmarktes. Diese Aussage gilt in dieser Eindeutigkeit zumindest für Rußland und eingeschränkt auch für Polen. In Ungarn dagegen hat die ganz überwiegende Mehrzahl der Industrieparks keinen expliziten technologiepolitischen Anspruch.
- Der Grad des Technologietransfers durch die Zentren kann als gering eingeschätzt werden, da die Anbindung an F&E-Einrichtungen nicht immer vorhanden ist bzw. in Einzelfällen sogar völlig autonom gearbeitet wird. Das gilt im Prinzip für alle drei Länder.
- Die regionale Konzentration von Fördermitteln konnte nur bedingt erfaßt werden; sie ist aber für alle drei Länder als eher hoch einzustufen, da kaum Zentren ohne öffentliche Förderung arbeiten.
- Eine Vernetzung der Technologiezentren mit internationalen Akteuren existiert in Polen und Rußland generell, da es z.B. ein gut funktionierendes internationales TGZ-Netzwerk (ICECE) gibt; darüber hinaus haben viele Manager ihr eigenes "Fördernetzwerk" entwickelt, nicht zuletzt zur Finanzierung ihrer Einrichtung aus ausländischen Fördertöpfen. In Ungarn liegen die Kontakte und Kooperationsbeziehungen überwiegend bei den einzelnen Unternehmen und sind dort entsprechend der Art der Produkte und der Absatzmärkte sehr unterschiedlich ausgeprägt.
- Von Technologiezentren und Forschungsparks stimulierte und/oder unterstützte regionale Unternehmensgründungen sind schwerlich nachweisbar, da beide Phänomene regional ungleich verteilt sind und besonders häufig dort auftreten, wo das wirtschaftliche Aktivitätsniveau und die Gründungsdynamik ohnehin hoch ist. Etwaig beobachtbare Zusammenhänge zwischen Aktivitäten der Zentren/Parks und dem Entstehen von Unternehmen sind daher mutmaßlich rein zufällig. Selbst unter Berücksichtigung dieser Einwände können zumindest für Ungarn positive Effekte vermutet werden.
- Der Grad der Vernetzung mit regionalen Akteuren ist in Einzelfällen, insbesondere in Rußland durch die Einbindung in gemeinsame Umstrukturierungs- bzw. Konversionsprojekte, hoch. In Ungarn hängt die Finanzierung der Projekte nicht zuletzt von der Unterstützung der regionalen Entscheidungsträger und Verwaltungen ab, was naturgemäß eine entsprechende Beziehungspflege stimuliert.
- Die in Zentren/Parks angesiedelten Unternehmen produzieren nur in Ausnahmefällen, vielleicht am ehesten noch in Ungarn, weltmarktfähige Produkte. Besondere und intensive Entwicklungsaktivitäten, die sich in verstärkten Patentanmeldungen niederschlagen würden, gibt es kaum, zumal die unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen und der Zwang, Gewinne zu erzielen, restriktiv wirken.
Lesen Sie hier eine ausführliche Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse:
Marginales Gewicht
FU-Studie: Technologie- und Gründerzentren in Mittel- und Osteuropa als Instrument einer wettbewerbsorientierten Strukturpolitik
Dort auch die Kontaktadresse
Prof. Malek: Silicon Valley - das Geheimnis des Erfolges
"Silicon Valley" - das ist für die meisten der Inbegriff des Erfolges. Mehr als tausend Unternehmen haben sich 1997 dort neu angesiedelt. Der Marktwert der Firmen wird auf 470 Mrd. US-$ geschätzt. Die Zusammenarbeit der Stanford University mit den zahllosen Softwarefirmen hat schon aus vielen "kleinen Ideen" erfolgreiche Produkte werden lassen.
Der geschäftsführende Direktor des Instituts für Informatik, Prof. Dr. Malek war 17 Jahre an der University of Texas in Austin tätig. Von August 1997 bis Februar 1998 hatte er eine Gastprofessur an der Stanford University und berichtet in seinem Vortrag von seinen Erfahrungen in Kalifornien. So ist die beeindruckende Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Silicon Valley für Prof. Malek ein Vorbild für Berlin. Adlershof, so die Vision Prof. Maleks, soll zu einem bunten Marktplatz werden, an dem der Austausch von Ideen und Gedanken ebenso möglich ist, wie deren konkrete Umsetzung in marktfähige Produkte.
Die "Berliner Morgenpost" hörte in ihrer Berichterstattung über einen Vortrag von Prof. Malek vor allem die kritischen Untertöne heraus: "Adlershof lebt nicht, meint Prof. Miroslaw Malek, Direktor des Instituts für Informatik der Humboldt-Universität. Er beklagt die Dauerbaustellen, die mangelnde Lebensqualität und die miserablen Verkehrsanbindungen des Wissenschaftsstandortes. Das Geheimnis von Silicon Valley - dem großen Vorbild für Adlershof - sei seine soziale Dichte. Diese fehle in Berlin."
Lesen Sie den Bericht hier im Original:
Berliner Morgenpost, 11.12.98:
Schatten über Adlershof
Bis zum Vorbild Silicon Valley ist es noch ein weiter Weg
WISTA aktuell im Dezember 1998
Inhaltsübersicht:
Titel: Verleihung des Innovationspreis Berlin-Brandenburg 1998
Interview mit Herrn Dr.-Ing. Izzet Furgac, Geschäfsführer der Alligator Sunshine Technologies
Mit Glasfasern rund um die Welt: Die Optec Gesellschaft für optische Technik mbh im Photonikzentrum
Adlershofer Firmen auf der Solar energy: Ingenieurbüro für Alternative Technologien / Alligator Sunshine Technologies / heliocentris Energiesysteme GmbH
Innovative Automatisierungstechnik der 2. Generation: Systron Systementwicklungsgesellschaft für angewandte Elektronik mbH
Silicon Valley - das Geheimnis seines Erfolgs: Vortrag von Prof. Malek
Von Netzen und Systemen: Der Lehrstuhl für Automaten- und Systemtheorie der HU-Informatik in Adlershof
Die bisherigen Ausgaben von WistaNews:
Die Nummer 17 vom 5. Dezember 1998 - Die Nummer 16 vom 14. November 1998 - Die Nummer 15 vom 2. November 1998: Sonderausgabe "Archiv" - Die Nummer 14 vom 24. Oktober 1998 - Die Nummer 13 vom 10. Oktober 1998 - Die Nummer 12 vom 26. September 1998 - Die Nummer 11 vom 7. September 1998 : Sonderausgabe BESSY II - Die Nummer 10 vom 1. September 1998 - Die Nummer 9 vom 13.Juni 1998 - Die Nummer 8 vom 8.Mai 1998 - Die Nummer 7 vom 31. März 1998 - Die Nummer 6 vom 28. Februar 1998 - Die Nummer 5 vom 20. Februar 1998 - Die Nummer 4 vom 23. Januar 1998 - Die Nummer 3 vom 9. Januar 1998 - - Die Nummer 2 vom 5. Dezember 1997 - Die Nummer 1 vom 28. November 1997
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